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LGT Navigator: Goldpreis auf neuem Höhenflug

9. Juli 2020

Angeheizt durch die aktuelle wirtschaftliche und politische Unsicherheit und die Massnahmen der Zentralbanken, stieg der Goldpreis am Mittwoch über USD 1800 pro Unze, zum ersten Mal seit den Rekordhochs im Jahr 2011 von über USD 1920. Analysten rechnen mit weiteren Kursgewinnen, da das Metall seinen Wert während der Coronavirus-Turbulenzen voraussichtlich halten wird.

Gold

Die Spot-Goldpreise gegenüber dem US-Dollar sind in den letzten 14 Monaten um 40% gestiegen. Das Rekordhoch des Jahres 2011 von über 1920 USD pro Unze ist wieder in Reichweite. Die Ursache für den Preisanstieg, namentlich die durch die Coronavirus-Massnahmen, die Zinssenkungen und die Zentralbankgeldflut verursachte Unsicherheit, wird nicht so schnell nachlassen. Die Furcht vor Inflation ist sehr präsent, da sie in der Regel eine Abwertung aller anderen nicht realen Vermögenswerte zur Folge hätte, was Gold noch attraktiver macht. Die Opportunitätskosten für das Halten des renditelosen Edelmetalls sind nahezu rekordtief, was sich in negativen Realrenditen bei festverzinslichen Wertpapieren widerspiegelt. All dies führte zu einem beispiellosen Kaufrausch mit enormen Flüssen in Goldengagements, sowohl physisch als auch über Instrumente wie ETFs. So sind von Januar bis Juni 734 Tonnen des Edelmetalls in die Instrumente geflossen, die mit Gold hinterlegt werden, hat der Branchenverband World Gold Council mitgeteilt. Weltweit beläuft sich das Volumen in Gold-ETFs auf einen Rekordwert von 3621 Tonnen.

IWF drängt zu Haushaltsreformen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) beobachtet mit Sorge den steigenden Schuldenberg, sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern, aufgrund der Ausgaben für die Coronavirus-Stimulierung. Er fordert die Länder nachdrücklich auf, Steuerreformen in Angriff zu nehmen, sobald die Pandemie abgeklungen ist. Laut dem IWF-Beamten Mitsuhiro Furusawa ist es nach diesen Regierungsreaktionen auf die Gesundheitskrise nun das erste Mal überhaupt, dass die globale Staatsverschuldung auf über 100% des kombinierten globalen BIP ansteigt.

Japanische Investitionsgüter weniger hart getroffen als erwartet

Die Maschinenbestellungen in Japan stiegen im Mai unerwartet an, nachdem die Unternehmensgewinne unter der Coronavirus-Pandemie gelitten haben. Der Anstieg der Auftragseingänge wurde durch die Nachfrage aus dem Dienstleistungssektor verursacht, die den Einbruch der externen Aufträge und der Fertigungsaufträge verdeckte. Dies trübt die Aussichten für die exportorientierte japanische Wirtschaft. Die Kernaufträge stiegen im Mai um 1.7%, nach einem Einbruch von 12.0% im April, dem schnellsten Rückgang seit 2018. Die Auftragseingänge aus Übersee sanken im Juni um 18.5% auf den niedrigsten Stand seit 2010. Japan rutschte im ersten Quartal in eine Rezession, da die Pandemie-Massnahmen die Probleme für Unternehmen und Haushalte noch verstärkten. Diese waren bereits durch die Steuererhöhung des letzten Jahres und die unzureichende globale Nachfrage ins Schwierigkeiten geraten.

Deutscher Rekord-Rettungsschirm bewilligt

Nach monatelanger Diskussion hat die Europäische Kommission den deutschen Corona-Rettungsschirm WSF (Wirtschaftsstabilisierungsfonds) gebilligt. Somit stehen der Bundesrepublik Deutschland nun EUR 600 Mrd. zur Stabilisierung der Wirtschaft zur Verfügung, wie das Finanz- und Wirtschaftsministerium mitteilte. Gespräche mit einzelnen deutschen Grossunternehmen seien bereits geführt geworden. Die Europäische Kommission hätte die Kompetenz, Wettbewerbsverzerrungen und ungleiche staatliche Beteiligung zu verhindern.

Wirtschaftskalender 9. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 USA Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung 1 427 000
01:50 Japan Neubestellung Maschinen (Privatsektor) -12%

Unternehmenskalender 14. Juli

Land Unternehmen Periode
USA JPMorgan Chase Q2
USA Citigroup Q2

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.