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LGT Navigator: Japans Zentralbank hebt Inflationsprognose an, hält aber an ultralockerer Politik fest

18. Januar 2022

Während die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen blieben, starteten Europas Aktienmärkte positiv in die neue Woche dank positiver Impulse durch die geldpolitische Lockerung der chinesischen Zentralbank. Heute Morgen bekräftigte die Bank of Japan ihre nach wie vor expansive Geldpolitik, korrigierte aber ihre Inflationsprognose nach oben und zeigte sich etwas optimistischer in ihrem Wachstumsausblick.

Japans Zentralbank hebt Inflationsprognose an, hält aber an ultralockerer Politik fest

Die Bank of Japan hat heute wie erwartet die Leitzinsen unverändert bei -0.1% belassen und bestätigte ihre ultraexpansive geldpolitische Ausrichtung. Andererseits geht Japans Zentralbank aber davon aus, dass sich der rohstoffbedingte Preisanstieg ausweiten werde und damit Japan die Deflation nachhaltig überwinden könnte. Die BoJ geht nun für das im April beginnende Fiskaljahr von einer Verbraucherpreisteuerung von +1.1% aus (vorherige Prognose +0.9%). Zudem hob die Notenbank ihre Inflationsprognose für das Jahr 2023 leicht von +1.0% auf +1.1% an. Insgesamt seien die Risiken für die Preisentwicklung «ausgewogen». Im Oktober hatte die Zentralbank die Preisrisiken als eher abwärtsgerichtet beschrieben. Im Konjunkturausblick erhöhte die BoJ ihre Wachstumsprognose für das nächste Fiskaljahr und geht nun von einem BIP-Wachstum von +3.8% anstatt +2.9% aus.

An der Tokioter Börse wurde die Ankündigung der Bank of Japan neutral aufgenommen und setzte keine neuen Impulse. Auch an anderen Aktienmärkten in Fernost verlief der Handel am Dienstag ohne klaren Trend.

Europas Aktienmärkte sind zu Wochenbeginn positiv gestartet und der EuroStoxx 50 legte am Montag um rund +0.7% zu, nachdem der Leitindex am Freitag um etwa ein Prozent nachgegeben hatte. Angesichts des Feiertags in den USA blieben die Börsenumsätze aber relativ dünn und es fehlten frische Impulse.

OECD-Frühindikator signalisiert Abflauen des Wachstumstrends in Industriestaaten

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) weist in ihrem gestern vorgelegten Bericht darauf hin, dass sich die Dynamik des Wirtschaftsaufschwungs nach der Coronakrise in einigen führenden Industriestaaten abflachen könnte. Genannt wurden die Eurozone, Grossbritannien, Japan oder Kanada. In den USA sei andererseits mit einem stabilem Wachstumstrend zu rechnen, jedoch unter dem Langzeittrend. In den Schwellenländern deuten die Frühindikatoren der OECD ebenfalls auf eine Abschwächung hin, und insbesondere Chinas Wirtschaft sei hinter den Langzeittrend zurückgefallen.

Italiens Inflationsrate auf höchstem Stand seit 13 Jahren

In Italien stiegen die Lebenshaltungskosten im Dezember auf Jahressicht um +4.2%. Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise erreichte damit den höchsten Wert seit Mitte 2008. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Konsumentenpreise um +0.5%.

Cyberangriffe sind nach Einschätzung der Allianz die grösste Gefahr für Unternehmen

Einer aktuellen Studie des zum deutschen Versicherungskonzerns Allianz gehörenden Industrieversicherers AGCS stellen Angriffe von Hackern für Unternehmen das grösste Risiko dar. Als weitere Risiken wurden genannt: Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen und Pandemien. Im sogenannten «Risikobarometer» befragte AGCS Ende letzten Jahres 2’650 Unternehmen in 89 Ländern. Schätzungen gehen davon aus, dass durch Cyberkriminalität im vergangenen Jahr weltweit Schäden in Höhe von etwa sechs Billionen Dollar verursacht wurden und diese bis 2025 auf über zehn Billion Dollar ansteigen könnten.

  

Wirtschaftskalender 18. Januar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Arbeitslosenrate (Dezember, J/J) +4.2%
08:30 CH Erzeugerpreise (Dezember, J/J) +5.8%
08:30 CH World Economic Forum
11:00 DE ZEW Investoren Wirtschaftsausblick Deutschland +29.9
11:00 EZ ZEW Investoren Wirtschaftsausblick Eurozone  +26.8
13:00 OPEC Monatsbericht
14:30 USA NY Fed Empire State Industrieindex (Januar) +31.9
16:00 USA NAHB Wohnungsmarktindex (Dezember) +84.0

 

Unternehmenskalender 18. Januar

Land Unternehmen Periode
CH Lindt & Sprüngli  Jahresumsatz
USA Goldman Sachs Q4 
AUS BHP Group Q1 Produktion

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.