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LGT Navigator: Fed-Zinsentscheid im Fokus – 25 oder 50 Basispunkte?

4. Mai 2022

Die amerikanische Notenbank wird heute Abend mit einer weiteren Erhöhung des Leitzinses dem starken Inflationsdruck entgegentreten. Die Frage ist, wie gross der antizipierte Zinsschritt ausfallen wird, nämlich 25 oder 50 Basispunkte. Mit Spannung werden vor allem die Ausführungen des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zum weiteren geldpolitischen Kurs und zur Einschätzung des Inflations- und Konjunkturausblicks erwartet. In Brüssel laufen unterdessen die Diskussionen um ein Ölembargo gegen Russland auf Hochtouren.

Fed-Zinsentscheid im Fokus – 25 oder 50 Basispunkte?

Die US-Aktienmärkte setzten am Dienstag ihre Erholung vom Einbruch Ende der vergangenen Woche fort, jedoch blieb der Handel volatil. Der Dow Jones Industrial schloss bei 33'128.79 Punkten +0.20% höher als am Vortag und der S&P 500 legte um knapp ein halbes Prozent auf 4'175.48 Punkte zu. Vor dem heute Abend erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank dürften sich die Anleger nun zurückhalten. Am Anleihenmarkt blieb die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere knapp unter 3% stabil. Mit der antizipierten weiteren und wahrscheinlich deutlichen Zinserhöhung um 50 Basispunkte und der absehbaren Reduktion der aufgeblähten Notenbankbilanz wird die amerikanische Zentralbank die Ära des ultra-billigen Geldes endgültig hinter sich lassen. Der Entscheid fällt heute Abend um 20:00 Uhr (MEZ) gefolgt von der mit Spannung erwarteten Pressenkonferenz von Fed-Chef Powell um 20:30 Uhr.

Von Seiten der «Earnings Season» lieferte u.a. Pfizer ein solides Quartalsergebnis. Die Covid-19-Impfung und die Pille «Paxlovid» gegen einen schweren Verlauf der Corona-Erkrankung sorgten für ein Gewinn- und Umsatzplus über den Markterwartungen.

Australiens Zentralbank erhöht Leitzins

Die Reserve Bank of Australiens (RBA) hat gestern ihren Schlüsselzins erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder angehoben. Mit einem Zinsschritt um 25 Basispunkte beträgt der Leitzins nun +0.35%. Analysten hatten mit einer Zinserhöhung gerechnet, jedoch in der Mehrheit einen moderateren Schritt um 15 Basispunkte antizipiert. Angesichts des weltweit zunehmenden Inflationsdrucks stellte die RBA auch eine weitere geldpolitische Straffung in Aussicht.

EU bringt Ölembargo gegen Russland auf den Weg

EU-Staaten sollen einem Vorschlag der EU-Kommission zufolge in Zukunft kein russisches Öl mehr importieren. Dies soll Teil eines neuen Sanktionspakets gegen Russland sein, das heute in Brüssel vorgestellt wird. Um den Verzicht für einige EU-Länder (höchstwahrscheinlich Ungarn und die Slowakei) mit hoher Abhängigkeit zu erleichtern, sollen Übergangsfristen von sechs bis acht Monaten gelten. Neben dem Ölembargo sollen die Sanktionen auch neue Strafmassnahmen gegen Unternehmen, wie beispielsweise die Sberbank, die grösste russische Bank, beinhalten. Um die neuen Sanktionen umzusetzen, ist die Zustimmung aller 27 EU-Staaten notwendig.

Erzeugerpreise im Euroraum steigen weiter

Der Preisauftrieb auf Herstellerebene hat in den Euroländern im März weiter zugenommen. Die Produzentenpreise stiegen dabei im Rekordtempo um +36.8% gegenüber der Vorjahresperiode. Energie kostete mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Neben dem Ukraine-Krieg sorgen auch die Auswirkungen der Corona-«Lockdowns» in China für anhaltende Störungen der weltweiten Lieferketten und verteuern damit viele Güter. Die Entwicklung der Produzentenpreise schlägt teilweise verzögert auf die Verbraucherpreise durch. Der kräftige Anstieg der Produzenten- und Konsumentenpreise setzt die Europäische Zentralbank immer stärker unter Druck, ihre Geldpolitik zu straffen.

Arbeitslosenrate in der Eurozone fällt auf Rekordtief

Im Euroraum erreichte die offizielle Arbeitslosenquote im März mit 6.8% (Vormonat 6.9%) den niedrigsten Stand seit der Euro-Einführung. Noch vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenrate 8.2% betragen, damit ging die Arbeitslosigkeit auf Jahressicht um 1.93 Millionen zurück. Den bisher höchsten Stand erreichte die Arbeitslosenrate in der Eurozone in der Folge der Euro-Krise mit 12%. 

Wirtschaftskalender 4. Mai 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 JP Feiertag
08:00 DE Exporte (März, M/M) +6.4%
08:00 DE Importe (März, M/M) +4.5%
09:45 IT Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (April) 52.1
09:50 FR Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (April) 57.5
09:55 DE Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (April) 54.5
10:00 EZ Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (April) 55.8
11:00 EZ Einzelhandelsumsätze (März, M/M) +0.3%
14:15 USA ADP Beschäftigung Privatwirtschaft 455'000
14:30 USA Handelsbilanz (März)  USD -89.2 Mrd.
15:45 USA Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (April) 55.1
16:00 USA ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister (April) 58.3
20:00 USA FOMC Zinsentscheid +0.5%
20:30 USA Fed Pressekonferenz

Unternehmenskalender 4. Mai

Land Unternehmen Periode
CH Geberit Q1
DE Volkswagen Q1 
DE Fresenius Q1
DE Hugo Boss Q1
DE Hannover Rück Q1
DE Siemens Healthineers Q2
FR EDF Q1
IT Enel Q1
IT Ferrari Q1
DKK Vestas Q1
USA Moderna Q1
USA Uber Q1
USA Ebay Q1

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.