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LGT Navigator: Börsen holen mal Luft

11. Februar 2021

Nach der jüngsten Rekordjagd versuchen die Aktienmärkte, das höhere Bewertungsniveau zu konsolidieren. Im Blick bleibt dabei vor allem das antizipierte Corona-Konjunkturpaket der USA sowie die längerfristig ausgelegte, expansive Ausrichtung der Zentralbanken. US-Notenbankchef Powell bekräftigte, dass die Wirtschaft angesichts der Coronakrise weitere Hilfen benötigt. Während die Inflationserwartungen an den Finanzmärkten angesichts der antizipierten weiteren Expansion der fiskalpolitischen Massnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie seit geraumer Zeit gestiegen sind, blieb die aktuelle Inflationsrate in den USA zu Jahresbeginn unverändert moderat.

Börsen holen mal Luft

An der Wall Street tendierten die Indizes zur Wochenmitte mehr oder weniger seitwärts, wobei zum Handelsauftakt teilweise erneut Rekordhochs notiert werden konnten. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Tagesplus von +0.2% bei 31'437.80 Punkten, während der marktbreite S&P 500 um -0.03% auf 3'909.88 Zähler und der Technologieaktienindex Nasdaq 100 um -0.23% auf 13'655.27 Punkte nachgab. Auf Unternehmensseite machten vorbörslich u.a. die Quartalszahlen von Coca-Cola Schlagzeilen, nachdem der Getränkekonzern mit seinem Gewinn pro Aktie die Analystenerwartungen übertroffen hatte. Unterdessen hielt US-Zentralbankvorsitzender Jerome Powell in einer Rede vor dem Economic Club of New York fest, dass der US-Arbeitsmarkt noch weit von einer vollständigen Erholung entfernt sei. Powell betonte, dass es mehr als eine unterstützende Geldpolitik brauche, um maximale Beschäftigung zu erreichen und zu erhalten.

In Asien verlief der Aktienhandel aufgrund von Feiertagen in Japan, Korea und China am Donnerstag ruhig. Für die europäischen Aktienbörsen signalisieren die Futures einen freundlichen Auftakt. Neben einigen Unternehmensergebnissen stehen heute u.a. auch die neusten Konjunkturprognosen der EU-Kommission (11.00 Uhr MEZ) im Mittelpunkt. Im November hatte die EU-Kommission prognostiziert, dass in der Euro-Wirtschaft 2021 mit einem Wachstum von +4.2% zu rechnen sei.

US-Inflationsrate bleibt im Januar unverändert, aber die Inflationserwartungen steigen

Während Analysten einen Anstieg der Teuerungsrate der amerikanischen Verbraucherpreise auf Jahressicht erwartet hatten, blieb die Inflationsrate im Januar mit +1.4% gegenüber dem Vormonat unverändert. Auf Monatssicht stiegen die Konsumentenpreise um +0.3%. Ohne Berücksichtigung der häufig schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise ging die Teuerungsrate im Januar sogar auf +1.4% von +1.6% im Dezember zurück. Andererseits sorgt das an den Finanzmärkten erwartete billionenschwere Konjunkturpaket der neuen Regierung unter Präsident Joe Biden für eine Zunahme der Inflationserwartungen. Bisher zeigte sich die US-Notenbank diesbezüglich aber (noch) nicht besorgt.

Teuerungsrate in Deutschland zieht zu Jahresbeginn an

In Deutschland sind die Verbraucherpreise im Januar kräftiger als erwartet gestiegen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode betrug die Teuerungsrate +1.0%, respektive auf EU-harmonisierter Basis +1.6%. Im Dezember waren die Konsumentenpreise im Jahresvergleich noch um -0.3% gesunken. Preistreibend habe sich u.a. die Mitte 2020 für ein halbes Jahr befristete Mehrwertsteuersenkung ausgewirkt, erklärte das Statistische Bundesamt.

Ifo rechnet aufgrund des «Lockdowns» mit einem erneuten Dämpfer für Deutschlands Wirtschaft

Das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo geht davon aus, dass die neuerlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Corona-Pandemie für einen erneuten Dämpfer für die deutsche Wirtschaft sorgen werden. Nach den Berechnungen des Ifo-Instituts könnte die Schliessung der konsumnahen Dienstleistungsbereiche das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2021 nochmals um knapp einen Prozentpunkt nach unten drücken. Da die Industrie- und Baukonjunktur aber weiterhin gut laufen, dürfte das Bruttoinlandsprodukt zu Jahresbeginn nicht zurückgehen, sondern stagnieren, kommentierte das Ifo.

 

 

Wirtschaftskalender 11. Februar 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 CN Feiertag
00:00 JP Feiertag
14:30 USA Erstanträge auf Arbeitslosengeld (wöchentlich) +779'000
20:00 USA Fed Halbjahresbericht zur Geldpolitik im Senat

 

Unternehmenskalender 11. Februar

Land Unternehmen Periode
CH Zurich Insurance Q4
CH Clariant Q4
FR L'Oréal Q4
FR Schneider Electric Q4
GB AstraZeneca Q4
USA Walt Disney Q4
USA PepsiCo Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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