OECD streicht Liechtenstein von der "grauen" Liste
11. November 2009
Liechtenstein hat sich im März 2009 in einer Regierungserklärung zu den OECD-Standards der
Transparenz und des Informationsaustausches in Steuerfragen bekannt und angekündigt, die
Zusammenarbeit mit anderen Staaten in Steuerfragen durch den Abschluss von bilateralen Abkommen zum
Informationsaustausch und Doppelbesteuerungsabkommen auszubauen.
Seither wurden bereits verschiedene OECD-konforme Steuerinformationsabkommen (TIEA) und
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) unterzeichnet. So unter anderem mit den USA, mit Frankreich,
Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Irland , Luxemburg, den Niederlanden und Belgien.
Gespräche und Verhandlungen mit Italien, Australien, den nordischen Ländern und weiteren Partnern
über entsprechende Abkommen sind noch im Gang und befinden sich teilweise bereits in einem
fortgeschrittenen Stadium. Darüber hinaus wird die Regierung in Kürze Gespräche mit einigen
EU-Mitgliedsstaaten über OECD-konforme Doppelbesteuerungsabkommen aufnehmen.
Die OECD hat Liechtenstein deshalb am 10.11. 2009 von der „grauen“ Liste
gestrichen und zählt damit Liechtenstein zu den Ländern, die die international geltenden Standards
bezüglich des Informationsaustausches in Steuerfragen substantiell implementiert haben.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Medienmitteilung der Liechtensteinischen Regierung