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LGT Navigator: Corona-belastete Konjunkturaussichten trüben Börsenstimmung

16. August 2021

Japans Wirtschaft fand zwar im zweiten Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurück, bleibt jedoch durch die Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der Covid-19-Pandemie stark belastet. Gleichzeitig trübten zu Wochenbeginn schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China die Börsenstimmung in Asien. An Europas Aktienmärkten dürfte der Wochenstart ebenfalls unter negativen Vorzeichen starten. An der New Yorker Börse hatten eine Eintrübung der Konsumentenstimmung in den USA die laufende Rekordjagd bereits zuvor versanden lassen.

Corona-belastete Konjunkturaussichten trüben Börsenstimmung

An der Wall Street geriet am Freitag die Rekordjagd angesichts schwächer als erwartet ausgefallener Konjunkturdaten ins Stocken. Nachdem der Dow Jones Industrial und der S&P 500 zu Handelsbeginn nochmals Rekordwerte erreichten, verloren die Indizes vor dem Hintergrund einer Eintrübung des Konsumklimas in den USA an Schwung. Der Dow ging bei 35'515.38 Punkten (+0.04%) ins Wochenende und erzielte damit auf Wochensicht einen Gewinn von +0.87%. Der breite S&P 500 legte um +0.16% auf 4'468 Punkte zu und der Nasdaq 100 beendete den Freitag bei 15'136.68 Zählern (+0.32%). Die Aktienbörsen in Asien eröffneten die neue Woche angesichts eines anhaltend hohen Grads an Unsicherheit in Bezug auf die Pandemieentwicklung und der Konjunkturerholung mehrheitlich im negativen Bereich. In Tokio notiert der Nikkei 225-Index etwa -1.7% tiefer und in Hongkong verliert der Hang Seng-Index rund -0.7%.

Im Fokus der Investoren dürften in der neuen Woche einige Konjunkturdaten stehen, die Aufschluss auf die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum (BIP Q2 Eurozone am Dienstag) und das Konsumverhalten in den USA (US-Retail Sales ebenfalls am Dienstag) geben. Neue Indizien zur Zentralbankpolitik könnte das am Mittwoch anstehende Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank (FOMC-Minutes) sowie der Zinsentscheid der norwegischen Zentralbank am Donnerstag liefern.

Japanische Wirtschaft wächst im Q2 wieder leicht, bleibt jedoch im Schatten der Pandemie

Die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt ist im Zeitraum von April bis Juni erstmals seit zwei Quartalen wieder leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte im Vergleich zum Vorquartal um +0.3% zu, oder auf das Jahr hochgerechnet um +1.3%, womit das Wachstum höher als von Experten erwartet ausfiel. Positiv trugen insbesondere die Investitionsausgaben der Unternehmen bei, während die Konsumausgaben angesichts der nach wie vor im Zentrum stehenden Einschränkungen durch die Pandemie weiterhin schwach blieben. Infolgedessen bleiben die Aussichten auf eine robuste Erholung getrübt. Derzeit befinden sich die Covid-19-Fallzahlen in Japan auf einem Rekordhoch.

US-Konsumentenstimmung trübt sich überraschend stark ein

Die aktuellen Umfrageergebnisse der Universität Michigan deuten auf eine überraschend deutliche Eintrübung der Konsumentenstimmung in den USA hin. Das Verbrauchervertrauensbarometer fiel dabei von 81.2 auf 70.2 Punkte, wobei sich beide Komponenten der Umfrage, die Einschätzung der aktuellen Lage sowie auch die Erwartungshaltung der Privathaushalte verschlechtert haben.

Bloomberg-Umfrage: Weltwirtschaft dürfte trotz Delta-Variante auf Wachstumskurs bleiben

Das globale Wirtschaftswachstum wird im dritten Quartal voraussichtlich um +1.8% betragen und die Inflationsentwicklung könnte unterdessen ihren Höhepunkt erreichen. Darauf lässt eine aktuelle Umfrage von Bloomberg schliessen. Die Erholung scheint sich also fortzusetzen, jedoch bleibt ein hoher Grad an Unsicherheit in Bezug auf die Ausbreitung der Delta-Variante. Derzeit verläuft die Erholung der Weltwirtschaft vor dem Hintergrund der Pandemie aber uneinheitlich.

Deutsche Grosshandelspreise mit stärkstem Anstieg seit 47 Jahren

In Deutschland sind die Preise bei den Grossisten im Juli um +11.3% gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen und verzeichneten damit den kräftigsten Anstieg seit 1974! Bereits im Juni hatten die deutschen Grosshandelspreise um +10.7% und im Mai um +9.7% zugelegt. Einerseits macht sich der Basiseffekt aufgrund des niedrigen Preisniveaus im Vorjahr im Zusammenhang mit der Coronakrise bemerkbar und andererseits der Anstieg der Rohstoffpreise. Der Preisdruck ist breit gestreut, von Roh- und Schnittholz (+60%), über Mineralölerzeugnisse (+34%) bis zu Getreide, Saatgut oder Futtermittel (+21%).

Inflationsrate in Frankreich schwächt sich im Juli ab, während die Preise in Spanien kräftig steigen

In der zweitgrössten Wirtschaft der Eurozone hat sich der Teuerungsdruck im Juli abgeschwächt. So stiegen die Verbraucherpreise auf Jahressicht um +1.5% verglichen mit einer Inflationsrate von +1.9% im Juni. Auf Monatsbasis stiegen die Lebenshaltungskosten im Juli um +0.1%. Für Entlastung sorgten beispielsweise tiefere Preise für Kleidung und Schuhe.

In Spanien kletterte die Inflationsrate im Juli hingegen weiter. Im Jahresvergleich verteuerten sich die Konsumentenpreise im Schnitt um +2.9% (Vormonat +2.5%), womit das höchste Niveau seit Anfang 2017 erreicht wurde. Gestiegen sind u.a. die Preise für Dienstleistungen und Treibstoffe sowie in Restaurants und Hotels.

 

 

Wirtschaftskalender 16. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 DE Bundesbank Monatsbericht
14:30 USA New York Fed Empire State Industrieindex (August) +43.0

 

Unternehmenskalender 17. August

Land Unternehmen Periode
CH Swiss Life H1
USA Home Depot Q2
USA Walmart Q2
USA Agilent Technologies Q2
AUS BHP  Gesamtjahr

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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