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LGT Beacon: Stabiles Wachstum und Wiederaufleben der Diplomatie

8. November 2017

Weltkonjunktur, Firmengewinne und Börsen zeigen sich weiter lebhaft und in der Geldpolitik wird weiter auf Kontinuität gesetzt. In Asien haben Chinas und Japans Regierungschefs zudem nur wenige Tage vor der ersten Asienreise des US-Präsidenten ihre jeweiligen nationalen Positionen gestärkt und den Dialog wieder aufgenommen. Die Märkte reagieren erfreut.

In diesem Bericht präsentieren wir ein globales Makro- und Marktupdate und kommunizieren Änderungen in unserer taktischen Asset-Allokation (TAA), wie zuletzt im September festgelegt.

Seit unserem letzten Bericht sind die marktfreundlichen Entwicklungen dominant geblieben. Wir halten daher Kurs und bleiben bei unserem Aktienübergewicht zulasten von Anleihen - in der Tendenz zugunsten Asiens (vgl. Übersicht auf Seite 5).

Geopolitische Spannungen lassen etwas nach

Die Geopolitik hat sich global entschärft. In Europa hat Spaniens Regierung die separatistische Regionalverwaltung von Katalonien verfassungskonform abgelöst, um Wahlen vorzubereiten. Von potenziell höherer globaler Bedeutung waren aber Ereignisse in Asien, zumal sie empfindliche regionale Ordnungs- und Sicherheitsfragen betrafen.

Mit dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) und den 48. Wahlen zum Repräsentantenhaus Japans wurden Ende Oktober zunächst zwei wichtige innenpolitische Prozesse abgeschlossen, aus denen Präsident Xi Jinping beziehungsweise Premierminister Shinzo Abe jeweils gestärkt hervorgingen. Xi hat eine persönliche Machtfülle angehäuft, wie man sie seit Mao Zedong nicht mehr kannte (vgl. Sonderthema), während Abe die parlamentarische Zweidrittelmehrheit seiner Koalition erneut halten konnte. 

Gestärkte Regierungschefs setzen auf Diplomatie

Gleich anschliessend an diese weitgehend parallelen Entwicklungen und nur wenige Tage vor der ersten Asienreise von US-Präsident Donald Trump (Grafik 1), erklärte sich Beijing bereit, seinen seit mehr als einem Jahr andauernden Streit mit Südkorea über die Entscheidung Seouls, ein hochentwickeltes US-Raketenabwehrsystem zu stationieren, beizulegen. Dieser Zwist hatte auch inoffizielle chinesische Sanktionen gegen südkoreanische Unternehmen beinhaltet. Praktisch gleichzeitig gaben Diplomatenkreise zudem bekannt, dass China, Japan und Südkorea noch vor Ende Jahr ihre zuletzt abgesagte trilaterale Gipfelkonferenz einberufen wollen. Die letzte wurde abgesagt, nachdem die Beziehungen aufgrund von Verteidigungsfragen und historischen Themen belastet wurden. Südkorea befand sich zudem aufgrund des Amtsenthebungsverfahrens gegen seine ehemalige Präsidentin in einer inneren Schieflage. Inzwischen haben alle drei ostasiatischen Länder stabile und selbstbewusstere Regierungen. Von Präsident Trump wird indessen erwartet, dass er das traditionelle US-Engagement in der Region bekräftigen wird. In einem Punkt scheinen sich die ostasiatischen Staaten dabei allerdings in hohem Masse einig zu sein: Sie können das Feld nicht alleine den USA überlassen.

Kurzum, auf das jüngste Säbelrasseln rund um die koreanische Halbinsel folgten bisher keine Eskalationen, sondern selbstsichere regionale Staatsführungen, die sich allesamt dafür entschieden haben, die diplomatische Zusammenarbeit in strategischen Fragen beschleunigt wieder aufzunehmen.

Lesen Sie weiter im LGT Beacon

Welche Konsequenzen sich daraus für unsere Portfolios ergeben erfahren Sie, wenn Sie hier im LGT Beacon weiterlesen. Diese Publikation können Sie auch wöchentlich abonnieren: Publikationen abonnieren

Anmerkung: Die nächste Ausgabe des LGT Beacon erscheint voraussichtlich am 13. Dezember 2017.