Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Hat die Inflation in den USA ihren Höhepunkt überschritten?

12. August 2022

Nach dem Rückgang der Teuerungsrate bei den Verbraucher- und Erzeugerpreisen in den USA steht nun die Frage im Raum, ob die Inflation im Sommer ihren Höhepunkt erreicht hat und von einer weiteren Abschwächung des Inflationsdrucks auszugehen ist. Erste Einschätzungen von Seiten der US-Notenbank zeigen sich skeptisch und es dürfte vorerst mit einer unveränderten Haltung hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen des Fed gerechnet werden müssen.

Hat die Inflation in den USA ihren Höhepunkt überschritten?

An der Wall Street versiegte der Optimismus hinsichtlich einer langsameren Gangart der US-Notenbank schnell wieder und die Indizes mussten einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder abgeben. Der Dow Jones Industrial ging praktisch unverändert bei 33'336.67 Punkten (+0.08%) aus dem Handel und der S&P 500 schloss -0.07% tiefer bei 4'207.27 Zählern. An der technologielastigen und zinssensiblen Nasdaq verloren die Indizes am Donnerstag rund -0.6%.

Unter Druck standen insbesondere Aktien aus dem Pharmasektor. Nachdem die französische Sanofi wegen potenzieller Produkthaftungsklagen in Verbindung mit dem Medikament «Zantac» abverkauft wurde, gerieten auch andere Aktien aus dem Sektor wie GlaxoSmithKline, Pfizer oder Johnson & Johnson unter Verkaufsdruck.

Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum tendierten zum Wochenschluss uneinheitlich, nachdem sie am vorangegangenen Tag teilweise kräftig zugelegt hatten. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund +2.5% höher und in Hongkong geht der Hang Seng-Index mit einem Tagesgewinn von rund einem halben Prozent in das Wochenende. Unterdessen gaben die Märkte auf dem chinesischen Festland nach. Der Shanghai Composite und der Shenzhen Component verloren heute etwa -0.25%. 

Am Anleihenmarkt kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf knapp 2.9%, nachdem die neusten Inflationsdaten aus den USA eingepreist waren und sich Vertreter der US-Notenbank dahingehend geäussert hatten, dass es noch zu früh sei für Optimismus hinsichtlich der weiteren Inflationsentwicklung.

US-Erzeugerpreise schwächen sich stärker als erwartet ab

Ein weiteres hoffnungsvolles Zeichen aus den USA in Sachen Inflationsentwicklung: Die Erzeugerpreise sind im Juli auf Jahressicht mit +9.8% deutlich weniger stark gestiegen als noch im Juni, als eine Steigerungsrate von +11.3% notiert wurde. Ökonomen waren im Schnitt von einem moderateren Rückgang auf +10.4% ausgegangen. In der Kernrate, also ohne Energie, betrug die Teuerungsrate der Produzentenpreise im letzten Monat +7.6% (Konsens +7.7%) nach +8.4% im Juni. Auf Monatssicht gingen die Erzeugerpreise im Juli um -0.5% zurück, womit der erste Rückgang seit April 2020 – dem Beginn der Corona-Pandemie – beobachtet wurde.

Fed-Spitzenvertreter sehen Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen

Mary Daly, Präsidentin der Fed von San Francisco, und ihr Kollege von der Federal Reserve Minneapolis, Neel Kashkari, warnten, dass der Rückgang der Inflationsrate in den USA im Juli zwar ein willkommenes positives Zeichen ist, die Notenbank aber «noch weit davon entfernt sei, den Sieg über die Inflation zu verkünden». Das Fed müsse die Zinsen weiter straffen, bis der Preisdruck vollständig gebrochen sei. Kashkari betonte, er habe in den Daten zur Verbraucherpreisentwicklung im Juli nichts gesehen, was die Notwendigkeit ändert, den Leitzins bis zum Jahresende auf 3.9% und bis Ende 2023 auf 4.4 % anzuheben. Aktuell liegt der Schlüsselzins der Fed bei 2.25-2.5%. Auch Charles Evans, Chef Fed von Chicago, bezeichnete die Inflation als nach wie vor «inakzeptabel hoch».

OPEC senkt Ausblick für globale Öl-Nachfrage

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Erdöl im laufenden Jahr geringer ausfallen wird als bisher erwartet. In ihrem Monatsbericht prognostiziert das in Wien ansässige Kartell ein Weltwirtschaftswachstum von +3.1% in diesem Jahr verglichen mit der vorherigen Annahme von +3.5%. Basierend darauf rechnet die OPEC mit einer geringeren Ölnachfrage von durchschnittlich 100 Millionen Barrel pro Tag (bisher 100.3 Mio.). Für das nächste Jahr wird eine Nachfrage von täglich 102.7 Millionen Barrel antizipiert.

  

Wirtschaftskalender 12. August 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB BIP Q2 (Q/Q) +0.8%
08:00 GB Industrieproduktion (Juni, J/J) +0.9%
08:45 FR Verbraucherpreise (Juli, J/J) +6.8%
09:00 ES Verbraucherpreise (Juli, J/J) +10.8%
11:00 EZ Industrieproduktion (Juni, M/M) +0.8%
16:00 USA Konsumentenstimmung (August) 51.5

 

Unternehmenskalender 15. August

Land Unternehmen Periode
DE Henkel Q2

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

 

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

Risikohinweis (Disclaimer)
Bei dieser Publikation handelt es sich um eine Werbeunterlage/Marketingmitteilung. Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertenstellung und kein öffentliches Inserat und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Diese Publikation ist nur für den Empfänger bestimmt und darf weder in elektronischer noch in anderer Form an Dritte weitergeleitet, vervielfältigt oder veröffentlicht werden. Der Inhalt dieser Publikation ist von Mitarbeitenden der LGT verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen sind daher nicht so zu interpretieren, dass sich seit ihrer Publikation die Verhältnisse nicht geändert haben oder die Informationen immer noch aktuell seien. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheidungen getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher kein zuverlässiger Indikator für eine positive Performance in der Zukunft. Das Risiko von Kurs- und Fremdwährungsverlusten aufgrund einer für den Anleger ungünstige Wechselkursentwicklung kann nicht ausgeschlossen werden. Es besteht die Gefahr, dass die Anleger nicht den vollen Betrag zurückerhalten, den sie ursprünglich investiert haben. Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Im Falle von Simulationen wird darauf hingewiesen, dass sich die Zahlenangaben auf eine simulierte frühere Wertentwicklung beziehen und dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse ist.

Die bei der Ausgabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kommissionen und Kosten werden dem Anleger individuell belastet und finden deshalb keine Berücksichtigung in der dargestellten Wertentwicklung. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden jedweder Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbietet oder von einer Bewilligung abhängig macht. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt sowie potentielle Investoren haben sich selbst im Heimat-, Wohnsitz- oder Sitzland bezüglich der gesetzlichen Anforderungen sowie allfälligen steuerlichen Konsequenzen, Fremdwährungsrestriktionen oder Fremdwährungskontrollen und anderen Aspekten, welche vor dem Entscheid über die Zeichnung, den Erwerb, den Besitz, den Austausch, die Rückgabe oder eine andere Handlung in Bezug auf solche Anlagen relevant sind, umfassend zu informieren, sich angemessen beraten zu lassen sowie etwaige Beschränkungen einzuhalten. Den mit der Erstellung dieser Publikation betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in dieser Publikation erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen. Zu allfälligen genannten Finanzinstrumenten stellen wir Ihnen gerne jederzeit und kostenlos weitere Unterlagen zur Verfügung, wie beispielsweise ein Basisinformationsblatt nach Art. 58 ff. des Finanzdienstleistungsgesetzes (BIB), einen Prospekt gemäss Art. 35 ff des Finanzdienstleistungsgesetzes oder ein gleichwertiges ausländisches Produktinformationsblatt, z.B. ein Basisinformationsblatt nach der Verordnung EU 1286/2014 für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte (PRIIPS KID).

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.