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LGT Navigator: Trumps Corona-Infektion erhöht die Verunsicherung

5. Oktober 2020

Obwohl es US-Präsident Trump wieder bessergehen soll und er womöglich bereits heute in das Weisse Haus zurückkehren kann, sorgt Trumps positive Covid-19-Testergebnis rund vier Wochen vor der Präsidentenwahl am 3. November für noch stärkere Unsicherheit und Unruhe. Da Unklar ist, wie sich dieser Umstand möglicherweise auf das Wahlprozedere oder auch das Stimmverhalten der Amerikaner auswirkt, dürfte der Ausgang der Wahlen noch unberechenbarer werden und die Volatilität an den Kapitalmärkten in nächster Zeit zunehmen. Der letzte Arbeitsmarktbericht vor den Wahlen bestätigte zudem, dass sich die Erholung zwar fortsetzt, jedoch mit einer deutlich geringeren Dynamik.

Trumps Corona-Infektion erhöht die Verunsicherung

An den Finanzmärkten sorgte die Meldung, dass US-Präsident Donald Trump inmitten des Wahlkampfes positiv auf Covid-19 getestet wurde, für Unsicherheit und Nervosität. Aufgrund der Quarantäne verpasst Trump nun nicht nur die nächsten TV-Duelle gegen seinen Herausforderer Joe Biden, sondern auch wichtige Wahlkampfveranstaltungen in drei umkämpften US-Bundesstaaten, insbesondere im «Swing-State» Florida. An der New Yorker Börse verbuchten die Indizes nach zwei Gewinntagen in Folge wieder Verluste. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss knapp -0.5% tiefer bei 27 682.81 Punkten. Auf Wochensicht ergab sich damit aber ein Plus von +1.87%. Der marktbreite S&P 500 schloss am Freitag mit einem Tagesverlust von -0.93% bei 3 348.42 Zählern. Noch kräftiger gab der Nasdaq 100 nach. Gewinnmitnahmen drückten den technologielastigen Index zum Ende der letzten Woche um -2.83%.

In Asien eröffneten die meisten Aktienbörsen die neue Handelswoche mit Gewinnen. Positiv aufgenommen wurde die Nachricht, dass US-Präsidenten Donald Trump eventuell bereits heute aus dem Krankenhaus entlassen werden könnte. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rund +1.2% höher und in Hongkong legt der Hang Seng-Index um etwa +1.7% zu. Für die europäischen Börsenindizes signalisieren die Futures einen freundlichen Start.

Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich fort, aber mit abschwächender Dynamik

Schwächer als erwartete letzte Arbeitsmarktdaten vor den Wahlen anfangs November zeigen eine fortgesetzte Erholung, aber in einem deutlich langsameren Tempo. So wurden im September 661 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, während Analysten im Schnitt mit einem Zuwachs von 875 000 Jobs gerechnet hatten. Immerhin wurde der Stellenzuwachs in den beiden Vormonaten um insgesamt 145 000 nach oben korrigiert. Gleichzeitig fiel die in einer separaten Umfrage ermittelte Arbeitslosenrate im September von 8.4% auf 7.9%. Die Arbeitslosenquote hat sich damit zwar deutlich vom Rekordhoch von 14.7% zum Höhepunkt der Corona-Krise im April entfernt, bleibt aber in einem Wahljahr ausserordentlich hoch und damit für Trump kein Ass im Ärmel

Zuversicht der Amerikaner steigt

Das Verbrauchervertrauen in den USA hat sich im September den Umfrageergebnissen der Universität Michigan zufolge trotz der nach wie vor schwierigen Pandemielage aufgehellt. Das Konsumentenstimmungsbarometer stieg von 74.1 Punkten im August auf 80.4 Zähler und damit kräftiger als erwartet (Konsens 79.0). Besser schätzten die befragten Privathaushalte dabei sowohl ihre Erwartungen, wie auch ihre aktuelle Situation ein.

Inflation im Euroraum bleibt negativ und setzt EZB unter Druck

In der Eurozone fiel die Teuerungsrate der Verbraucherpreise im September auf Jahressicht noch stärker in den negativen Bereich. Gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr sanken die Konsumentenpreise um -0.3%. Im August betrug die Jahresinflation bereits -0.2%. Verantwortlich ist die gedämpfte Wirtschaftslage vor dem Hintergrund der Corona-Krise und entsprechend tiefere Energiepreise. Laut EZB-Vizepräsident Luis de Guindos geht die Notenbank davon aus, dass die Inflation bis Ende Jahr negativ bleiben wird. Dies könnte der EZB durchaus Spielraum eröffnen, respektive die Zentralbank unter Druck setzen, ihre ohnehin expansive Geldpolitik weiter auszuweiten.

 

 

Wirtschaftskalender 5. Oktober

MEZ Land Indikator Letzte Periode
09:15 SP IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) 48.4
09:45 IT IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September) 49.5
10:30 EZ Sentix Investoren Konjunkturausblick (Oktober) -8.0
11:00 EZ Detailhandelsumsätze (August, J/J) +0.4%
16:00 USA ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister (September) 56.5

 

Unternehmenskalender 6. Oktober

Land Unternehmen Periode
CH Aryzta J

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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