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LGT Navigator: Hoffnung auf nachlassenden Inflationsdruck gibt Börsen Aufwind

15. August 2022

Eine etwas geringere Inflation in den USA hat den Börsen weltweit Rückenwind beschert. Doch die Hoffnung auf einen schnellen Rückgang der Inflation und in der Folge eine moderatere Gangart der Zentralbank hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen, scheint dennoch verfrüht. Jüngste Aussagen von Spitzenvertretern der US-Notenbank deuten jedenfalls nicht auf einen Kurswechsel hin.

Hoffnung auf nachlassenden Inflationsdruck gibt Börsen Aufwind

An der Wall Street verbuchten die Indizes am Freitag, getrieben durch die Technologiewerte, solide Tagesgewinne und eine positive Wochenbilanz. Der Dow Jones Industrial schloss +1.27% höher bei 33'761.05 Punkten, womit über die Woche gesehen ein Plus von knapp drei Prozent resultierte. Der S&P 500 legte um +1.73% auf 4'280.15 Zähler zu und verzeichnete damit ein Wochenplus von +3.3%. Die Technologiebörse Nasdaq stieg am Freitag um gut zwei Prozent und auf Wochensicht um rund +2.7%. Der Nasdaq 100-Index erholte sich seit dem Tief im Juni um mehr als +20%.

In Asien eröffnen die Aktienmärkte die neue Woche uneinheitlich. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund +1.2% höher und in Hongkong handelt der Hang Seng-Index rund -0.3% im Minus. Neuste Konjunkturdaten aus China blieben hinter den Erwartungen zurück. So verlangsamte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze im Juli auf Jahressicht um -2.7% und Chinas Industrieproduktion war im Juli mit +3.8% geringer als von Ökonomen prognostiziert. In der Folge senkte die chinesische Zentralbank am Montag überraschend erstmals seit Januar den Zinssatz für einjährige Refinanzierungsgeschäfte mit den Banken um zehn Basispunkte auf 2.75%.

Am Anleihenmarkt notiert die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen aktuell bei 2.84%. Der US-Doller konnte unterdessen von den besser als erwartet ausgefallenen Daten zum US-Konsumklima profitieren und setzte den Euro unter Druck. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel unter 1.03 und notiert aktuell bei rund 1.0250.

Japans Wirtschaft im zweiten Quartal wieder gewachsen

Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrössten Volkswirtschaft hat zwischen April und Juni um +0.5% zum Vorquartal oder annualisiert um +2.2% zugenommen. Gestützt wurde Japans Konjunktur vor allem durch den Privatkonsum, der im Q2 dank gelockerter Corona-Massnahmen um +1.1% zulegte.

US-Konsumentenstimmung leicht verbessert, jedoch auf historisch tiefem Niveau

«Trotz der Stärke auf dem Arbeitsmarkt und einiger Anzeichen einer Verbesserung der Inflation bleibt die Stimmung der amerikanischen Konsumenten im historischen Vergleich sehr niedrig», kommentierte die Universität Michigan die neusten Umfrageergebnisse. Das Verbrauchervertrauensbarometer verbesserte sich dabei von 51.5 Zählern im Juli auf 55.1 Punkte im August. Nachdem die Konsumentenstimmung im Juni auf ein Rekordtief von 50.0 Zählern eingebrochen war, wurde mit einer moderateren Aufhellung auf 52.5 Punkte gerechnet.

US-Importpreise weiter gesunken

Aus den USA erreichte uns am Freitag noch ein Zeichen, welches darauf hindeuten könnte, dass der Inflationstrend vorläufig seinen Höhepunkt erreicht hat. Wie das Arbeitsministerium in Washington berichtete, hat sich der Preisauftrieb bei den Importen im Juli stärker als erwartet abgeschwächt. Die Importpreise stiegen auf Jahressicht noch um +8.8% verglichen mit einer Steigerungsrate von +10.7% im Juni. Analysten hatten mit +9.4% gerechnet. Damit hat sich die Dynamik bei den US-Importpreisen bereits den vierten Monat in Folge verringert.

Industrie im Euroraum robuster als gedacht

Die Industrie in der Eurozone steigerte ihre Produktion im Juni deutlich kräftiger als von Ökonomen prognostiziert. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich die Herstellung um +0.7% verglichen mit einem Konsens von +0.2%. Zudem wurden die Daten für Mai auf nach oben revidiert, von ursprünglich +0.8% auf +2.1%. Insbesondere die Produktion von Investitionsgütern legte im Juni kräftig um +2.6% auf Monatssicht zu.

Anhaltend rasanter Preisauftrieb in Spanien

Die Inflationsrate in Spanien blieb im Juli auf rekordhohem Niveau. Im Jahresvergleich stiegen die spanischen Konsumentenpreise um +10.7%. Im Vormonat hatte die Rate +10.0% betragen. Stärkste Treiber blieben die Energiekomponente, aber auch höhere Lebensmittelpreise.

Grossbritanniens Wirtschaft im zweiten Quartal leicht geschrumpft

Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Q2 gegenüber dem ersten Quartal um -0.1% zurückgegangen, womit die Wirtschaft etwas besser abschnitt als erwartet (Konsens -0.2%). Der Rückgang folgte auf einen Zuwachs von +0.8% im Q1.

  

Wirtschaftskalender 15. August 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
01:50 JP BIP Q2 (Q/Q) -0.1%
06:00 FL Feiertag
14:30 USA NY Fed Empire State Industrieindikator (August) +11.1
16:00 USA NAHB-Immobilienmarktindex (August) +55.0

 

Unternehmenskalender 15. August

Land Unternehmen Periode
DE Henkel Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.