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LGT Navigator: Unbeirrte Aktienanleger sorgen für anhaltende Börsenrally

13. August 2020

Zur Wochenmitte hatte die Kauflaune an Europas Börsen zunächst nachgelassen, gewann dann aber in New York und heute Morgen in Asien wieder deutlich an Dynamik. Trotz des anhaltenden Streits in Washington um das neue Corona-Hilfspaket scheinen Anleger überzeugt, dass es schlussendlich zu einer Einigung kommen wird und die zugesagten Mittel eine Erholung der Wirtschaft ermöglichen werden. Auch die derzeit wieder besorgniserregend ansteigenden Covid-19-Infektionszahlen, beispielsweise in Deutschland, konnten den Optimismus nicht trüben.

Unbeirrte Aktienanleger sorgen für anhaltende Börsenrally

An der Wall Street legte das Börsenbarometer Dow Jones Industrial gestern wieder um +1.05% auf 27 976.84 Zähler zu und vermochte damit die Marke von rund 28 000 Punkten zu halten. Der marktbreite S&P 500 stieg ebenfalls um +1.4% auf 3 380.35 Zähler und befindet sich damit wieder auf dem Weg in Richtung seines am 19. Februar erreichten Rekordhochs von 3 393 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verbuchte nach den Gewinnmitnahmen der letzten Tage ein erneut starkes Plus von +2.59% und notiert nun bei 11 157.72 Zählern. Die Aktienanleger zeigen sich damit unbeirrt, obwohl sich bisher die Republikaner und Demokraten im Kongress nicht auf das von den Finanzmärkten antizipierte Konjunkturpaket einigen konnten. Nach Aussagen der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, steckten die Verhandlungen derzeit in einer Sackgasse. «Wir sind meilenweit voneinander entfernt», meinte die Demokratin. In Asien setzte sich unterdessen der positive Trend grösstenteils fort. In Tokio steigt der Nikkei 225-Index um knapp +1.9%.

Nach Einschätzung des Präsidenten der Federal Reserve von Boston, Eric Rosengren, wird sich die Abkühlung der Wirtschaftsaktivität in den USA aufgrund der Corona-Massnahmen und der Zurückhaltung der Konsumenten wahrscheinlich fortsetzen. Rosengren warnte, dass unzureichende Massnahmen zur Eindämmung von Covid-19 wahrscheinlich den wirtschaftlichen Abschwung verlängern werden. An den US-Kongress gerichtet meinte der hochrangige Notenbanker, dass jetzt die Zeit für starke haushaltspolitische Schritte sei.

Erhöhter Inflationsdruck in den USA inmitten der Corona-Krise

Die Verbraucherpreise in den USA sind im Juli stärker als erwartet gestiegen. Auf Jahressicht erhöhte sich die Teuerungsrate von +0.6% im Juni auf 1.0%. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Inflationsrate von +0.7% gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Juli um +0.6%, getrieben vor allem von höheren Energiepreisen. Aber auch ohne Berücksichtigung der Energiepreise oder Lebensmittelpreise stieg die Kerninflationsrate im letzten Monat deutlich stärker als vermutet um +0.6% gegenüber dem Vormonat – das ist die kräftigste monatliche Zunahme seit 1991! Auf Jahressicht betrug die Kernteuerungsrate im Juli +1.6% nach +1.2% im Juni – der höchste Wert seit vier Monaten.

Euro-Industrie erholt sich im Juni wieder etwas

Die Industrie im Euroraum konnte sich im Juni vom Corona-Schock erholen und wies eine Zunahme der Produktion von +9.5% gegenüber dem Vormonat aus. Damit wuchs die Industrieproduktion etwas stärker als von Analysten mit +9.1% erwartet. In Folge der Corona-Krise war die Produktion im April um -11.8% und im Mai um -12.3% eingebrochen. Auf Jahressicht war die Industrieproduktion im Juni aber -12.3% tiefer (Konsens -11.4%).

Britische Wirtschaft stürzt wegen Corona-Pandemie in Rekordtempo ab

Das Bruttoinlandsprodukt in Grossbritannien ist im zweiten Quartal wegen des wirtschaftlichen Stillstands infolge der Corona-Krise um -20.4% gegenüber dem Vorquartal eingebrochen. Das ist das bisher grösste von einem Industrieland gemeldete Minus. Da die britische Wirtschaft bereits im ersten Quartal geschrumpft war, sprechen Ökonomen bereits von einer Rezession. Mit bisher mehr als 46 000 Covid-19-bezogenen Todesfällen trifft die Pandemie Grossbritannien besonders hart. Die Bank of England geht in ihren Prognosen davon aus, dass das BIP in diesem Jahr insgesamt um -9.5% zurückgehen wird, bevor 2021 eine Erholung einsetzt.

 

 

Wirtschaftskalender 13. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
14:30 USA Importpreise (Juli, M/M) +1.4%
14:30 USA Importpreise (Juli, J/J) -3.8%

 

Unternehmenskalender 13. August

Land Unternehmen Periode
CH Zurich Insurance H1
CH Swiss Life H1
CH Swisscom  Q2
DE Deutsche Telekom Q2

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.