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LGT Navigator: Positiver Wochenstart dank starker Vorgaben aus Tokio

15. Februar 2021

Zum Wochenauftakt überschritt der Nikkei-Index an der Tokioter Börse erstmals seit mehr als 30 Jahren die Marke von 30'000 Punkten, nachdem neuste Daten bestätigten, dass sich die Erholung der japanischen Wirtschaft im Schlussquartal 2020 fortgesetzt hat. Während in den USA die Börsen aufgrund eines Feiertages (George Washington Day) gänzlich geschlossen bleiben, starten die europäischen Aktienmärkte mit einer positiven Grundstimmung in die neue Handelswoche.

Positiver Wochenstart dank starker Vorgaben aus Tokio

Zum Ende der vergangenen Woche hielten sich die Börsenindizes in New York nahe den zuvor erreichten Rekordhochs. Der Dow Jones schloss kaum verändert bei 31'458.40 Zählern (+0.09%) und der S&P 500 wie auch der technologielastige Nasdaq 100 legten um +0.47% auf 3'934.83 Punkte, respektive um +0.53% auf 13'807.70 Zähler zu. Nach wie vor im Fokus ist die Hoffnung auf Fortschritte beim seit langem antizipierten weiteren Corona-Konjunkturpaket. Positiv vermerkt wurde auch, dass die neue US-Regierung zur Förderung der Impfkampagne mit den Herstellern Moderna und Pfizer/BioNTech einen Vertrag über jeweils 100 Millionen zusätzliche Corona-Impfdosen unterzeichnet hat.

Für Europas Börsen signalisieren die Futures-Märkte am durch die Coronakrise getrübten Rosenmontag einen positiven Wochenstart, nachdem der europäische Leitindex EuroStoxx 50 bereits am Freitag mit einem soliden Tagesgewinn von +0.65% bei 3'695.61 Punkten geschlossen hatte. Heute treffen sich (ab 15:00 Uhr) die Finanzminister der 19 Eurostaaten, die sogenannte Eurogruppe, und beraten über die aktuelle konjunkturelle Entwicklung sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemiebekämpfung. Die Finanzminister wollen darüber beraten, wie der Euro als Weltwährung im Wettbewerb mit dem US-Dollar weiter gestärkt werden kann.

Japans Wirtschaft setzt Erholung fort – Nikkei bei über 30'000 Punkten

Die japanische Wirtschaft hat den Erholungstrend im Schlussquartal 2020 fortgesetzt. Vorläufigen Daten zufolge legte das BIP der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr hochgerechnet um +12.7% etwas stärker als von Analysten erwartet zu. Im Vorquartal war Japans BIP annualisiert um revidierte +22.7% gestiegen. Es war das erste Mal nach drei Quartalen, dass die Wirtschaft des Landes wieder zulegte, nachdem Japan im Zuge der Coronakrise in eine schwere Rezession gerutscht war. Im Gesamtjahr 2020 schrumpfte die Wirtschaft aber um -4.8% – der erste Rückgang seit 2009. An der Tokioter Börse wurden die Daten positiv aufgenommen und der Nikkei-Index legt kräftig um +1.91% zu und überschritt die wichtige Marke von 30'000 Punkten. Die positiven Vorgaben der Wall Street sowie die Nachricht, dass Japan dem Coronaimpfstoff des US-Konzerns Pfizer und BioNTech die Zulassung erteilt hat, beflügelten den Index. Weniger als sechs Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio soll nun sofort die Impfkampagne in Japan beginnen.

Draghi soll Italien mit einer Expertenregierung aus der Coronakrise führen

Der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank Mario Draghi (73) soll Italien mit einer neuen Regierungsmannschaft aus der Coronakrise führen. In Rom haben der neue parteiunabhängige Regierungschef und sein parteiübergreifendes Einheitskabinett ihre Arbeit aufgenommen. Im Fokus steht in erster Linie die Bewältigung der Pandemie. Hierfür muss die neue Regierung Pläne für den Einsatz der EU-Milliarden zum Corona-Wiederaufbau bei der EU in Brüssel abliefern. Daran war der vorherige Premier Guiseppe Conte schlussendlich gescheitert.

Amerikaner blicken mit Sorge in die nähere Zukunft

Die Konsumentenstimmung in den USA hat sich im Februar unerwartet eingetrübt. Das von der Universität von Michigan erhobene Verbrauchervertrauensbarometer fiel gegenüber dem Vormonat um 2.8 auf 76.2 Punkte – der niedrigste Wert seit August 2020. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 80.9 Zähler gerechnet. Deutlich verschlechtert haben sich insbesondere die Erwartungen der Privathaushalte. Die Konsumenten erwarten nun auch verstärkt einen Anstieg der Inflation. Der Indikator der Uni Michigan basiert auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.

Biden setzt erste Eckpunkte seiner Umweltpolitik

Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden kündigte Ende der letzten Woche an, dass das Energieministerium Fördermittel in Höhe von USD 100 Mio. bereitstellen werde, um kohlenstoffarme Energietechnologien zu unterstützen. Die Aufsicht hat die neugegründete National Climate Task Force, die von Biden zur Bekämpfung des Klimawandels ins Leben gerufen wurde. Die Regierung sei der Überzeugung, dass ein aggressiver Wechsel zu einer sauberen Energiewirtschaft die US-Wirtschaft wiederbeleben und Arbeitsplätze schaffen kann. «Wir positionieren Amerika, um gut bezahlte, gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze auf gerechte Weise in Gemeinden im ganzen Land zu schaffen, die an der Spitze der neuen Fertigung für saubere Energie und neue Technologien, Werkzeuge und Infrastrukturen stehen werden, die uns helfen, uns an ein sich veränderndes Klima anzupassen», kommentierte das Weisse Haus.

Coronakrise lässt Wirtschafsleistung Grossbritanniens im 2020 einbrechen

Die britische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr infolge der Covid-19-Pandemie drastisch geschrumpft. Dem Statistikamt ONS in London zufolge, fiel das Bruttoinlandsprodukt um -9.9% gegenüber dem Vorjahr. Stark zurückgegangen seien im Coronajahr insbesondere sowohl die Haushaltsausgaben als auch die Unternehmensinvestitionen. Im Vergleich zur deutschen Wirtschaft brach das britische BIP damit doppelt so stark aus. Zumindest zeichnet sich ersten Schätzungen zufolge im Schlussquartal 2020 aber eine leichte Erholung in Grossbritannien ab.

 

 

Wirtschaftskalender 15. Februar 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 USA, CAN, CN, HK Feiertag
10:00 EZ Industrieproduktion (Dezember, J/J) -0.6%
10:00 EZ Handelsbilanz (Dezember)  +EUR 25.8 Mrd.

 

Unternehmenskalender 15. Februar

Land Unternehmen Periode
GB BHP Group Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.