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Aktien erholen sich, Ölpreis gibt nach

Asiatische Aktienindizes notierten am Dienstag überwiegend höher, da sich die Technologiewerte vom starken Ausverkauf der vorangegangenen Sitzung erholten und die Ölpreisnotierungen nachgaben, nachdem Israel und Iran offenbar von einer weiteren Eskalation abgerückt sind. Südkorea und Japan führten die Gewinne an, gestützt von Chipherstellern, während chinesische Aktien durch stärker als erwartet ausgefallene Handelsdaten für Mai gestützt wurden. Die US-Börsen schlossen am Montag uneinheitlich, wobei sich der Nasdaq deutlich erholte, während europäische Aktien mehrheitlich schwächer tendierten.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Öl
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Asiatische Aktien notierten am Dienstag überwiegend höher, da sich Technologiewerte nach den jüngsten starken Verlusten erholten und die Spannungen zwischen Israel und Iran nachzulassen schienen. Der südkoreanische Kospi stieg um 7.4% und erholte sich damit von einem Rückgang von mehr als 8% zu Wochenbeginn, während der japanische Nikkei 225 um 1.9% zulegte, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um mehr als 4% gefallen war. Chiphersteller trieben die Rally an. Die Ölpreise fielen am Dienstag, nachdem Israel und Iran vereinbart hatten, ihre gegenseitigen Angriffe einzustellen, wodurch die unmittelbaren Befürchtungen nachliessen, der Konflikt könnte das Angebot aus dem Nahen Osten weiter beeinträchtigen. Brent-Rohöl gab in Richtung USD 93 je Barrel nach, nachdem die Sorte am Montag leicht höher geschlossen hatte, während West Texas Intermediate nahe USD 90 gehandelt wurde. Die Märkte blieben jedoch anfällig für Risiken, da die Strasse von Hormus faktisch geschlossen blieb. Gold und Bitcoin erholten sich leicht von den jüngsten Rückgängen und wurden bei rund USD 4340 je Unze beziehungsweise USD 63'500 gehandelt.

Chinas Exporte beschleunigen sich im Mai

Der CSI 300 in Festlandchina lag 0.9% im Plus, während der Hang Seng Index in Hongkong um 0.2% nachgab. Zolldaten, die am Dienstag veröffentlicht wurden, zeigten, dass Chinas Exporte im Mai gegenüber dem Vorjahr um 19.4% gestiegen sind, nach 14.1% im April und stärker als vom Markt erwartet. Die Importe legten um 27.4% zu, nach einem Anstieg von 25.3% im April. Die Lieferungen in die USA schnellten um 35.4% nach oben, der stärkste Anstieg seit März 2021. Dazu trugen eine robuste Nachfrage nach Produkten im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und grünen Technologien bei, während die Exporte integrierter Schaltkreise um 32% auf 39.7 Milliarden Einheiten kletterten. Die stärkeren Handelsdaten deuteten darauf hin, dass die Auslandsnachfrage weiterhin eine wichtige Stütze für Chinas Wirtschaft bleibt, auch wenn der Inlandskonsum schwach blieb und die Politik weniger unter Druck stand, umfangreiche Stimulierungsmassnahmen zu ergreifen. Die Exportdynamik könnte sich jedoch als vorübergehend erweisen, falls die Lageraufstockung im Ausland nachlässt und höhere Energiekosten im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten das Wachstum stärker belasten.

Konsumentenstimmung in Australien schwächt sich ab

Der australische S&P/ASX 200 notierte 0.2% tiefer, nachdem die Konsumentenstimmung im Juni gemäss am Dienstag veröffentlichten Umfragedaten auf 80.6 gefallen war, ein Rückgang um 2.9% gegenüber Mai. Damit blieb der Index nahe den schwächsten Werten seiner 50-jährigen Geschichte. Belastet wurde das Vertrauen durch höhere Kreditkosten, steigende Benzinpreise und Sorgen über neu angekündigte Steueränderungen, die den Wohnimmobilienmarkt betreffen. Die Erwartungen für die Haushaltsfinanzen und die Gesamtwirtschaft verschlechterten sich, während der Indikator dafür, ob es ein guter Zeitpunkt für den Kauf grösserer Anschaffungen ist, leicht stieg, mit 86.4 gegenüber 123.0 aber deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt blieb. Die Zahlen verstärken die Anzeichen dafür, dass der Druck durch die Lebenshaltungskosten und die diesjährigen Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia die Nachfrage weiterhin bremsen.

Nasdaq erholt sich

US-Aktien schlossen am Montag uneinheitlich, da Anlegerinnen und Anleger nach dem Ausverkauf vom Freitag wieder in Technologiewerte zurückkehrten. Der Nasdaq 100 stieg um 1.6% auf 29'414.26 Punkte, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um fast 5% gefallen war. Der S&P 500 legte um 0.3% auf 7405.73 zu, während der Dow Jones Industrial Average um 0.2% auf 50'786.01 nachgab, auch wenn erneute Angriffe zwischen Israel und Iran sowie höhere Ölpreise die geopolitischen Risiken im Fokus hielten. Halbleiteraktien führten die Erholung an. Intel sprang um 11.2% nach oben, nachdem berichtet worden war, dass die Google-Muttergesellschaft Alphabet mehr als drei Millioen Chips für künstliche Intelligenz bestellt habe. Marvell Technology stieg um 9.6%, nachdem bekannt geworden war, dass das Unternehmen am 22. Juni in den S&P 500 aufgenommen wird.

Stimmung in der Eurozone verbessert sich im Juni

Die Stimmung der Anlegerinnen und Anleger in der Eurozone verbesserte sich den Sentix-Daten vom Montag zufolge den zweiten Monat in Folge. Der Gesamtindex stieg im Juni auf -13.4 Punkte von -16.4 im Mai, da die Erwartungen von -11.3 auf -6.5 kletterten, während der Lageindikator mit -20.0 gegenüber -21.5 schwach blieb. Dem Bericht zufolge folgte die Erholung auf die starke Verschlechterung im März und April, die durch den Iran-Konflikt und höhere Ölpreise ausgelöst worden war, auch wenn sich die Stimmung nur teilweise erholt hat. Deutschland blieb der wichtigste Nachzügler. Der Gesamtindex verbesserte sich von -18.8 auf -13.3, der Lageindikator sank jedoch von -42.3 auf -42.5 und erreichte damit den tiefsten Stand seit Februar 2025. Die europäischen Aktienmärkte tendierten am Montag überwiegend tiefer, obwohl der Euro Stoxx 50 kaum verändert war. Der deutsche DAX fiel um 0.6%, der französische CAC 40 verlor 0.2%, und der Swiss Market Index in der Schweiz gab um 0.5% nach.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG