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LGT Navigator: Europäische Kommission will EU-Haushalt im Kampf gegen die Corona-Krise erhöhen

28. Mai 2020

Die Europäische Kommission stellte nach monatelangen Uneinigkeiten ihren Vorschlag für den EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 vor. Dieser soll ein Volumen von EUR 1.1 Bio. haben. Er hat zum Ziel, die Folgen der Corona-Krise abzumildern, aber soll auch Impulse für Klimaschutz und Digitalisierung setzen und die fiskalische Integration der Mitgliedsstaaten vorantreiben. Die Europäische Kommission macht sich zudem für einen EUR 750 Mrd. schweren Wiederaufbaufonds stark.

Coronavirus

«Das ist Europas Moment”, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im EU-Parlament und propagierte vor den Parlamentariern eine Ausdehnung des zentralen EU-Haushaltes. Zur Finanzierung der Mehrausgaben schlug die Kommissionspräsidentin eine Reihe neuer EU-eigener Einnahmequellen vor, wie zum Beispiel Emissionspapiere, eine Kohlendioxid-Grenzsteuer und einer Digitalsteuer.

Die Europäische Union hatte zuletzt schon Kredithilfen im Umfang von EUR 540 Mrd. beschlossen und stiess dabei auf den Widerstand gewisser Mitgliedsstaaten. Zusammen mit dem Wiederaufbaufonds von EUR 750 Mrd. und dem erhöhten Budget von EUR 1.1 Bio. würden sich die Corona-Massnahmen der Union mittlerweile auf EUR 2.4 Bio belaufen. Die europäischen Märkte reagierten positiv: Der Euro Stoxx 50 Index verzeichnet seit Wochenbeginn einen Kursgewinn von +5%.

Lagarde begräbt Hoffnung auf milden Konjunktureinbruch

EZB-Präsidentin Christine Lagarde teilte am Mittwoch neue Schätzungen für das 2020-BIP der Eurozone mit. Dieses dürfte nicht wie bislang angenommen zwischen -5% und -12% sinken, sondern es sei mit mindestens -8% zu rechnen. Bereits im ersten Quartal verzeichnete das BIP der Eurozone einen Rekordrückgang von -3.8%. Für das laufende Quartal rechnen Experten gar mit einem Minus zwischen -10% und -20%. Derweil annoncierte Frankreich ein Schrumpfen seiner Wirtschaft von historischen -20% alleine im zweiten Quartal.

US-Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit weiter am steigen

Das US-Arbeitsministerium veröffentlicht heute Nachmittag seinen wöchentlichen Bericht über die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung. Es wird für Mitte Mai erneut ein neuer Rekordstand erwartet, obschon die Zahl der wöchentlichen Neuanträge gemäss Markterwartung von 2.4 Mio. auf 2.1 Mio. sinken sollte. Der Bericht ist ein zuverlässiger und schneller Indikator, wie schnell sich die Arbeitsplatzsituation wieder entschärfen wird, nachdem Mitte März die Wirtschaftsaktivität in den USA im Zuge der Covid-19-Massnahmen heruntergefahren wurde. Obschon mittlerweile zahlreiche Geschäfte wieder geöffnet haben, ist dies bislang noch nicht in den Arbeitslosenzahlen ersichtlich.

 

Wirtschaftskalender 28. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
11:00 Eurozone Konsumentenvertrauen -18.8
14:00 Deutschland Konsumentenpreisindex (im Jahresvergleich) 0.9%
14:30 USA Neuanmeldungen Arbeitslosengeld 2 438 000

 

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.