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LGT Navigator: Ungewisser Inflations- und Zinsausblick lasten weiterhin auf der Börsenstimmung

16. Juli 2021

An den Kapitalmärkten ist die Sorge hinsichtlich des Inflationsausblicks wieder gewachsen. Nachdem die Inflationsrate in den USA im Juni den höchsten Stand seit 13 Jahren erreichte und US-Notenbankchef Jerome Powell bekräftigte, dass eine geldpolitische Wende zwar nicht unmittelbar bevorstehe, jedoch an Bedeutung gewonnen habe. Mit Blick auf die Unternehmensberichtssaison vermochten die US-Banken bisher grösstenteils zu überzeugen und hielten die Börsenindizes an der Wall Street nahe ihren jüngsten Rekordständen. In der nächsten Woche schalten sich dann auch europäische Blue-Chips in die «Earnings Season» ein.

Ungewisser Inflations- und Zinsausblick lasten weiterhin auf der Börsenstimmung

Aktienanleger zeigten sich angesichts einer wieder verstärkten Inflationsangst, Zweifel an der weiteren Konjunkturerholung und Sorgen über den weiteren Verlauf der Pandemie zurückhaltender. Vor diesem Hintergrund fiel die Rendite zehnjähriger US-Treasuries auf 1.3% zurück und näherte sich damit dem in der letzten Woche notierten Fünfmonatstief von 1.25%. Währenddessen konnten die Indizes an der New Yorker Börse nach den jüngsten Rekorden gestern nicht mehr nachlegen. Der Dow Jones Industrial schloss nach einem schwachen Start minimal höher bei 34'987.02 Punkten (+0.15%) und der S&P 500 verlor -0.33% und gab auf 4'360.03 Zähler nach. An der Nasdaq war der Druck noch etwas stärker. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gab um -0.71% nach und beendete den Handel bei 14'794.69 Punkten. Belastet wurde der Technologiesektor durch den Quartalsbericht des in den USA kotierten Chipherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), der im Ausblick vor den aktuellen Lieferproblemen warnte. Andererseits konnten die bisherigen Quartalsergebnisse der Wall Street Banken JPMorgan, Citigroup und Goldman Sachs und gestern auch Morgan Stanley überwiegend mit stärker als erwarteten Ergebnissen überzeugen. In Asien folgten die Aktienindizes den negativen Vorgaben und tendierten am Freitag mehrheitlich schwächer.

US-Industrieindikatoren liefern gemischtes Bild

In der Wirtschaftsregion rund um New York hat sich das Wachstum in der Industrie im Juli überraschend deutlich verstärkt. Der sogenannte Empire State-Index des New Yorker Fed kletterte dabei von plus 17.4 auf plus 43.0 Punkte und erreichte damit ein Rekordhoch. Analysten waren von einem unveränderten Wert ausgegangen. Ein Wert über null Punkten signalisiert eine Expansion, ein Stand darunter eine Kontraktion. Konträr hierzu hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Der Philly Fed-Index gab dabei von 30.7 auf 21.9 Punkte nach, während Ökonomen mit einem nur geringfügigen Rückgang auf 28.0 Zähler ausgegangen waren.

Wöchentliche US-Arbeitsmarktdaten fallen auf niedrigstes Niveau seit März 2020

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ging in der Woche zum 10. Juli unerwartet deutlich um 26'000 auf 360'000 Anträge zurück und fiel auf den tiefsten Stand seit Mitte März 2020. In der Woche zum 3. Juli bezogen damit 3.24 Mio. Amerikaner Arbeitslosengeld, das sind 126'000 weniger als in der Vorwoche.

Chinas Wirtschaftstempo verliert etwas an Schwung

Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich nach einem starken Jahresstart im zweiten Quartal etwas verlangsamt. Das weltweit zweitgrösste BIP expandierte im Zeitraum April bis Juni um +7.9% gegenüber der Vorjahresperiode. Die neusten Wachstumszahlen liegen im Rahmen der Erwartungen, zeigen aber eine Verlangsamung des Erholungstrends. Im ersten Quartal war Chinas Wirtschaft dank des Corona-Basiseffekts noch um rekordmässige +18.3% auf Jahressicht gewachsen. Die chinesische Regierung geht gemäss ihrem offiziellen Wachstumsziel von einem Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von «über 6%» aus.

Wirtschaftskalender 16. Juli

MEZ Land Indikator Letzte Periode
11:00 EZ Verbraucherpreise (Juni, M/M) +0.3%
11:00 EZ Verbraucherpreise (Juni, J/J) +1.9%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (Juni, J/J) +0.9%
14:30 USA Einzelhandelsumsätze (Juni, M/M) -1.3%
16:00 USA Konsumentenstimmung Universität Michigan 83.5

 

Unternehmenskalender 16. Juli

Land Unternehmen Periode
CH Richemont Q1
CH Ems Chemie H1
SWE Ericsson Q2
GB Burberry Q1
GB Rio Tinto Q2
USA State Street Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.