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LGT Navigator: Sorgen-Cocktail belastet Börsenstimmung

20. August 2021

Einige negative Konjunkturindikatoren, steigende Corona-Fallzahlen weltweit, geopolitische Unsicherheiten und die Aussicht auf eine baldige geldpolitische Straffung der US-Notenbank sorgen an den Aktienbörsen derzeit für eine erhöhte Risikoaversion der Anleger.

Sorgen-Cocktail belastet Börsenstimmung

An den US-Aktienmärkten schloss der Dow Jones Industrial -0.19% tiefer bei 34'894.12 Punkten und konnte sich damit nicht von den vorangegangenen Verlusten erholen. Der S&P 500 legte leicht um +0.13% auf 4'405.80 Zähler zu und an der Technologiebörse Nasdaq ging es sogar um rund ein halbes Prozent aufwärts. In Asien setzte sich unterdessen zum Wochenschluss der negative Trend weiter fort. In Tokio notiert der Nikkei 225-Index rund -0.9% tiefer und in Hong Kong verliert der Hang Seng heute sogar rund -2.5%.

Nachdem aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung hervorging, dass im geldpolitischen Rat (FOMC) mehrheitlich die Auffassung vertreten wird, noch in diesem Jahr mit der Reduktion der Anleihenkäufe (QE) zu beginnen, steht nun das bevorstehende Zentralbanktreffen in Jackson Hole, Wyoming, am 26.-28. August im Zentrum des Interesses. Fed-Chef Jerome Powell könnte die Gelegenheit nutzen, den Finanzmärkten eine Zinswende zu signalisieren.

Lieferengpässe lasten auf der US-Industrie

Nachdem bereits der Empire State-Index der New Yorker Fed auf eine Abschwächung im regionalen Industriesektor angedeutet hat, bestätigte der gestern veröffentlichte Philly Fed-Index der Notenbank von Philadelphia diesen Trend. Demnach hat sich das Geschäftsklima im August ebenfalls eingetrübt und dies bereits den vierten Monat in Folge. Der Indikator fiel um 2.5 auf 19.4 Punkte, während Analysten mit einem Anstieg auf 23.1 Punkte gerechnet hatten. Ein Wert über null Punkten deutet auf einen Anstieg der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter null signalisiert einen Rückgang. Ein kompletteres Bild der Verfassung der amerikanischen Industrie wird dann am 1. September die nationale Einkaufsmanagerumfrage des Branchenverbandes ISM liefern.

Good News vom US-Arbeitsmarkt

Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA signalisieren eine weitergehende Erholung vom Corona-Einbruch. So ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 29’000 auf 348’000 Anträge zurück (Konsens 364'000). Trotz des neuerlichen Rückgangs liegt die Zahl der «Initial Jobless Claims» aber nach wie vor über dem Niveau von vor der Coronakrise. Die US-Notenbank (Fed) hielt in ihrem am Mittwoch publizierten Protokoll (FOMC-Minutes) fest, dass die Erholung am Arbeitsmarkt zwar fortschreite, jedoch das Ziel der Vollbeschäftigung noch in weiter Ferne liegt.

Goldman Sachs senkt Wachstumsprognose für US-Wirtschaft

Das New Yorker Investmenthaus Goldman Sachs geht von einem etwas schwächeren Wachstum der US-Wirtschaft im dritten Quartal aus. Vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Delta-Variante senkte die Bank ihre Prognose für eine auf das Jahr hochgerechnete Wachstumsrate von bisher +9.0% auf +5.5%. Probleme bereiten vor allem die spürbaren Unterbrechungen der Lieferketten.

Für das Gesamtjahr 2021 rechnet Goldman Sachs nun mit einem Wirtschaftswachstum von +6.0% (bisher +6.4%) und für 2022 von +4.5% (bisher +4.4%).

Norwegens Zentralbank wartet noch ab

Die norwegische Notenbank beliess ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei null Prozent. Die Norges Bank hielt aber fest, dass mit einer ersten Zinserhöhung seit der Coronakrise aber höchstwahrscheinlich bereits im September zu rechnen sei. Hintergrund ist eine Inflationsrate von zuletzt +3.0%, was deutlich über der von der Zentralbank von zwei Prozent liegt.

 

Wirtschaftskalender 20. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Einzelhandelsumsätze (Juli, J/J) +9.7%
08:00 DE Erzeugerpreise (Juli, J/J) +8.5%

 

Unternehmenskalender 20. August

Land Unternehmen Periode
USA Deere  Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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