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LGT Navigator: Fehlende Impulse und Pandemiesorgen halten Börsen in Schach

6. Juli 2021

Ohne die amerikanischen Börsen, die feiertagsbedingt dem Geschehen fernblieben, fehlten zum Wochenbeginn frische Impulse. Anleger wagten sich trotz starker Konjunkturdaten nicht aus der Deckung und so tendierten Europas Börsen am Montag seitwärts. In Asien bleibt die Tendenz uneinheitlich und kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio dominiert auch die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Delta-Variante.

Fehlende Impulse und Pandemiesorgen halten Börsen in Schach

Während in den USA zu Wochenbeginn die Kapitalmärkte aufgrund des Nationalfeiertages am Vortag geschlossen blieben, blieb der europäische Aktienbenchmark EuroStoxx 50 fast unverändert gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Schlussstand: 4’087.37 Punkte (+0.07%). In Paris schloss der CAC 40 +0.22% höher bei 6'567.54 Zählern und in London ging der FTSE 100,  angetrieben von steigenden Rohstoffaktien, mit einem Tagesgewinn von +0.58% bei 7'164.91 Punkten aus dem Montagshandel. In Asien war am Dienstag keine einheitliche Tendenz auszumachen. Im Mittelpunkt bleibt vor allem die Pandemieentwicklung und die Zentralbankpolitik. In Australien kündigte die Notenbank an, die Leitzinsen wahrscheinlich noch bis 2024 auf rekordtiefem Niveau (+0.1%) zu halten und ihre Anleihekäufe fortzusetzen, jedoch in einem geringeren Umfang, was den Beginn eines sachten «Tapering» bedeutet.

Euro-Einkaufsmanagerindex erklimmt 15-Jahreshoch

Der für die Privatwirtschaft zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI) von IHS Markit für die Eurozone legte im Juni revidierten Angaben zufolge auf 59.5 (erster Ausweis 59.2) von 57.1 Punkten im Vormonat zu und erreichte damit den höchsten Wert seit 15 Jahren. Nach Einschätzung von IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson hat die Konjunkturerholung in Europa im Juni einen Gang zugelegt, aber auch der Inflationsdruck zugenommen. So haben die Dienstleister ihre Preise so stark erhöht wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

Sentix-Stimmungsbarometer klettert auf höchsten Stand seit Februar 2018

Den neusten Umfrageergebnissen des deutschen Finanzmarktanalyseunternehmens Sentix zufolge beurteilen die befragten Investoren und institutionellen Anleger die Konjunkturperspektiven für die Eurozone nochmals zuversichtlicher. Der Konjunkturindikator legte dabei um 1.7 auf 29.8 Punkte zu und notiert damit auf dem höchsten Niveau seit fast dreieinhalb Jahren. Die Erholung der Euro-Konjunktur schreite weiter voran und die deutsche Wirtschaft sei in einer «boomartigen Verfassung», kommentierte Sentix.

EU-Umfrage: Klimawandel ist grösste globale Herausforderung

Einer von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge beurteilt eine Mehrheit der befragten EU-Bürger derzeit den Klimawandel als grösstes globales Problem, noch vor Armut, Infektionskrankheiten und der wirtschaftlichen Situation. Neun von zehn Befragten halten den Klimawandel für ein ernstes Problem, wobei fast acht von zehn die Klimakrise als sehr ernst bezeichnen. Knapp neun von zehn Europäerinnen und Europäern hielten es deshalb für wichtig, dass sich die EU ehrgeizige Ziele setze, um verstärkt erneuerbare Energien zu nutzen und die Verbesserung der Energieeffizienz zu unterstützen. Die Umfrage ist im Vorfeld des umfassenden Massnahmenpakets «Fit for 55» der EU publiziert worden.

Wirtschaftskalender 6. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Auftragseingang Industrie (Mai, M/M) -0.2%
11:00 DE ZEW-Konjunkturerwartungen Investoren (Juli) 79.8
11:00 EZ ZEW-Konjunkturerwartungen Investoren (Juli) 81.3
11:00 EZ Einzelhandelsumsätze (Mai, J/J) +23.9%
16:00 USA ISM-Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Juni) 64.0

 

Unternehmenskalender 6. Juli

Land Unternehmen Periode
GB Sainsbury Q2 Umsatz

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.