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LGT Navigator: Dow Jones macht Corona-Crash wett

11. August 2020

Der Dow Jones Industrial kletterte zu Wochenbeginn trotz der anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die Pandemie und dem Verhältnis zwischen den USA und China auf den höchsten Stand seit etwas mehr als fünf Monaten. Damit eroberte der US-Leitindex das Niveau von vor dem Corona-Absturz wieder zurück. Anleger scheinen ihre Hoffnung auf eine Einigung auf ein weiteres Corona-Hilfspaket in Washington zu setzen, nachdem US-Präsident den Kongress unter Zugzwang gesetzt hat.

Dow Jones macht Corona-Crash wett

An der Wall Street kletterte der Dow Jones Industrial um +1.3% auf 27 791.44 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 25. Februar, als die Corona-Krise die internationalen Börsen auf Tauchfahrt schickte. Der marktbreite S&P 500 legte um 0.27% auf 3360.47 Zähler zu, während der technologielastige Nasdaq 100 hingegen um knapp -0.5% sank – nach einem jüngst erreichten Rekordhoch. Gestützt werden die Aktienkurse vor allem von der Aussicht auf weitere Milliardenhilfen. Nachdem im US-Kongress, also Repräsentantenhaus und Senat, die Verhandlungen über ein weiteres Konjunkturpaket zur Eindämmung der Corona-Krise vorerst gescheitert waren, hatte US-Präsident Donald Trump am Wochenende den US-Kongress mit einer präsidialen Verfügung ausgehebelt und damit zwar schnell benötigte Hilfe für Millionen von Arbeitslosen initiiert, jedoch auch für eine politische Eskalation in Washington gesorgt. Unterdessen soll US-Präsident Trump auch eine Senkung der Kapitalertragssteuer ins Gespräch bringen. 

US-chinesisches Handelsabkommen auf dem Prüfstein

Weniger Beachtung fand hingegen die anhaltende Verstimmung zwischen den USA und China. Ende dieser Woche steht eine erste halbjährliche Beurteilung des vereinbarten Handelsabkommens an. Im Januar, also noch bevor der Ausbreitung von Covid-19 um den ganzen Globus, hatten sich die USA und China auf ein Abkommen geeinigt und legten damit den bereits länger andauernden Handelsstreit (zumindest vorläufig) bei. In der Folge der Corona-Krise hat China dann aber im ersten Halbjahr nicht einmal einen Viertel der für 2020 vereinbarten US-Güter importiert. Nun drücken auch die von den USA verhängten Sanktionen gegen die chinesischen Betreiber der Video-Plattform TikTok und des Messengers WeChat auf die Stimmung. Inzwischen wächst in Peking die Frustration, dass Washington den politischen Druck aus wahlkampftechnischen Gründen hochhalten wird. US-Präsident Trump scheint im Wahlkampf gewillt, die Schraube nochmals anzuziehen.

An den asiatischen Börsenplätzen setzte sich der positive Trend zumeist fort. In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index nach einem feiertagsbedingt langen Wochenende um +1.59% auf 22 686 Punkte. In Hongkong notiert der Hang-Seng-Index +2.46% höher. Solide Konjunktursignale aus China stützten die Zuversicht. In China stieg beispielsweise der Autoabsatz im Juli so stark wie seit April 2018 nicht mehr.

Heute Nachmittag steht u.a. die Inflationsentwicklung in den USA im Mittelpunkt, wenn die Zahlen zu den Erzeugerpreisen publiziert werden. Während die Inflationserwartungen seit den Tiefständen im März bereits erheblich angestiegen sind, dürfte in den Inflationsdaten weiterhin kein verstärkter Preisdruck zu erkennen sein.

Investoren setzen auf Erholung der Euro-Wirtschaft

Das Sentix-Konjunkturbarometer für den Euroraum ist im August den vierten Monat in Folge gestiegen. Trotz wieder steigender Covid-19-Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern verbesserte sich der Stimmungsindikator der deutschen Finanzanalysefirma Sentix gegenüber dem Vormonat um 4.8 auf minus 13.4 Punkte. Das Investorenvertrauen festigte sich nicht zuletzt wegen der in Brüssel erreichten Einigung auf einen Wiederaufbaufonds, der die Euro-Wirtschaft nach dem Corona-Schock auf Erholungskurs bringen soll. Nach Einschätzung von Sentix signalisierten die Umfragewerte, dass die rund 1000 befragten Finanzexperten und institutionellen Anleger keine Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle haben. Andererseits verlaufe der Prozess der wirtschaftlichen Erholung aber zäh.

Heute erwarten wir die neusten Umfrageergebnisse des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW. Es wird ebenfalls mit einer weiteren Verbesserung gerechnet.

 

 

Wirtschaftskalender 11. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:30 GB Arbeitslosenrate gemäss ILO (Juli) 3.9%
11:00 DE ZEW-Erwartungsindex (August) 59.3
11:00 DE ZEW-Aktuelle Situation (August) -80.9
11:00 EZ ZEW-Erwartungsindex (August) 59.6
14:30 USA Erzeugerpreise (Juli, M/M) -0.2%
14:30 USA Erzeugerpreise (Juli, J/J) -0.8%
14:30 USA Kern-Erzeugerpreise (Juli, J/J) +0.1%

 

Unternehmenskalender 12. August

Land Unternehmen Periode
DE E.ON Q2
USA Cisco Systems Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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