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LGT Navigator: Europas Börsen können die jüngsten Verluste abschütteln

8. September 2020

Während die US-Aktienmärkte am Labor Day geschlossen blieben, konnten sich die europäischen Börsenindizes zu Wochenbeginn vom jüngsten Rückschlag erholen. Positive Konjunkturindikatoren aus der Eurozone und China sowie die Aussicht auf die anhaltend expansive Geldpolitik der grossen Zentralbanken stützten die Kurse. In Asien belasteten aber erneute Spannungen zwischen den USA und China sowie ein stärker als erwarteter Einbruch der japanischen Wirtschaft im zweiten Quartal die Anlegerstimmung.

Europas Börsen können die jüngsten Verluste abschütteln
Börse in Frankfurt

Der EuroStoxx 50 legte zum Wochenstart um +1.64% auf 3 314.07 Punkte zu, nachdem der europäische Leitindex in der vergangenen Woche, getrieben von den Gewinnmitnahmen an der Wall Street, an Boden verloren hatte. In Frankfurt stieg der DAX am Montag um +2% und in Paris und London wurde ein Tagesgewinn von +1.8%, respektive +2.4% notiert. Der FTSE 100 profitierte dabei von einem durch die festgefahrenen Brexit-Verhandlungen geschwächten Pfund. In Asien wurden die Aktiennotierungen einmal mehr durch Spannungen zwischen den USA und China belastet, nachdem US-Präsident Donald Trump warnte, die Handelsbeziehungen mit China einzuschränken. Dies muss aber sicherlich vor dem Hintergrund des laufenden Präsidentschaftswahlkampfs gesehen werden.

Japans Wirtschaft verbucht Rekordeinbruch

Die weltweit drittgrösste Volkswirtschaft verzeichnete im zweiten Quartal vor dem Hintergrund der Corona-Krise einen bisher noch nie gemessenen Einbruch auf Jahressicht um -28.1%. Unter der Pandemie leiden vor allem auch die Konsumausgaben die im Juli um -7.6% gegenüber der Vorjahresperiode zurückgegangen sind. Da die Wirtschaftsleistung bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen rückläufig war befindet sich Japan bereits jetzt in einer Rezession. Nächste Woche wird dann die Bank of Japan über ihren weiteren geldpolitischen Kurs entscheiden. Mit einer Anpassung wird derzeit an den Kapitalmärkten aber nicht gerechnet.

Deutsche Investoren bleiben laut Sentix zuversichtlich

Das monatlich publiziert Stimmungsbarometer des deutschen Finanzanalyseunternehmens Sentix zeigte, dass sich der Konjunkturausblick der befragten Anleger im September weiter aufgehellt haben. Der Indikator legte dabei den fünften Monat in Folge auf minus acht Punkte zu. Die konjunkturelle Erholung nach dem Corona-bedingten Einbruch der Weltwirtschaft setzt sich auch Anfang September fort. Die Rezession sei aber noch nicht überwunden, kommentierte Sentix die neusten Umfragewerte. Das Analysehaus befragt jeden Monat rund 1 000 Investoren. Die aktuelle Umfrage wurde vom 3. bis 5. September durchgeführt.

Neue Brexit-Runde bereits festgefahren?

Die erneut aufgenommenen Gespräche über die Beziehungen Grossbritanniens mit der Europäischen Union nach dem Ausscheiden des Königreichs scheinen bereits jetzt unter keinem guten Stern zu stehen. Kurz vor der Gesprächsrunde über das Brexit-Anschlussabkommen hatte der britische Premier Boris Johnson von der EU mehr Tempo und Entgegenkommen gefordert. Die Zeit drängt, denn bis Mitte Oktober muss eine Einigung erzielt werden, damit ein Deal überhaupt noch ratifiziert werden kann. Ansonsten droht doch noch ein «harter» Brexit. Der britische Chefunterhändler David Frost fügte hinzu, dass Grossbritannien auch im Falle eines «No-Deal-Brexit» nichts zu befürchten habe. Heute wird nun EU-Unterhändler Michel Barnier in London zu einer neuen Gesprächsrunde erwartet.

 

 

Wirtschaftskalender 8. September

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Exporte (Juli, M/M) +14.9%
08:00 DE Importe (Juli, M/M) +7.0%
11:00 EZ BIP Q2 (Revision, Q/Q) -12.1%

 

Unternehmenskalender 13. September  

Land Unternehmen Periode
USA Oracle Q1

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.