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LGT Navigator: Erhöhte Nervosität bei Technologieaktienanlegern

27. April 2022

An der New Yorker Börse kam es am Dienstag zu einem Kursrutsch. Hatte sich die Stimmung zu Beginn der Woche noch ins Positive gedreht und wurde von Optimismus getragen, dominierten nun wieder Zins-, Inflations- und Konjunkturängste. An der Technologiebörse Nasdaq wurde der stärkste Tagesverlust seit September 2020 beobachtet. Sorgen bereiten auch die weitere Eskalation im Konflikt mit Russland sowie die Auswirkungen der Corona-«Lockdowns» in China.

Erhöhte Nervosität bei Technologieaktienanlegern

An der Wall Street fielen die Aktienindizes vor allem gegen Handelsschluss kräftig. Der Dow Jones Industrial schloss -2.38% tiefer bei 33'240.18 Punkten und notiert damit auf dem tiefsten Stand seit Mitte März. Der breite S&P 500 gab um -2.81% auf 4'175.20 Zähler nach. An der Nasdaq brachen die Indizes um rund -3.9% ein und fielen damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2021 zurück. Während die neusten Konjunkturdaten keinen Einfluss auf das Marktgeschehen hatten, standen die Quartalsergebnisse der grossen US-Technologiewerte im Mittelpunkt. Google-Muttergesellschaft Alphabet und Microsoft legten gestern nach Handelsschluss ihre Quartalszahlen vor und scheinen damit die Investoren nicht überzeugt zu haben. Die Aktien von Alphabet fielen nach Börsenschluss um rund -3% und die Microsoft-Aktie musste rund -2.5% abgeben. In den nächsten Tagen folgen weitere Tech-Schwergewichte wie Apple, Amazon oder Meta (Facebook). In Asien setzte sich der Ausverkauf an den Aktienmärkten am Mittwoch teilweise fort. In Tokio notiert der Nikkei 225-Index rund -1.8% tiefer.

US-Konsumenten etwas pessimistischer

Die Stimmung amerikanischer Verbraucher hat sich im April den neusten Umfrageerbnissen des New Yorker Wirtschaftsforschungsinstituts The Conference Board verschlechtert. Analysten waren von eigentlich von einer Verbesserung auf 108.2 Zähler ausgegangen.

Ukraine-Konferenz auf Luftwaffenstützpunkt Ramstein

Die USA haben rund 40 Staaten zu Beratungen über das weitere Vorgehen in der Ukraine-Krise eingeladen. Die Konferenz fand auf Rammstein, Deutschland, dem grössten US-Luftwaffenstützpunkt ausserhalb der Vereinigten Staaten statt. Neben US-Verteidigungsminister Lloyd Austin und US-Aussenminister Antony Blinken nahm auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg teil. Die Beratungen sollen «die dauerhafte Sicherheit und Souveränität der Ukraine sowie den Verteidigungsbedarf der Ukraine über den russischen Angriffskrieg hinaus sichern».

Unterdessen kündigte Russland an, seine Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien einzustellen.

EU-Exporte nach Grossbritannien durch Brexit ausgebremst

Die Ausfuhren aus der Europäischen Union nach Grossbritannien sind als Folge des Brexits, respektive des Ende 2020 in Kraft getretenen Handelsvertrags, regelrecht eingebrochen. Eine aktuelle Studie des London School of Economics and Political Science (LSE) betonte, dass der Handel mittlerweile «erheblich gestört» sei und zu einem «plötzlichen und anhaltenden» Rückgang der Importe aus der EU geführt habe. Britische Exporte in die EU seien hingegen in einem geringen Ausmass und lediglich vorübergehend zurückgegangen.

Wirtschaftskalender 27. April 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE GfK Konsumklima (Mai) -15.5
08:45 FR Konsumentenvertrauen (April) 91.0
10:00 CH ZEW Konjunkturerwartungen (April) -27.8
13:30 EZ EZB Präsidentin Lagarde spricht
16:00 USA Ausstehende Hausverkäufe (März, M/M) -4.1%
18:00 EZ EZB Präsidentin Lagarde spricht

 

Unternehmenskalender 27. April 

Land Unternehmen Periode
CH Credit Suisse Q1 
CH STMicro Q1
DE Mercedes-Benz Group Q1
DE Deutsche Bank Q1 
DE Puma Q1 
FR Schneider Electric Q1
FR Air Liquide Q1
ESP Iberdrola Q1
SWE Telia  Q1
SWE Skandi Enskilda Banken Q1
SWE Svenska Handelsbanken Q1
FIN Kone Q1
GB Llyods Banking Q1
GB London Stock Exchange Q1
USA Meta Q1
USA Amgen Q1
USA Ford Motor Q1
USA PayPal Q1
USA T-Mobile US Q1

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.