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LGT Navigator: Anleger bleiben vor US-Zinsentscheid zurückhaltend

27. Juli 2022

An den Finanzmärkten steht heute der Zinsentscheid der US-Notenbank im Fokus. Die Zuspitzung der Energiekrise in Europa belastet den Euro, der gegenüber dem Schweizer Franken auf ein Rekordtief gefallen ist. Der IWF hat derweil die globalen Wachstumsprognosen gesenkt.

Fed

Die Anleger blicken heute nach Washington, wo die US-Notenbank (Fed) über die weitere Geldpolitik informieren wird. Die Märkte erwarten, dass sie die Leitzinsen das zweite Mal in Folge um +75 Basispunkte erhöhen wird. Interessant dürfte aber vor allem sein, wie es danach weitergeht. Zwar gilt es als sicher, dass das Fed in der zweiten Jahreshälfte weitere Zinserhöhungen beschliessen wird. Fraglich ist aber, ob die Währungshüter das gegenwärtige Tempo beibehalten können. Analysten erwarten daher, dass sich Fed-Chef Jerome Powell mehr Spielraum eröffnen wird, wenn es um die Höhe der künftigen Zinsschritte geht. So könnte das Fed flexibler auf die unsicheren Wachstumsaussichten und die Inflationsentwicklung reagieren.

Die US-Börsen sind einen Tag vor dem Zinsentscheid unter Druck geraten. Der S&P 500 gab am Dienstag -1.2% nach und der Dow Jones verlor -0.7%. Der Nasdaq Composite rutsche -1.9% ab. Für schlechte Stimmung sorgten unter anderem enttäuschende Quartalszahlen. So hat der Einzelhändler Walmart wegen steigender Lebensmittelpreise die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr gesenkt. Die Aktien stürzten -7.6% ab und zogen andere Einzelhändler mit sich.

Die asiatischen Börsen zeigen am Mittwoch ein uneinheitliches Bild. In Tokio gewinnt der Nikkei +0.4%. In Hongkong büsst der Hang Seng -1.4% ein und der Shanghai Composite verliert -0.1%.

Euro fällt auf Rekordtief

Der Euro ist am Dienstag gegenüber dem Schweizer Franken kurzzeitig auf ein neues Rekordtief gefallen. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf CHF 0.9754, nachdem sie am Vormittag noch über CHF 0.98 notiert hatte. Auch zum US-Dollar büsste der Euro deutlich an Wert ein und kostete im Tagestief noch USD 1.0116. Auslöser für die Euroschwäche ist die Zuspitzung der Energiekrise in Europa, die eine Rezession auslösen könnte. Der russische Staatskonzern Gazprom hat am Montag angekündigt, die Erdgaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 ab Mittwoch erneut zu reduzieren. Demnach sollen nur noch 20% der maximal möglichen Kapazität nach Deutschland geliefert werden. Der Erdgaspreis ist am Dienstag entsprechend gestiegen, nachdem er sich bereits am Vortag deutlich verteuerte. Der Preis für eine Megawattstunde zur Lieferung im August kletterte auf über EUR 200 und lag damit rund 13% höher als am Montag. 

Gasknappheit belastet deutsche Exportaussichten

Der drohende Engpass bei der Gasversorgung belastet auch die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft. Das zeigt eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts, das rund 2300 Industrieunternehmen befragt hat. Demnach sind die Exporterwartungen im Juli gegenüber dem Vormonat um -3.9 Punkte auf -0.5 Punkte gefallen, wie das Forschungsinstitut am Dienstag mitteilte. Insbesondere der Chemiesektor blickt pessimistisch in die Zukunft, denn die Branche ist stark auf den Einsatz von Erdgas angewiesen. Aber auch Druckereien, die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren und Möbelhersteller erwarten einen Rückgang der Exporte. Zuversichtlich sind hingegen die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, und die Automobilbranche sowie der Maschinenbau rechnen mit einer moderaten Zunahme der Exporte.

IWF senkt Wachstumsprognose

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die globalen Wachstumsprognosen erneut reduziert. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die hohe Inflation würden die Weltwirtschaft belasten, teilte der IWF am Dienstag mit. Die Ökonomen erwarten für dieses Jahr noch ein globales Wachstum von +3.2%, nach +3.6% im April. Für die Eurozone prognostiziert der IWF eine Expansion von +2.6% (April: +2.8%). Auch die Teuerung bleibe hartnäckig hoch, heisst es in der Prognose. So rechnet der IWF in den Industriestaaten mit einer Inflationsrate von +6.6% im laufenden Jahr (April: +5.7%).

 

 

Wirtschaftskalender 27. Juli 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE GfK Konsumklima Deutschland (Aug, M/M) -27.4
16:00 USA Schwebende Hausverkäufe (Juni, M/M) +0.7%
20:00 USA Zinsentscheid US-Notenbank

 

Unternehmenskalender 27. Juli

Land Unternehmen Periode
DE BASF Q2
USA Boeing Q2
USA Bristol-Myers Squibb Q2
CH Credit Suisse Q2
FR Danone Q2
DE Deutsche Bank Q2
CH Holcim Q2
FR Kering Q2
USA Meta Platforms Q2
IT UniCredit Q2
FR Worldline Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.