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LGT Navigator: Sorgencocktail hält Börsenstimmung fragil

23. Mai 2022

Anhaltende Sorgen hinsichtlich der weiteren Inflationsentwicklung sowie den sich aus dem Gegensteuern der grossen Zentralbanken ergebenden Risiken für die globalen Wirtschaftsaussichten belasten weiterhin die Kapitalmärkte. Hinzu kommen die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten in Bezug auf die zukünftige Energieversorgung. Der Handel an den Börsen dürfte angesichts des Sorgencocktails volatil und die Stimmungslage der Anleger fragil bleiben.

Sorgencocktail hält Börsenstimmung fragil

Am New Yorker Aktienmarkt drehten die Indizes am vergangenen Freitag nach zunächst erneut starken Verlusten doch noch knapp ins Plus. Der Dow Jones Industrial und der breite S&P 500 schlossen praktisch unverändert zum Vortag bei 31'261.90 Punkten (+0.03%), respektive 3'901.36 Zählern (+0.01%). Auf Wochensicht mussten der Dow wie auch der S&P 500 knapp -3% abgeben. Der S&P 500 verzeichnete damit die siebte Verlustwoche in Folge und die längste Verluststrecke seit 2001. Neben den Technologiewerten standen in den letzten Tagen insbesondere die Aktien der US-Einzelhandelskonzerne wie Walmart oder Target im Fokus. Die Branche leidet unter geringeren Gewinnmargen wegen steigender Transport- und Lohnkosten. Aufgefallen waren auch die Aktien von Tesla, die am Freitag um gut -6% nachgaben. Hintergrund sind vor allem Lieferkettenprobleme in Asien und der allgemeine Druck auf hoch bewerteten Wachstumsaktien.

An den asiatischen Aktienmärkten war zum Wochenbeginn kein einheitlicher Trend zu beobachten. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund +0.6% höher, während in Hongkong (-1.8%) und in Shanghai (-0.3%) die Indizes klar im negativen Bereich handeln. Auch hier bleiben die Inflation und steigenden Zinssätze sowie die Aussichten für die globale Wirtschaftsentwicklung im Mittelpunkt.

Bundesbankchef fordert entschlossenes Handeln der EZB

Joachim Nagel, Präsident der Deutschen Bundesbank, hielt am Rande des Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der G7 fest, dass sich die Inflationsdynamik in kurzer Zeit tiefgreifend verändert habe. Die Zentralbanken müssten deshalb der Inflation entschlossen entgegentreten und eine Verfestigung des starken Preisauftriebs verhindern. Der Bundesbankchef stellte bei dieser Gelegenheit erneut die Möglichkeit einer ersten Zinserhöhung der EZB im Juli in Aussicht.

Auch andere EZB-Ratsmitglieder wie Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau oder der italienische Zentralbankpräsident Ignazio Visco scheinen die Finanzmärkte auf einen Zinsschritt der EZB im Juli vorzubereiten. 

Deutsche Erzeugerpreise treiben Inflation weiter an

In Deutschland sind die Preise auf Herstellerebene im April weiter kräftig gestiegen. Auf Jahressicht erhöhten sich die Preise um +33.5% (Konsens +31%) – der stärkste Preisanstieg seit Beginn der Datenreihe 1949. Stärkster Preistreiber bleiben die Energiekosten. So verteuerte sich Energie im April gegenüber der Vorjahresperiode um rund +87% – Erdgas gar um knapp +155%. Mehr bezahlen mussten deutsche Produktionsunternehmen aber auch für Metalle, Dünge- und Futtermittel sowie für Papier und Pappe oder Verpackungen aus Holz. Die Teuerung der Erzeugerpreise überträgt sich teilweise und mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise.

Inflation drückt auf die Stimmung der Briten

Die Konsumentenstimmung in Grossbritannien ist im Mai gemäss den neusten Umfrageergebnissen des GfK-Instituts auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung 1974 gesunken. Die Verbraucher schätzten damit ihre Situation, vor dem Hintergrund der stark steigenden Lebenshaltungskosten und höheren Zinsen, derzeit pessimistischer ein als während der Corona-Pandemie oder der Finanzkrise, kommentierte die GfK. In Grossbritannien erreichte die Inflationsrate im April mit 9% das höchste Niveau seit 40 Jahren. Die Bank of England straffte bereits zweimal ihren Leitzins und stellte weitere Zinserhöhungen in Aussicht, jedoch kann die Notenbank gegen die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise nicht viel ausrichten.

Wirtschaftskalender 23. Mai 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:00 DE Ifo Geschäftsklimaindex (Mai) 91.8
14:30 USA Chicago Fed Nationaler Aktivitätsindex (April) +0.44

Unternehmenskalender 23. Mai

Land Unternehmen Periode
GB Kingfisher  Q1 Umsatz
US Zoom Video Communications  Q1
US JP Morgan Chase Investorentag

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.