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LGT Navigator: Powell garantiert Kontinuität an der US-Notenbankspitze

23. November 2021

US-Präsident Biden nominierte den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit und setzt damit auf Kontinuität an der Spitze der US-Notenbank inmitten der geldpolitischen Wende. An den Finanzmärkten wurde der gewichtige Personalentscheid gut aufgenommen. Powell leitete das Fed durch die turbulente Trump-Präsidentschaft und die Coronakrise. Nun kann er sich auch im weiterhin herausfordernden Umfeld zunehmender Inflationsrisiken, fragiler Konjunkturerholung und der bevorstehenden Zinswende beweisen. 

Powell garantiert Kontinuität an der US-Notenbankspitze

US-Präsident Joe Biden spricht dem bisherigen Notenbankchef Jerome Powell (68) sein Vertrauen aus und nominierte ihn für eine zweite Amtszeit. Powell, der 2018 vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump ins Amt berufen wurde, setzte sich dabei gegen seine Kollegin Lael Brainard durch. Die promovierte Ökonomin war bereits seit 2014 Mitglied im siebenköpfigen Zentralbankrat. Sie soll nun die Nummer zwei an der Notenbankspitze werden. Unter der Führung Powells senkte das Fed in der Folge der Coronakrise den Leitzins auf praktisch Null und flutete die Finanzmärkte mit Liquidität. In seiner zweiten Amtszeit kann sich Powell nun auch in der bereits kommunizierten geldpolitischen Wende beweisen. Die Nominierung muss noch im US-Senat bestätigt werden.

Futures-Kontrakte signalisieren, dass die US-Zentralbank die Zinssätze bis Juni nächsten Jahres um 25 Basispunkte anheben wird – bisher wurde frühestens im Juli 2022 mit der effektiven Zinswende des Fed gerechnet.

US-Börsen erklimmen nochmals Rekordhöhen, können Gewinne aber nicht halten

An der Wall Street wurde der Personalentscheid an der Spitze des Fed positiv aufgenommen und die Aktienindizes wie auch der Greenback legten in einer ersten Reaktion zu. Zum Schluss des Tages konnten die Indizes aber ihre Gewinne nicht halten und der Dow Jones Industrial schloss praktisch unverändert zum Vortag bei 35'619.25 Punkte (+0.05%) und der S&P 500 gab gar um -0.32% auf 4'682.94 Zähler nach. Zuvor hatte das breite Börsenbarometer aber noch ein neuerliches Rekordhoch erreicht. An der Technologiebörse setzten nach den jüngsten Rekordhochs Gewinnmitnahmen ein und so resultierte zu Wochenbeginn ein kräftiges Minus von gut einem Prozent. Ins Gewicht fielen insbesondere die Verluste bei Amazon (-2.8%) oder Alphabet (-1.8%).

In Asien tendierten die Aktienindizes am Dienstag ohne eindeutige Tendenz. Während in Japan wegen eines Feiertages kein Handel stattfand, gaben die Kurse in Hongkong spürbar nach. Der Hang-Seng-Index notiert rund -1.2% tiefer gegenüber dem Vortagesschluss. In Shanghai legte der Composite-Index hingegen leicht um etwa +0.25% zu.

In Europa deuten die Futures eine negative Börseneröffnung an. Im Mittelpunkt bleibt hier die sich weiter zuspitzende Pandemielage und die Sorge vor einschneidenden Corona-Massnahmen.

Inflationsrate in Deutschland könnte laut Bundesbank auf knapp sechs Prozent steigen

Die deutsche Bundesbank geht in ihrem aktuellen Monatsbericht davon aus, dass die Teuerungsrate der Verbraucherpreise im November möglicherweise bis auf knapp +6% gestiegen ist. Im Oktober betrug die Inflationsrate noch +4.6%. Die Einschätzung der Notenbank bleibt aber die gleiche. So sei der grösste Teil des rasanten Anstiegs auf Sondereffekte wie die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer in Deutschland ab Sommer 2020 während der Coronakrise zurückzuführen – ein Effekt, der aber ab Januar 2022 entfallen werde. Andererseits könnten durch die gestiegenen Energiepreise – allen voran die Erdgaspreise – die Inflation in den folgenden Monaten noch für längere Zeit deutlich über +3% bleiben. Warnend weist die Bundesbank auch auf entsprechend negative Auswirkungen der durch die neue Regierungskoalition auf Ende 2022 geplante Anhebung des Mindestlohnes hin. Dies könnte «nicht zu vernachlässigende Ausstrahlungseffekte» auslösen.

Wirtschaftskalender 23. November

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 JP Feiertag
08:00 DE BIP Q3 (Revision, Q/Q) +1.8%
08:00 DE Importpreise (Oktober, J/J) +17.7%
09:15 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Oktober) 54.7
09:30 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Oktober) 52.0
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Oktober) 54.2
15:45 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Oktober) 57.6

 

Unternehmenskalender 23. November

Land Unternehmen Periode
CH Clariant Kapitalmarkttag
DE E.ON Kapitalmarkttag
USA Dell Q3
USA Hewlett-Packard Q4
USA  Medtronic Q2
USA Best Buy Q3
USA Analog Devices Q4

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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