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LGT Navigator: Solider US-Arbeitsmarkt hält Fed auf Zinsstraffungskurs

8. August 2022

In den USA bleibt die Beschäftigungsentwicklung im Sommer überraschend robust und gibt der US-Notenbank allen Grund weiterhin auf die geldpolitische Bremse zu stehen. An der Wall Street sorgte der starke Arbeitsmarktbericht und die damit verbundene Aussicht auf weiter steigende Zinsen für Verluste, jedoch konnten sich die Indizes bis zum Handelsschluss noch ins positive Terrain retten. Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China haben sich unterdessen weiter aufgeheizt, nachdem Peking die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses Pelosi mit Sanktionen belegte und zudem den Dialog über Klimaschutz, Militärfragen und andere Kooperationen stoppte.

Solider US-Arbeitsmarkt hält Fed auf Zinsstraffungskurs

In der amerikanischen Wirtschaft sind im Juli deutlich mehr Jobs geschaffen worden als erwartet. Mit 528'000 neu geschaffenen Stellen (ohne Landwirtschaftssektor) lag der Zuwachs signifikant über dem Marktkonsens von 250'000 «Non-Farm Payrolls». Zudem war die Beschäftigung auch in den beiden Vormonaten noch stärker als bisher angenommen – es wurden insgesamt 28’000 zusätzliche Stellen gezählt. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenrate von 3.6% auf 3.5% und die Stundenlöhne stiegen stärker als erwartet. Im Schnitt erhöhten sich die Stundenlöhne in den USA gegenüber dem Vormonat +0.5% und im Jahresvergleich um +5.2%.

Wall Street verkraftet bestätigte Aussicht auf weitere geldpolitische Straffung

Die US-Notenbank bleibt vor dem Hintergrund eines weiterhin robusten Arbeitsmarktes und anziehender Löhne gefordert und wird ihren eingeschlagenen Weg, die Zinsen kontinuierlich zu erhöhen, weiterverfolgen. An der Wall Street belastete der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht am Freitag die Aktienindizes, jedoch konnten sich Dow & Co im Laufe des Handelstages wieder erholen. Der Dow Jones Industrial schloss +0.23% höher bei 32'803.47 Punkten und der S&P 500 ging bei 4'145.19 Punkten (-0.16%) aus dem Handel. An der Nasdaq 100 gaben die Indizes um rund -0.8% nach.

Im Gefolge des starken Arbeitsmarktberichts kamen die Kurse von US-Staatsanleihen unter Druck und die Rendite zehnjähriger Treasuries kletterte im Gegenzug von 2.65% auf 2.85%. Am Devisenmarkt legte der US-Dollar nach den Arbeitsmarktdaten zu und drückte den Euro unter die Marke von 1.02.

In Asien starteten die Börsenindizes unterschiedlich in die neue Woche. In Tokio gewinnt der Nikkei 225-Index rund +0.3%, während der Hang Seng in Hongkong etwa -0.7% tiefer notiert. In Shanghai handelt der Composite-Index knapp im positiven Bereich.

Sozial- und Klimapaket der US-Demokraten mit knapper Mehrheit angenommen

Der Senat in Washington gab mit einer denkbar knappen Mehrheit von 51 Stimmen grünes Licht für einen Gesetzesentwurf für Investitionen in den Sozialbereich und den Klimaschutz. Die Republikaner stimmten geschlossen gegen das Paket. Mit dem Gesetz soll die Inflation gebremst, Millionen von Arbeitsplätzen geschaffen und die Energiesicherheit erhöht werden. Nun muss noch das Repräsentantenhauses zustimmen, aber dort haben die Demokraten ja bekanntlich eine Mehrheit. Für US-Präsident Joe Biden ist das Gesetz sicherlich ein wichtiger Erfolg, jedoch mussten so viele Kompromisse gemacht werden, dass das Paket nur noch ein Bruchteil von den ursprünglich definierten Zielen beinhaltet.

Europas Industrie steigert trotz schwierigem Umfeld die Produktion

Die deutsche Industrie hat ihre Produktion im Juni gegenüber dem Vormonat um +0.4% gesteigert, wasim Gegensatz zu dem von Ökonomen prognostizierten Rückgang um -0.3% stand. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden wies aber darauf hin, dass die Produktion immer noch durch die Knappheit an Vorprodukten aufgrund gestörter Lieferketten infolge des Ukraine-Kriegs und den anhaltenden Verwerfungen durch die Corona-Krise beeinträchtigt sei.

Auch in Frankreich konnte die Industrie ihre Produktion im Juni erneut erhöhen. Im Monatsvergleich stieg der Ausstoss um +1.4%. Analysten hatten mit einem Rückgang um -0.3% gerechnet.

In Spanien stieg die Industrieproduktion im Juni um +1.1%, womit sich die Branche ebenfalls deutlich besser präsentierte als von Experten erwartet (Konsens -0.1%).

  

Wirtschaftskalender 8. August 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
07:45 CH Arbeitslosenrate (Juli) 2.2%
10:30 EZ Sentix Konjunkturindikator (August) -26.4

 

Unternehmenskalender 8. August

Land Unternehmen Periode
DE Porsche Automobil Holding Q2
DE Siemens Energy  Q3
DE BioNTech Q2
NL PostNL H1
USA News Corp Q4
USA AIG Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.