Skip navigation Scroll to top
Scroll to top

LGT Navigator: Ukraine-Poker sorgt für anhaltende Nervosität

15. Februar 2022

Eine potenzielle weitere Eskalation des Ukraine-Konflikts sorgt an den Kapitalmärkten weiterhin für Nervosität. Während Europas Börsen zu Wochenbeginn Verluste einfuhren, sorgte an der Wall Street die Aussicht auf Gespräche der Konfliktparteien für etwas Entspannung. So will Russland anscheinend Gespräche mit den USA und seinen Verbündeten über Forderungen nach Sicherheitsgarantien in Europa fortsetzen. Neben dem geopolitischen Poker halten auch weiterhin die Zinssorgen die Börsen fest im Griff.

Ukraine-Poker sorgt für anhaltende Nervosität

An der Wall Street sorgten die geopolitischen Unsicherheiten sowie die bevorstehende Zinswende der US-Notenbank für Abgaben. Der Dow Jones Industrial verlor knapp ein halbes Prozent und ging mit 34'566.17 Punkten aus dem Montagshandel. Der S&P 500 büsste -0.38% ein und schloss bei 4'401.67 Zählern. An der Technologiebörse Nasdaq konnten sich die Indizes hingegen knapp über den Schlusskursen vom vergangenen Freitag halten.

Hinsichtlich der erwarteten Zinswende der Federal Reserve warten die Kapitalmärkte auf neue Hinweise im morgen Abend zur Veröffentlichung anstehenden Protokoll des letzten Zinsentscheids im Januar. An den Anleihenmärkten sind mittlerweile mehr als sechs Zinsanhebungen in den USA binnen Jahresfrist eingepreist. Das heisst, dass der US-Leitzins im Januar 2023 über +1.5% betragen könnte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen verharrt unterdessen aktuell knapp bei zwei Prozent.

In Asien folgten die meisten Aktienindizes den negativen Vorgaben aus Übersee. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund -0.8% tiefer als am Vortag. Chinesische Aktien konnten teilweise zulegen, nachdem Chinas Zentralbank mehr Liquidität zur Unterstützung des Wirtschaftswachstums zur Verfügung gestellt hatte.

USA warnen vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff Russlands in der Ukraine

Der amerikanische Aussenminister Antony Blinken bekräftigte nochmals die Sorge, dass Russland bereits in den nächsten Tagen eine militärische Aktion gegen die Ukraine starten könnte. «Alles, was wir in Bezug auf die Stationierung russischer Streitkräfte um die Ukraine, an allen Seiten der Ukraine, sehen, lässt uns zu diesem Schluss kommen», so Blinken.

Moskau zeigt Gesprächsbereitschaft, beharrt aber auf seinen Forderungen

Dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow zufolge, gebe es nach wie vor eine Chance für Verhandlungen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass Russland an den geforderten Sicherheitsgarantien – sprich ein garantierter Verzicht der Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft – festhalten werde. Die Nato beharrt bisher auf dem Standpunkt, dass jedes Land das Recht auf eine freie Bündniswahl habe.

G7 stärken der Ukraine den Rücken

Die Finanzminister der G7-Staaten – USA, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Kanada – erklärten, der Ukraine weitere Finanz- und Wirtschaftshilfen zur Verfügung zu stellen. Die sieben Nationen unter dem aktuellen Vorsitz Deutschlands bekräftigten zudem, dass weitere militärische Aggressionen Russlands gegen die Ukraine mit einer schnellen, koordinierten und energischen Reaktion in Form von wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen beantwortet würden. Dies hätte massive und unmittelbare Folgen für Russlands Wirtschaft.

 

  

Wirtschaftskalender 15. Februar

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Grosshandelspreise (Januar, J/J) +16.1%
08:00 GB Arbeitslosenrate (Dezember) 4.1%
09:00 ESP Verbraucherpreise (Januar, J/J) +6.1%
09:30 NL BIP Q4 (Q/Q) +2.1%
11:00 DE ZEW Konjunkturerwartungen (Februar) +51.7
11:00 EZ ZEW Konjunkturerwartungen (Februar)  +49.4
11:00 EZ BIP Q4 (Q/Q) +0.3%
11:00 EZ Treffen der Eurogruppe
14:30 USA Erzeugerpreise (Januar, J/J) +9.7%
14:30 USA Kern-Erzeugerpreise (Januar, J/J) +8.3%
14:30 USA NY Fed Empire State Industrie (Februar) -0.70

 

Unternehmenskalender 15. Februar

Land Unternehmen Periode
CH Straumann Jahreszahlen
CH Glencore Jahreszahlen
CH Alcon Jahreszahlen
FR Engie Jahreszahlen
NL DMS Jahreszahlen
USA Airbnb Q4
USA Marriott International Q4

  

Treffen Sie fundierte Anlageentscheide mit LGT

Globale Markt- und Wirtschaftsentwicklungen auf einen Blick

Abonnieren Sie die aktuellen Marktinformationen als Newsletter

Folgen Sie uns auch auf Facebook oder LinkedIn – oder besuchen Sie MAG/NET und entdecken Sie spannende Hintergrundartikel. Bei Fragen steht Ihnen ein Berater der Bank gerne zur Verfügung.

Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Tina Haldner, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

Risikohinweis (Disclaimer)
Diese Publikation dient ausschliesslich zu Ihrer Information und stellt kein Angebot, keine Offerte oder Aufforderung zur Offertstellung und kein öffentliches Inserat zum Kaufoder Verkauf von Anlage- oder anderen spezifischen Produkten dar. Der Inhalt dieser Publikation ist von unseren Mitarbeitern verfasst und beruht auf Informationsquellen, welche wir als zuverlässig erachten. Wir können aber keine Zusicherung oder Garantie für dessen Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität abgeben. Die Umstände und Grundlagen, die Gegenstand der in dieser Publikation enthaltenen Informationen sind, können sich jederzeit ändern. Einmal publizierte Informationen dürfen daher nicht so verstanden werden, dass sich die Verhältnisse seit der Publikation nicht geändert haben oder dass die Informationen seit ihrer Publikation immer noch aktuell sind. Die Informationen in dieser Publikation stellen weder Entscheidungshilfen für wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche oder andere Beratungsfragen dar, noch dürfen alleine aufgrund dieser Angaben Anlage- oder sonstige Entscheide getroffen werden. Eine Beratung durch eine qualifizierte Fachperson wird empfohlen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass der Wert von Anlagen sowohl steigen als auch fallen kann. Eine positive Performance in der Vergangenheit ist daher keine Garantie für eine positive Performance in der Zukunft. Ausserdem unterliegen Anlagen in Fremdwährungen Devisenschwankungen. Wir schliessen uneingeschränkt jede Haftung für Verluste bzw. Schäden irgendwelcher Art aus – sei es für direkte, indirekte oder Folgeschäden –, die sich aus der Verwendung dieser Publikation ergeben sollten. Diese Publikation ist nicht für Personen bestimmt, die einer Rechtsordnung unterstehen, die die Verteilung dieser Publikation verbieten oder von einer Bewilligung abhängig machen. Personen, in deren Besitz diese Publikation gelangt, müssen sich daher über etwaige Beschränkungen informieren und diese einhalten. Den mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen ist es, im Rahmen interner Richtlinien, freigestellt, den in diesem Bericht erwähnten Titel zu kaufen, zu halten und zu verkaufen.

Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.