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LGT Navigator: Technologiewerte erneut unter Druck – SNB Zinsentscheid im Fokus

25. März 2021

Die Aktienbörsen erhielten zur Wochenmitte zunächst Unterstützung von weiter sinkenden US-Staatsanleihenrenditen sowie erfreulichen Stimmungsdaten aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor in den USA und Europa. Die vom Technologieriesen Intel angekündigten milliardenschweren Investitionen sorgten für Auftrieb bei Aktien der Halbleiterbranche. Bis zum Börsenschluss konnten die Gewinne aber nicht verteidigt werden und so beendeten insbesondere die Technologieaktien an der Wall Street den Mittwoch im roten Bereich. Heute steht u.a. der Zinsentscheid der SNB im Fokus.

Technologiewerte erneut unter Druck – SNB Zinsentscheid im Fokus

Die US-Aktienindizes konnten ihre anfänglichen Gewinne zur Wochenmitte nicht verteidigen. Der Dow Jones gab in den letzten beiden Handelsstunden sukzessive nach und schloss praktisch unverändert bei 32'420.06 Punkten (-0.01%). Der marktbreite S&P 500 fiel um -0.55% auf 3'889.14 Zähler. Deutlicher waren die Verluste gestern an der Technologiebörse Nasdaq. Der Nasdaq 100 brach bis Börsenschluss um -1.68% auf 12'798.88 Punkte ein. Zunächst hatte noch die Nachricht, wonach Intel inmitten der globalen Halbleiter-Knappheit seine Produktionskapazitäten kräftig ausbauen will und dafür rund USD 20 Mrd. investieren wird, für positive Impulse gesorgt. Diese konnten aber die allgemeine negative Stimmung nicht nachhaltig beeinflussen.

In Asien war heute kein einheitlicher Trend zu beobachten und die meisten Aktienindizes schwanken heute zwischen Gewinnen und Verlusten. An Chinas Handelsplätzen standen insbesondere chinesische Technologieaktien unter Druck. Hintergrund ist die Absicht der US-Wertpapieraufsichtsbehörde neue Massnahmen zu ergreifen, die ausländische Unternehmen von den US-Börsen ausschliessen, wenn sie die US-Prüfungsstandards nicht einhalten und jegliche Regierungsverbindungen offenlegen. Dies könnte vor allem chinesische Unternehmen treffen. In Tokio hingegen erzielte der 225 Titel umfassende Nikkei-Index ein solides Tagesplus von gut einem Prozent. Für Europas Börsen signalisieren die Futures einen negativen Handelsauftakt. Heute werden die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten in einer Videokonferenz die wieder stark steigenden Corona-Zahlen sowie die Impfstrategie besprechen. Im Fokus steht dabei insbesondere die Beschleunigung von Produktion und Lieferung der bisher knappen Impfstoffe.

SNB-Zinsentscheid im Fokus

Mit Interesse wird auch die quartalsweise geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ab 09:30 Uhr (MEZ) verfolgt werden. Mit einer Anpassung der Leitzinsen wird jedoch nicht gerechnet. Mit Spannung wird aber sicherlich die Einschätzung der SNB hinsichtlich der weiteren Konjunkturentwicklung vor dem Hintergrund der dritten Pandemiewelle erwartet.

Bidens erste Pressekonferenz

US-Präsident Joe Biden wird sich heute um 18:15 Uhr (MEZ) anlässlich seiner ersten formellen Pressekonferenz Fragen von Journalisten stellen. Im Mittelpunkt stehen die Corona-Pandemie, die Covid-19-Impfstrategie, die Wirtschaftsentwicklung sowie auch das innenpolitisch heisse Thema der Migration an der Südgrenze zu Mexiko.

US-Wirtschaft bleibt im März auf solidem Wachstumspfad

Die vom Londoner Institut IHS Markit monatlich befragten Unternehmen in der amerikanischen Privatwirtschaft zeigten sich im März weiterhin zuversichtlich. Obwohl der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft mit Industrie und Dienstleistungssektor von 59.5 Punkten im Februar auf 59.1 Zähler im März zurückfiel, signalisiert das Konjunkturbarometer damit aber nach wie vor einen soliden Wachstumskurs der weltgrössten Volkswirtschaft. Nach Einschätzung von IHS-Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson sorgten die Impfstoffkampagne und das massive Konjunkturprogramm für einen kräftigen Nachfrageschub in der US-Wirtschaft.

Deutlich verbesserte Unternehmensstimmung im Euroraum

Der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex (PMI Composite) von IHS Markit signalisierte mit einem Anstieg um 3.7 im März auf 52.5 Punkte erstmals seit sechs Monaten wieder ein Wachstum in der Eurozone. Analysten hatten eine nur moderate Verbesserung auf 49.1 Zähler prognostiziert. Während die anhaltende Pandemie vor allem den Dienstleistungssektor nach wie vor am stärksten belastet, präsentiert sich die Industrie in der Eurozone derzeit in einer äusserst soliden Verfassung. So kletterte der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor unerwartet kräftig von 57.9 Punkten im Februar auf 62.4 im März (Konsens 57.6) und erreicht damit den höchsten Stand seit Beginn der Datenreihe 1997. Der Index für den Dienstleistungssektor verbesserte sich gleichzeitig von 45.7 auf 48.8 Punkte, notiert damit aber weiterhin unter der 50er-Wachstumsschwelle. Angesichts der wieder steigenden Covid-19-Fallzahlen und neuerlicher «Lockdowns» habe sich aber der Ausblick verschlechtert und es sei noch für einige Monate mit einer «Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten» zu rechnen, kommentierte IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Auch in Grossbritannien hat sich die Stimmung der von IHS Markit befragten Firmen im März signifikant aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft verbesserte sich um 7 Punkte auf 56.6 Zähler, womit das britische Konjunkturbarometer wieder klar über der Wachstumsschwelle liegt. Dank der Aussicht auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat sich vor allem auch die Stimmung im Dienstleistungssektor verbessert.

Ifo senkt Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft

Das Münchener Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Beschränkungen nach unten korrigiert. Das Ifo erwartet nun eine BIP-Wachstumsrate von +3.7%, anstatt der noch im Dezember vorhergesagten +4.2%. Die Prognose hänge entscheidend vom weiteren Verlauf der Coronakrise ab, betonte das Wirtschaftsforschungsinstitut. Feststehe, dass sich die Corona-Krise weiter hinziehe und den erwarteten kräftigen Aufschwung nach hinten verschiebe.

 

Wirtschaftskalender 25. März 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE GfK-Konsumklima (April) -12.9
08:45 FR Wirtschaftsstimmung (März) +97.0
09:30 CH SNB Zinsentscheid -0.75%
10:00 EZ EZB-Monatsbericht
10:30 EZ EZB-Präsidentin Lagarde Rede
13:30 USA BIP Q4 (annualisiert, Revision, Q/Q) +4.1%
13:30 USA Konsumausgaben Q4 +2.4%
13:30 USA PCE-Kernrate Q4 (Q/Q) +1.4%
13:30 USA Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich) 770'000

 

Unternehmenskalender 26. März

Land Unternehmen Periode
DE BASF Capital Markets Day

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.