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LGT Navigator: Social-Media-Aktien setzen Wall Street unter Druck

25. Mai 2022

Eine Gewinnwarnung des Social-Mediakonzerns Snap belastete den gesamten Technologiesektor und zog die Indizes an der Nasdaq um mehr als zwei Prozent nach unten. Die Nervosität und die Volatilität auf dem Börsenparket bleibt nach wie vor spürbar und der Sorgencocktail aus hoher Inflation, steigenden Zinsen und Konjunkturrisiken dürfte weiterhin für eine hohe Schwankungsanfälligkeit der Anlegerstimmung sorgen. Heute Abend dürfte unter anderem das Protokoll (FOMC-Minutes) zum letzten Zinsentscheid der US-Notenbank im Fokus stehen.

Social-Media-Aktien setzen Wall Street unter Druck

An der New Yorker Börse standen einmal mehr die Technologiewerte im Mittelpunkt. Snap hatte angekündigt, dass die Gewinn- und Umsatzprognosen für das zweite Quartal wegen sich verschlechternder gesamtwirtschaftlicher Trends nicht eingehalten werden können. Daraufhin brach die Aktie um mehr als -40% ein. Die Gewinnwarnung von Snap verstärkten erneut die Sorge, dass sich das Wirtschaftswachstum nicht nur in den USA angesichts der hohen Inflation und steigender Zinsen abschwächen und die Weltwirtschaft in eine Rezession abrutschen könnte. In der Folge fielen die Indizes an der Nasdaq gestern um rund -2.2%. Der Kurseinbruch bei Snap belastete auch andere Social-Media-Werte. So brach auch die Aktie der Foto-Plattform Pinterest um fast -25% ein. Die Aktie von Meta (Facebook) musste einen Tagesverlust von knapp -8% hinnehmen und auch der Anteilsschein der Google-Mutter Alphabet fiel um rund -5%. Negativ schloss auch der breite S&P 500, der bei 3'941.48 Punkten um -0.81% tiefer schloss als am Vortag. Der Dow Jones Industrial verbuchte während des Handelstages ebenfalls Verluste konnte sich aber kurz vor Schluss noch knapp ins positive Terrain retten und beendete den Dienstag bei 31'928.62 Zählern (+0.15%). Belastet wurde die Anlegerstimmung auch durch schlechter als erwartete Daten vom US-Immobilienmarkt. Die Verkäufe neuer Häuser gingen im April um -16.6% gegenüber dem Vormonat zurück, während Analysten gerade mal mit einem Rückgang von knapp -2% gerechnet hatten. Der Rückgang der «New Home Sales» war bereits der Vierte in Folge.

An Asiens Aktienbörsen war zur Wochenmitte kein klarer Trend ersichtlich. In Tokio notiert der Nikkei 225-Index praktisch unverändert zum Vortag, während der Hang Seng-Index in Hongkong um +0.5% zulegt. In Shanghai legt der Composite-Aktienindex um rund +0.8% zu.

EZB-Präsidentin Lagarde sieht keine unmittelbare Rezessionsgefahr

Nach Einschätzung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde steuert die Euro-Wirtschaft aus aktueller Sicht trotz des anhaltenden Konflikts in der Ukraine nicht auf eine Rezession zu – dies sei nicht das Basisszenario der Europäischen Zentralbank (EZB). Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos  verwies Lagarde unter anderem auf eine tiefe Arbeitslosigkeit.

Konsensfindung in der EZB-Spitze zur bevorstehenden Zinswende

Robert Holzmann, Präsident der österreichischen Notenbank und EZB-Ratsmitglied hält eine mögliche Anhebung des Leitzinses im Juli um 50 Basispunkte für «angemessen». Zu Beginn des Zinserhöhungszyklus wäre ein grösserer Zinsschritt sinnvoll und würde den Kapitalmärkten signalisieren, dass die EZB die Notwendigkeit zum Handeln erkannt habe, meinte Holzmann in einem Interview mit Bloomberg.  

Anders sieht es EZB-Ratsmitglied und französischer Zentralbankchef Francois Villeroy de Gallhau, der eine graduelle Zinsanhebungen präferiert und damit jüngste Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigt. Ein Zinsschritt um 50 Basispunkte sei derzeit nicht Konsens im EZB-Rat, so Villeroy de Gallhau am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Die Aussicht auf eine baldige Zinswende der EZB trieb den Euro am Dienstag gegenüber dem US-Dollar erstmals seit Ende April über die Marke von 1.07.

Euro-Wirtschaft bleibt trotz schwächerem PMI auf Wachstumskurs

Unternehmen in Europas Dienstleistungs- und Industriesektor zeigten sich gemäss den aktuellen Einkaufsmanagerumfragen pessimistischer als noch im Monat zuvor. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global gab dabei stärker als erwartet von 55.8 auf 54.9 Punkte nach, während Analysten im Schnitt mit 55.1 Zählern gerechnet hatten. Allerdings hatte der PMI im April den höchsten Stand seit letztem September erreicht. S&P Global-Chefökonom Chris Williamson zufolge, ist die Euro-Wirtschaft im Mai, trotz des Rückgangs des PMI, auf einem «erfreulich robustem Wachstumskurs» geblieben.

Wirtschaftskalender 25. Mai 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE BIP Q1 (Q/Q, Revision) +0.2%
08:00 DE GfK Konsumklima (Juni) -26.5
08:45 FR Konsumentenstimmung (Mai) 88.0
10:00 CH ZEW Konjunkturerwartungen (Mai) -51.6
10:00 EZ EZB-Präsidentin Lagarde spricht
14:30 USA Aufträge langlebige Güter (April, M/M) +0.8%
20:00 USA FOMC Protokoll

Unternehmenskalender 25. Mai

Land Unternehmen Periode
DE Douglas Q2
GB Marks & Spencer Jahreszahlen
USA Nvidia  Q1

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.