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LGT Navigator: Knappes Angebot verteuert Ölpreise

24. Juni 2021

Die amerikanischen Börsen legen zur Wochenmitte eine Verschnaufpause ein. Die europäische Wirtschaft profitiert von den Lockerungen der Corona-Massnahmen und erlebt einen Boom wie zuletzt 2006, während sich die Wachstumsdynamik in den USA auf hohem Niveau verlangsamt.

Ölpreis

Nach einem starken Wochenstart haben die amerikanischen Aktienmärkte am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Der S&P 500 schloss -0.1% leichter und der Dow Jones gab -0.2% nach. Der Technologieindex Nasdaq Composite verzeichnete leichte Gewinne (+0.1%) und schloss damit erneut auf einem Rekordhoch. 

Jüngste Zahlen deuten darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA auf hohem Niveau abschwächen dürfte. So ist der Einkaufsmanagerindex im Juni von 68.7 auf 63.9 Punkte gefallen, wie IHS Markit am Mittwoch mitteilte. Das Konjunkturbarometer liegt damit aber noch immer deutlich über dem Schwellenwert von 50 und signalisiert eine Beschleunigung der Wirtschaftsaktivität.

Ölpreis klettert auf Zweijahreshoch

Die Ölpreise sind am Mittwoch zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Oktober 2018 gestiegen, nachdem die Lagerbestände in Rohöl in den USA unerwartet stark geschrumpft sind. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach dem Rohstoff, da im Zuge der Lockerungen der Corona-Massnahmen unter anderem die Reisetätigkeit wieder zunimmt. Die Nordseesorte Brent kostete im Handelsverlauf bis zu USD 76.02 pro Fass, und die amerikanische Sorte WTI verteuerte sich bis auf USD 74.25. Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis um rund 45% gestiegen, was zwar teilweise auf die Konjunkturerholung zurückzuführen ist, gleichzeitig ist der Engpass aber durch die Produktionskürzungen der erdölexportierenden Länder (OPEC) verschärft worden. In den Fokus rückt daher das nächste Treffen des Ölkartells, das sich am 1. Juli über das weitere Vorgehen beraten wird. 

Europäische Wirtschaft brummt

Die Lockerungen der Corona-Massnahmen bescheren der europäischen Wirtschaft glänzende Aussichten. So kletterte der Einkaufsmanagerindex, der die Aktivität im Industrie- und Dienstleistungssektor im Währungsraum misst, im Juni um +2.1 auf 59.2 Punkte und verzeichnete damit das kräftigste Wachstum seit 15 Jahren, wie das das Institut IHS Markit am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 58.8 Zähler gerechnet. Ab einer Schwelle von 50 signalisiert das Barometer eine Ausweitung der Geschäftsaktivität. Der Aufschwung gewinnt dabei zunehmend an Breite. So ist die Industrieproduktion das zwölfte Mal in Folge gestiegen, angefacht von der boomenden Nachfrage. Aber auch im Servicesektor gewinnt die Belebung an Fahrt, wobei die Geschäfte derzeit so gut laufen, wie seit 2007 nicht mehr. Vor allem das Gastgewerbe und die Reisebranche profitieren von den gelockerten Schutzmassnahmen. Markit erwartet, dass sich der Aufschwung im Sommer fortsetzen wird und insbesondere auch konsumnahe Unternehmen erfassen wird.

Schweizer Konjunktur dürfte stärker als erwartet wachsen

Schweizer Ökonomen erwarten für das laufende Jahr im Durchschnitt ein Wirtschaftswachstum von +3.5%. Damit haben sie die Prognose verglichen zum Vorquartal leicht angehoben, wie die Konjunkturforschungsstelle (KOF) mitteilte. Im März rechneten die Konjunkturexperten noch mit einem BIP-Wachstum von +3.3%. Unverändert bleiben die Wachstumserwartungen für 2022, die weiterhin bei +2.2% liegen. Auch die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich besser als bislang prognostiziert entwickeln. So rechnen die befragten Ökonomen per Ende Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 3.1%, und mit +3.0% per Ende 2022. Damit haben sie die Werte verglichen zum März deutlich nach unten revidiert (2021: +3.6%, 2022: +3.3%). Etwas stärker dürfte dagegen der Anstieg der Konsumentenpreise ausfallen und dieses Jahr +0.5% betragen, gefolgt von +0.7% im kommenden Jahr. 

 

 

Wirtschaftskalender 24. Juni 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 EZ Monatsbericht EZB
13:00 UK Zinsentscheid Bank of England
14:30 USA Bruttoinlandprodukt (Q1) +6.4%

 

Unternehmenskalender 24. Juni

Land Unternehmen Periode
USA Nike Q4

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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