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LGT Navigator: US-Arbeitsmarktbericht – entscheidender Faktor für Fed-Zinstempo

2. Dezember 2022

Die von US-Notenbankchef Powell Mitte Woche angedeutete moderatere Gangart der Fed-Zinspolitik wird heute Nachmittag mit dem anstehenden US-Arbeitsmarktbericht nochmals auf den Prüfstand gestellt. Sollte sich das Beschäftigungswachstum in den USA abschwächen, könnte dies die Aussicht auf eine Verlangsamung des Zinserhöhungstempo bereits im Dezember signalisieren.

US-Arbeitsmarktbericht – entscheidender Faktor für Fed-Zinstempo

An der New Yorker Börse war der Start in den letzten Monat dieses Jahres nach zwei starken Monaten verhalten. Der Dow Jones Industrial schloss bei 34'395.01 Punkten -0.56% tiefer während der breite S&P 500 bei 4'076.57 Punkten (-0.09%) praktisch unverändert blieb. Auch an der Nasdaq verharrten die Indizes am Schluss auf dem Vortagesniveau. Das dominierende Thema bleibt die Geldpolitik der US-Notenbank. Ein entscheidender Faktor für einen nächsten Zinsschritt am 14. Dezember ist die heute Nachmittag um 14:30 Uhr (MEZ) anstehende Arbeitsmarktstatistik aus Washington. Ökonomen gehen von einem etwas schwächeren Beschäftigungswachstum von 200'000 neu geschaffenen Jobs im November aus.  Am Anleihenmarkt gab die Rendite zehnjähriger Treasuries infolge der von Fed-Chef Powell in Aussicht gestellten moderaten Gangart auf 3.52% nach und der US-Dollar verlor gegenüber dem Euro weiter an Boden.

In Asien gaben die Aktienindizes vor dem Wochenende mehrheitlich nach. Die Aktien in Tokio führten die Verluste in der Region an, wobei der Nikkei 225 rund -1.8% verlor. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um -0.64 % und auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite kurz vor Schluss rund -0.4% tiefer. Im Zentrum steht das weitere Vorgehen Pekings hinsichtlich der Pandemiemassnahmen, wobei nach wie vor unklar bleibt, ob oder wie stark die strengen Covid-Beschränkungen gelockert werden könnten.

Wichtiges Inflationsmass liefert Indiz für leicht nachlassenden Teuerungsdruck in den USA

Der von der US-Notenbank bevorzugte und auf den Konsumausgaben basierende Inflationsindikator PCE (Personal Consumption Expanditure) bestätigte, dass sich der Preisauftrieb in den USA zuletzt wieder etwas abgeschwächt hat. Im Jahresvergleich blieb der Indikator zwar auf einem hohen Niveau ging aber von +6.3% im September auf +6.0% im Oktober zurück. Ohne Berücksichtigung der Energie- und Nahrungsmittelpreise ging der Kernindex von +5.2% auf +5.0% zurück.

US-Industriebarometer rutscht in die Kontraktion

Der Einkaufsmanagerindex des Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) fiel im November von 50.2 auf 49.0 Punkte (Konsens 49.7) auf den niedrigsten Wert seit Mai 2020 zurück und signalisiert damit einen Rückgang der Aktivität im amerikanischen Industriesektor.

Leicht bessere Stimmung in der Euro-Industrie 

Die von S&P Global befragten Industrieunternehmen in der Eurozone zeigten sich optimistischer und der Einkaufsmanagerindex verbesserte sich im November von 46.4 im Vormonat auf 47.1 Punkte. Der Frühindikator bleibt damit aber deutlich unter der 50er-Linie, die ein Wachstum des Sektors von einer Kontraktion trennt. Die Intensität des Abschwungs im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone habe sich im November abgeschwächt, was hoffen lasse, dass die Industrie im Euroraum nicht wie zunächst angenommen vor einem so starken Abschwung im Winter steht. Andererseits bleibt die Unsicherheit hinsichtlich der Energieversorgung bestehen, meinte S&P-Chefökonom Chris Williamson.

Ausblick für britische Industrie bleibt getrübt

Der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor in Grossbritannien ist im November um 0.3 auf 46.5 Punkte gestiegen, blieb aber den vierten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Der Sektor leidet nach wie vor unter schwacher Nachfrage sowie hohen Energiepreisen und Materialmangel, kommentierte S&P Global.

 

Wirtschaftskalender 2. Dezember

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Exporte (Oktober, M/M) -0.5%
08:00 DE Import (Oktober, M/M) -2.3%
08:45 FR Industrieproduktion (Oktober, M/M) -0.8%
11:00 EZ Erzeugerpreise (Oktober, J/J) +41.9%
14:30 USA Arbeitslosenrate (November) 3.7%
14:30 USA Beschäftigung (November, Ex-Agrar) +261'000
14:30 USA Durchschnittliche Stundenlöhne (November, J/J) +4.7%
14:30 DE Bundesbankpräsident Nagel spricht

 

Unternehmenskalender 5. Dezember

Land Unternehmen Periode
DE Deutsche Börse - Überprüfung DAX-Zusammensetzung

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.