Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Ruhiger Monatsausklang erwartet

31. Mai 2021

Aufgrund eines Feiertags in den USA (Memorial Day) wie auch in Grossbritannien (Spring Bank Holiday) und den Ende dieser Woche anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, dürfte die Handelswoche ruhig beginnen. In Asien tendieren die Aktienindizes uneinheitlich, nachdem an der Wall Street am Freitag der Dow & Co anfängliche Gewinne nicht halten konnten und mit äusserst moderaten Gewinnen ins Wochenende gingen. In Europa darf angesichts fehlender neuer Impulse mit einem ruhigen Monatsausklang gerechnet werden.

Ruhiger Monatsausklang erwartet

An der New Yorker Börse zeigten sich die Indizes vor dem verlängerten Wochenende angesichts jüngst recht solider Wirtschaftsdaten und der Aussicht auf weitere fiskalpolitische Unterstützung robust, vermochten aber die zu Handelsbeginn verbuchten Gewinne nicht über die Ziellinie zu retten. Gewinnmitnahmen sorgten dafür, dass der Dow Jones Industrial schlussendlich nur um +0.19% auf 34 529,45 Punkte zulegten konnte. Der Leitindex verbuchte damit auf Wochensicht ein bescheidenes Plus von +0.9%. Der S&P 500 +0,04% schloss am Freitag praktisch unverändert gegenüber dem Vortag bei 4'204.11 Zählern (+0.08%). Am Anleihenmarkt gab die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen leicht auf 1.58% nach. In Asien sorgten sowohl die schlechter als erwartet ausgefallene Industrieproduktion in Japan, als auch die leicht gesunkenen Einkaufsmanagerindizes (PMI) in China für einen leicht negativen Wochenauftakt.

US-Arbeitsmarktbericht – das Highlight dieser Woche

Heute soll die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) um 10:00 Uhr (MEZ) ihre aktuelle Konjunkturprognosen vorlegen. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Impfkampagnen und der Eindämmung der Corona-Pandemie wird ein leicht zuversichtlicher Blick in die Zukunft erwartet. Das Hauptereignis der Woche steht aber erst am kommenden Freitag an, wenn die neusten US-Arbeitsmarktzahlen publiziert werden. Analysten gehen von einem starken Zuwachs von rund +650'000 Jobs aus, nachdem im April deutlich weniger Stellen geschaffen worden waren als prognostiziert.

EZB-Spitzenvertreterin sieht Euro-Wirtschaft am Wendepunkt

EZB-Direktorin Isabel Schnabel zeigt sich zuversichtlich, da sich die Konjunkturaussichten im Euroraum dank sinkender Corona-Infektionszahlen und fortschreitender Impfkampagnen deutlich aufgehellt hätten. Vor diesem Hintergrund werde der EZB-Rat am 10. Juni entscheiden, ob das jüngst nochmals erhöhte Kaufvolumen des Pandemieprogramms PEPP fortgesetzt werden soll. Ausschlaggebend werde die Einschätzung hinsichtlich der Finanzierungsbedingungen und des Inflationsausblicks sein.

Starker Anstieg der Importpreise in Deutschland

Die Preise deutscher Einfuhren haben sich im April stärker als erwartet um +1.4% gegenüber dem Vormonat und im Vergleich zum Vorjahr um +10.3% erhöht. Auf Jahressicht wurde damit die stärkste Preissteigerung seit Dezember 2010 notiert. Getrieben wurde die Erhöhung der Importpreise insbesondere durch die Energiepreise, welche im Jahresvergleich aufgrund des Basiseffekts der Coronakrise um 101.3% zulegten und damit die höchste jährliche Steigerungsrate seit über zehn Jahren auswiesen. Die Entwicklung der Importpreise gilt als ein Indiz für die Inflationsentwicklung.

Frankreich zurück in der Rezession bei höchster Inflationsrate seit Ende 2018

Die französische Wirtschaft steckte im ersten Quartal erneut in einer «technischen» Rezession. Den am Freitag publizierten revidierten Daten zufolge ging die Wirtschaftsleistung der zweitgrössten Volkswirtschaft in der Eurozone um -0.1% zum Vorquartal zurück. Dies nachdem das französische BIP bereits im Schlussquartal 2020 um -1.5% geschrumpft war. Aufgrund des harten Lockdowns stagnierten insbesondere der Privatkonsum und auch die Investitionen erhöhten sich zu Jahresbeginn nur geringfügig. Gleichzeitig trieben höhere Energiepreise die Inflation in Frankreich im Mai auf den höchsten Stand seit Ende 2018. Die Verbraucherpreise stiegen auf Jahressicht um +1.8% verglichen mit einer Teuerungsrate von +1.6% im April.

Wirtschaftskalender 31. Mai

MEZ Land Indikator Letzte Periode
00:00 USA/GB Feiertag
08:00 DE Importpreise (Mai, J/J) +6.9%
09:00 SP Verbraucherpreise (Mai, J/J) +2.0%
11:00 IT Verbraucherpreise (Mai, J/J) +1.0%
14:00 DE Verbraucherpreise (Mai, J/J) +2.1%

 

Unternehmenskalender 1. Juni

Land Unternehmen Periode
USA Dell Q1
USA Zoom Video Q1

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.