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LGT Investorama: Schwellenländer-Hartwährungsanleihen – Der Wind hat gedreht

20. Februar 2017

Die Angst geht um, dass mit der neuen US Regierung im Weissen Haus auch der Protektionismus Einzug hält und via Retorsionsmassnahmen eine Deglobalisierungsphase mit spürbarer Bremswirkung für das globale Wirtschaftswachstum eingeläutet wird.

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Auch wenn dieses Risiko zweifellos gestiegen ist, wird Donald Trump letztlich wohl weniger stark zubeissen, als er gebellt hat. Doch bedeutet sein Amtsantritt für die Weltpolitik durchaus eine Zäsur. Amerikas Fokusverlagerung weg von internationalen hin zu mehr nationalen Interessen ("America first" und Isolationismus) bedeutet mittelfristig ein Ablösen der "Pax Americana" durch eine stärker multipolare Weltordnung mit grösseren geopolitischen Unwägbarkeiten.

Investoren dürften in so einem Umfeld höhere Risikoprämien einfordern. Für steigende Renditeaufschläge spricht aber auch die Bestrebung einer aktiveren US-Fiskalpolitik. Diese ist zwar wachstumsförderlich, erhöht aber auch den Inflationsdruck und lässt damit steigende US-Zinsen und einen weiter erstarkenden US-Dollar erahnen. Beides verschärft die Refinanzierungsbedingungen für Emittenten aus den Schwellenländern. Nach dem Rückenwind durch steigende Ölpreise und ihrer sehr positiven Entwicklung im vergangenen Kalenderjahr weht den Schwellenländeranleihen für 2017 also eine raue Bise entgegen.

Autor: Johannes Oehri, Financial Economist, LGT Capital Partners

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