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LGT Navigator: Rekordjagd an Wall Street

5. Februar 2021

Gute Makrodaten haben den US-Börsen am Donnerstag zu neuen Höchstständen verholfen. Im Fokus stehen heute die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen. Analysten erwarten, dass die US-Wirtschaft im Januar neue Stellen geschaffen hat. Die Konjunkturprognose für die Schweiz ist hingegen nach unten revidiert worden.

Wall Street

Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Donnerstag auf neuen Höchstständen geschlossen, nachdem im Tagesverlauf positive Wirtschaftsdaten veröffentlicht worden waren. Der S&P 500 kletterte +1.1% auf 3'871.74 Punkte und der Nasdaq Composite avancierte +1.2% auf 13'777.74 Zähler. Der Dow Jones Industrial stieg +1.1% auf 31'055.86 Punkte und notierte damit knapp unter dem bisherigen Höchst. Für gute Stimmung sorgen derzeit auch die Unternehmensergebnisse. An der Wall Street ist die Gewinnsaison in vollem Gange. Von den 500 S&P-500-Konzernen haben bislang 184 ihre Resultate vorgelegt, wobei rund 84% die Analystenerwartungen übertroffen haben.

An den asiatischen Märkten geht es am Freitag ebenfalls aufwärts. In Tokio gewinnt der Nikkei +1.5%, in Hongkong notiert der Hang Seng +0.7% fester und der Shanghai Composite gewinnt +0.4%. 

US-Arbeitsmarkt im Fokus

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesunken. So haben sich in der Woche bis zum 30. Januar 779'000 Amerikaner zum ersten Mal arbeitslos gemeldet, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Damit sind die Zahlen die dritte Woche in Folge gesunken, obwohl Analysten mit einer Zunahme gerechnet hatten. Im Fokus steht heute der Arbeitsmarktbericht, der um 14.30 Uhr Schweizer Zeit veröffentlicht wird. Marktbeobachter erwarten, dass die Wirtschaft im Januar 50'000 neue Stellen geschaffen hat, nachdem im Dezember noch 140'000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Die Arbeitslosenrate dürfte unverändert auf 6.7% verharren.

Britische Notenbank bestätigt Zinspolitik

Die Bank of England hat ihren geldpolitischen Kurs am Donnerstag bestätigt. Der Leitzins beträgt damit weiterhin 0.1% und auch die Anleihenkäufe würden fortgeführt, teilte die britische Notenbank mit. Die Währungshüter verwiesen auf die unsichere Konjunkturlage, in der sich Grossbritannien seit Ausbruch der Coronapandemie befindet. Zudem erklärten sie, die Geldpolitik weiter zu lockern, sollte sich die Situation verschärfen.

Konjunkturprognose für die Schweiz nach unten revidiert

Die Schweizer Wirtschaft dürfte sich 2021 langsamer als erwartet erholen. So hat die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum von 3.2% auf 2.1% gesenkt. Das KOF verweist auf den zweiten Lockdown, der die Wirtschaftsaktivität dämpft, da beispielsweise Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Aber auch das Auftreten verschiedener Virusmutationen sowie der langsame Start der Impfkampagne dürften die Konjunktur noch bis ins zweite Quartal belasten, erwarten die Ökonomen. Das KOF prognostiziert, dass die Schweizer Wirtschaft das Vorkrisenniveau erst wieder Ende 2021 erreichen wird. 

Konsumlaune trübt sich ein

Auch die Konsumlaune der Schweizer hat sich zum Jahresauftakt eingetrübt. Der Index der Konsumentenstimmung, der quartalsweise erhoben wird, lag im Januar bei -14.6 Punkten und notierte somit tiefer als im Oktober (-12.8). Damit hat sich der Index zwar von seinem Rekordtief während der Coronakrise erholt (-39.3 Punkte im April), liegt aber immer noch deutlich unter dem langjährigen Mittel von -5 Zählern. Die Konsumenten schätzten insbesondere den Ausblick für die Konjunkturentwicklung pessimistischer ein, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Zudem hätten die Sorgen um die Arbeitsplatzsicherheit sowie die eigene Budgetplanung zugenommen, meldete das Seco.

Schleppendes Weihnachtsgeschäft im europäischen Einzelhandel

Die europäischen Einzelhändler haben im Dezember mehr verdient als im Vormonat, allerdings ist das Weihnachtsgeschäft weniger erfolgreich verlaufen als erhofft. So ist der Umsatz um +2% gestiegen, nachdem er im November noch um -5.7% geschrumpft ist. Analysten hatten ein Plus von +2.8% prognostiziert. Die Unterschiede in den einzelnen Euroländern sind gravierend. So hatten deutsche Einzelhändler fast -10% weniger in der Kasse, da die Geschäfte in der zweiten Dezemberhälfte geschlossen blieben. Dagegen erzielte der Detailhandel in Frankreich ein Umsatzplus von +22.3%.

 

 

Wirtschaftskalender 05. Februar 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:30 JP Ausgaben der Privathaushalte (J/J, Dezember) +1.1%
08:00 DE Auftragseingang der Industrie (M/M, Dezember) +2.3%
14:30 USA Arbeitsmarktbericht: Anzahl neuer Stellen (Januar) -140'000

 

Unternehmenskalender 5. Februar

Land Unternehmen Periode
FR BNP Paribas Q4
FR Sanofi Q4
DE Linde Q4
USA Estée Lauder Companies Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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