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LGT Navigator: SNB hält angesichts wenig Spielraums an ihrem Kurs fest

26. März 2021

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bekräftigte wie erwartet ihren geldpolitischen Kurs. Angesichts der nach wie vor hohen Unsicherheiten im Konjunkturausblick und der ständigen Gefahr einer unerwünschten Aufwertung des Frankens hat die SNB nach wie vor nur wenig Spielraum. An der Wall Street tendierten die Indizes uneinheitlich. Einerseits sorgte die von US-Präsident Biden versprochene, schneller als erwartete Impfkampagne in den USA für Konjunkturoptimismus und eine stärkere Nachfrage nach zyklischen Werten und Bankaktien. Andererseits blieben Technologieaktien unter Druck.

SNB hält angesichts wenig Spielraums an ihrem Kurs fest

Die US-Börsen schlossen am Donnerstag nach einem volatilen Handel ohne einheitlichen Trend. Der Dow Jones Industrial ging mit einem Tagesgewinn von +0.62% bei 32'619.48 Punkten aus dem Rennen, während der marktbreite S&P 500 um +0.52% auf 3'909.52 Zähler zulegte. US-Banken bauten ihre Gewinne im nachbörslichen Handel aus, nachdem die US-Notenbank (Fed) ein Ende der Dividendenbeschränkungen aus der Pandemie-Ära signalisierte. An der Nasdaq standen die Technologiewerte hingegen weiterhin unter Abgabedruck und der Nasdaq 100 schloss -0.14% tiefer bei 12'780.51 Punkten. Am Anleihenmarkt stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen nach einer glanzlosen Auktion von siebenjährigen Anleihen leicht auf rund 1.63% an.

In Asien verzeichneten die meisten Aktienindizes heute Morgen Gewinne und auch die europäischen Aktien-Futures deuten einen positiven Start in den Freitagshandel an. Heute steht insbesondere die regelmässige Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts im Mittelpunkt.

SNB ohne Spielraum

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält an ihrer geldpolitischen Ausrichtung und damit auch am Negativzins fest. Der Leitzins verharrt bei -0.75% und die SNB betont weiterhin, dass der Franken zu hoch bewertet sei. Die Notenbank werde daher am Devisenmarkt aktiv bleiben, um eine Aufwertung des Frankens zu unterbinden. In ihrem Konjunkturausblick geht die SNB im laufenden Jahr von einer deutlichen Erholung der Schweizer Wirtschaft aus und prognostiziert ein BIP-Wachstum von 2.5-3.0%. In ihrer aktuellen Inflationsprognose rechnet die Zentralbank mit einem etwas verstärkten Teuerungsdruck. Die Inflationsrate werde demnach in diesem Jahr im Schnitt bei +0.2% liegen (bisher 0.0%). 2022 und 2023 wird nun aufgrund antizipierter höherer Erdölpreise und eines schwächeren Frankens eine Inflationsrate von +0.4% (bisher +0.2%) und +0.5% erwartet.

Fed lockert Dividendenmoratorium für US-Banken

Die Federal Reserve wird den meisten amerikanischen Geschäftsbanken ab Juli wieder erlauben, Dividenden auszuschütten und eigene Aktien zurückzukaufen. Davon profitieren sollen alle Banken, die den bevorstehenden Stresstest zur Prüfung der Kapitalpuffer erfolgreich bestehen, kommentierte die Fed.

Positive Konjunkturlagen aus den USA

Die amerikanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2020 etwas stärker gewachsen als in einer ersten Schätzung angenommen. Revidierten Daten des Handelsministeriums zufolge expandierte das Bruttoinlandsprodukt mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von +4.3%. Die vorherige Annahme war von +4.1% ausgegangen. Das relativ moderate Wachstum zum Jahresende folgte einer fulminanten Erholung im dritten Quartal mit einer annualisierten Rate von +33.4% nach dem historischen Konjunktureinbruch im zweiten Quartal und den in der Folge wieder gelockerter Pandemie-Massnahmen. Ein ebenfalls positives und aktuelleres Zeichen lieferten die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten. So gingen die Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung in der letzten Woche um 97'000 Anträge gegenüber der Vorwoche auf 684'000 zurück. Der Rückgang war damit deutlich stärker als von Analysten angenommen (Konsens 730'000). Derzeit nehmen in den USA etwa 3.9 Mio. Personen Arbeitslosenhilfe in Anspruch.

EZB will Orientierungshilfe bei «grünen Anleihen» bieten

Nach Aussagen von Notenbankchefin Christine Lagarde könnte die Europäische Zentralbank (EZB) dem Markt eine Orientierungshilfe für «grüne Anleihen» liefern. Als einer der grössten Käufer von «grünen Anleihen» beobachte die EZB genau, wie ihre Aktionen die Marktentwicklung beeinflussen könnten. Eine Standardisierung könne entstehenden Märkten dabei helfen, an Liquidität zu gewinnen und ermutige Wachstum. In diesem Kontext könnten die Zulassungskriterien der EZB eine nützliche Orientierungshilfe sein, so Lagarde.

 

Wirtschaftskalender 26. März 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Einzelhandelumsätze (Februar, J/J) -5.7%
08:00 SP BIP Q4 (Q/Q, Revision) +16.4% (Q3)
10:00 DE Ifo-Geschäftsklima (März) 92.4
10:00 IT Unternehmensstimmung (März) 99.0
10:00 IT Konsumentenstimmung (März) 101.4
13:30 USA Konsumausgaben (Februar, M/M) +2.4%
13:30 USA Persönliche Einkommen (Februar, M/M) +10.0%
13:30 USA PCE-Kern (Inflations) Index (Februar, J/J) +1.5%
15:00 USA Konsumentenvertrauen Universität Michigan (März) 83.0

 

Unternehmenskalender 26. März

Land Unternehmen Periode
DE BASF Capital Markets Day

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.