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LGT Navigator: Anleger setzen weiter auf fiskalpolitische Impulse und erfolgreiche Impfkampagnen

8. Februar 2021

An der Wall Street und in Asien blieben die Indizes teilweise auf Rekordkurs und für Europas Börsen deutet sich ein positiver Start in die neue Handelswoche an. Die Impulse kommen dabei hauptsächlich vom antizipierten weiteren US-Konjunkturpaket sowie Äusserungen von US-Finanzministerin Janet Yellen und weniger von den neusten US-Arbeitsmarktdaten, die zwar auf eine Erholung hindeuteten, jedoch mit nur geringer Dynamik. Gleichzeitig stärken die Hoffnung in die laufenden Covid-19-Impfkampagnen und ein Nachlassen der Infektionsdynamik in der Corona-Pandemie die Risikoneigung.

Anleger setzen weiter auf fiskalpolitische Impulse und erfolgreiche Impfkampagnen

Die New Yorker Börse verzeichnete am Freitag den fünften Gewinntag in Folge und der S&P 500 sowie die Technologiebörse Nasdaq verbuchten gar neue Rekordwerte. Der Dow Jones Industrial legte zum Wochenschluss um +0.3% auf 31'148.24 Punkte zu und sicherte sich damit ein Wochenplus von knapp +4%. Der S&P 500 beendete die vergangene Handelswoche mit einem Tagesplus von +0.39% bei 3'886.83 Zählern und der Nasdaq 100 ging mit +0.32% bei 13'603.96 Punkten aus dem Rennen. Auch in Europa ging die letzte Woche mit Gewinnen zu Ende. In Frankfurt ging der Dax bei 14'056 Punkten ins Wochenende und verbuchte auf Wochensicht ein Plus von +4.6%.

In Asien legten die meisten Aktienindizes zumeist einen soliden Wochenstart hin und bewegten sich teilweise in der Nähe von Rekordniveaus. Die Hoffnung auf weitere fiskalpolitische Impulse aus Washington und zuversichtliche Äusserungen der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen hinsichtlich des Konjunkturpakets sowie die Hoffnung, dass die Impfstoffe eine baldige Entspannung in der Coronakrise bringen werden, dürften auch an Europas Börsen für einen positiven Wochenauftakt sorgen. Die Futures-Märkte signalisieren jedenfalls einen freundlichen Handelsstart. In Italien versucht der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi eine neue Regierung zu bilden. Heute Montagnachmittag ab 15.00 Uhr startet eine zweite Runde politischer Konsultationen.

US-Arbeitsmarkt auf Erholungskurs, aber mit nur geringer Dynamik

Der amerikanische Arbeitsmarkt befindet sich zum Jahresauftakt auf Erholungskurs, nachdem es im Dezember einen temporären Rückschlag gegeben hatte. Das Tempo der Erholung ist jedoch zäh. So hat die US-Wirtschaft im Januar 49'000 neue Stellen geschaffen, erwartet wurde aber ein Zuwachs von 105'000 Jobs. Zudem ist die Entwicklung im Dezember noch schwächer ausgefallen als zunächst berechnet. Demnach sind zum Jahresende 227'000 Stellen verloren gegangen. In einer ersten Schätzung war von einem Verlust von 140'000 Jobs ausgegangen worden. Gleichzeitig fiel aber die Arbeitslosenrate unerwartet kräftig von 6.7% im Vormonat auf 6.3%. Andererseits hat sich das Lohnwachstum binnen Monatsfrist deutlich abgeschwächt: Die Stundenlöhne sind gegenüber Dezember um 0.2% gestiegen, im Dezember resultierte noch ein Plus von 1%. Der Bericht hat sich zudem mit den Entwicklungen am Jobmarkt während der Coronakrise befasst. Demnach sind im März und April des vergangenen Jahres insgesamt 22 Millionen Stellen verloren gegangen, weil die Wirtschaft mehrere Wochen stillstand. Ab Mai nahm die Zahl der Arbeitsplätze wieder zu, allerdings ist das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht und das Wachstum hat sich in den vergangenen Monaten verlangsamt. Marktbeobachter erwarten, dass sich der Aufschwung im Frühling beschleunigen wird, da die Zahl der geimpften Personen stetig steigt und die Schutzmassnahmen voraussichtlich gelockert werden können. Positive Impulse könnte auch ein weiteres Corona-Hilfspaket liefern: Der US-Kongress verhandelt derzeit über ein Hilfspaket im Umfang von USD 1.9 Bio.

Biden will Corona-Konjunkturpaket notfalls auch gegen Widerstand der Republikaner im Kongress durchsetzen

Weitere Staatshilfen zur Linderung der Coronakrise sind laut US-Präsident Joe Biden unbedingt notwendig und müssen gegebenenfalls auch ohne politischen Konsens durch das Parlament gebracht werden. Millionen Amerikaner hätten durch die Folgen der Pandemie ihren Job verloren, Millionen Menschen seien mit ihren Mietzahlungen im Rückstand, Millionen Menschen hätten nicht genug zum Essen, so Biden. Angesichts dessen sehe er sich gezwungen zu handeln und das Hilfspaket auf den Weg bringen, wenn es nicht anders gehe, auch ohne die Unterstützung der Republikaner im Kongress. Das Weisse Haus wolle sich im Moment aber nach wie vor um eine überparteiliche Einigung bemühen.

Zulassung für weiteren Corona-Impfstoff beantragt

Der amerikanische Pharmakonzern Johnson & Johnson hat in den USA eine Notfallzulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Auch in Europa will das Unternehmen in den kommenden Tagen einen entsprechenden Antrag stellen. Wird das Präparat zugelassen, wäre es die erste Impfung, die nur einmal gespritzt werden muss. Ein weiterer Vorteil ist die einfachere Handhabung, da der Impfstoff bei Kühlschranktemperatur gelagert werden kann. Im Vergleich zu anderen bereits zugelassenen Impfungen ist die Wirksamkeit des Vakzins von Johnson & Johnson gemäss Studienergebnissen allerdings deutlich geringer.

Dämpfer für deutsche Industrie

Deutsche Industrieunternehmen haben im Dezember weniger Aufträge an Land gezogen als erwartet. Die Bestellungen gingen verglichen zum Vormonat um 1.9% zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Analysten hatten einen Rückgang um 1% prognostiziert. Damit sind die Auftragseingänge erstmals seit dem Ausbruch der Coronapandemie gesunken. Allerdings liegt das Bestellniveau noch immer über dem Vorkrisenniveau und hat im Jahresvergleich um 6.4% zugenommen. In den kommenden Monaten dürfte sich die Industrieproduktion weiterhin erholen, erwarten Experten. Die strengen Schutzmassnahmen in zahlreichen Ländern dürften die Dynamik aber dämpfen.

 

 

Wirtschaftskalender 8. Februar 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:50 JP Leistungsbilanz (Dezember)
n.a. China Handelsbilanz
07:45 CH Arbeitslosenquote (Januar, s.a.) 3.4%
08:00 DE Industrieproduktion (M/M, Januar) +0.9%
10:30 EZ Sentix Konjunkturausblick der Investoren (Februar) +1.3

 

Unternehmenskalender 8. Februar

Land Unternehmen Periode
JP Softbank Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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