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LGT Navigator: US-Inflation stagniert auf hohem Niveau

12. August 2021

Anleger reagierten am Mittwoch erleichtert, nachdem die aktuellen US-Inflationsdaten gezeigt haben, dass die Preise nicht weiter gestiegen sind. Auch die Aussichten auf milliardenschwere Infrastrukturausgaben sorgen für gute Stimmung an den amerikanischen Börsen und befeuern insbesondere Aktien aus der Industriebranche. In Deutschland ist die Teuerung im Juli so stark gestiegen wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Inflation

Die Rally an der Wall Street setzte sich am Mittwoch fort. Für gute Stimmung sorgten die Aussichten auf milliardenschwere Infrastrukturausgaben sowie neue Konjunkturdaten. So zeigten die jüngsten Inflationsdaten, dass die Teuerung in den USA auf hohem Niveau stagniert. An den Finanzmärkten wurde die Tatsache, dass die Preise nicht weiter gestiegen sind, positiv gewertet. Der S&P 500 kletterte um +0.2% auf 4447.70 Punkte und setzte damit den 46. Rekord im laufenden Jahr. Der Dow Jones stieg um +0.6% auf 35’484.97 Zähler und markierte ebenfalls ein neues Höchst. Der Nasdaq Composite verzeichnete erneut Verluste, verlor -0.2% und sank damit auf 14’765.14 Zähler. 

Zu den Gewinnern zählten insbesondere Industrietitel, die gemäss Analysten zu den Nutzniessern des Infrastrukturpakets gehören dürften. So kletterten die Valoren des Baumaschinenherstellers Caterpillar +3.5%. Die Aktien von United Rentals, dem führenden Vermieter von Baumaschinen in den USA, kletterten +5%. Bis das Geld tatsächlich fliesst, dürfte es allerdings noch eine Weile dauern. Zwar hat der US-Senat das Infrastrukturprogramm verabschiedet, nun zeichnen sich aber zähe Verhandlungen im Repräsentantenhaus ab.

Die asiatischen Märkte verzeichnen am Donnerstag Verluste. In Tokio verliert der Nikkei -0.1%. Der Hang Seng gibt in Hongkong -0.3% nach und der Shanghai Composite büsst -0.1% ein. 

US-Inflation bleibt hoch

Die Wirtschaftserholung sorgt weiterhin für einen starken Anstieg der Preise in den USA. So ist die Teuerung im Juli im Vorjahresvergleich um +5.4% gestiegen. Bereits im Juni lag das Preiswachstum bei +5.4% und erreichte damit den höchsten Wert seit 2008. Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang auf +5.3% gerechnet. Im Monatsvergleich hat der Preisauftrieb etwas abgenommen und lag im Juli bei +0.5%, nach +0.9% im Juni. Die annualisierte Kerninflationsrate, bei der die Energie- und Lebensmittelpreise ausgeklammert werden, lag bei +4.3%, nach +4.5% im Juni.

Starker Preisanstieg in Deutschland

Die Preise in Deutschland haben sich im Juli kräftig verteuert und sind im Vergleich zum Vorjahresmonat um +3.8% gestiegen, meldete das Statistische Bundesamt am Mittwoch. Dabei handelt es sich um den stärksten Anstieg seit 30 Jahren: Ein höherer Wert wurde zuletzt im Dezember 1993 gemessen (+4.3%). Gegenüber dem Vormonat ist die Inflationsrate um +0.9% gestiegen. Die hohe Teuerung ist unter anderem auf den starken Anstieg der Energiepreise zurückzuführen, die sich im Jahresvergleich um +11.6% verteuert haben. Der Rohölpreis fiel im Zuge der Coronakrise deutlich, nachdem die weltweite Energienachfrage eingebrochen war. Nun haben sich die Preise erholt. Zudem gilt in Deutschland seit Januar 2021 wieder der reguläre Mehrwertsteuersatz, nachdem die Regierung den Satz im zweiten Halbjahr 2020 reduziert hatte, um die Wirtschaft anzukurbeln. Auch deshalb steigt das Preisniveau wieder.

In Italien sind die Verbraucherpreise im Juli ebenfalls gestiegen, und zwar um +1% gegenüber der Vorjahresperiode. Allerdings hat sich das Preiswachstum etwas abgeschwächt: Im Juni lag die Inflationsrate noch bei +1.3%. Damit steigen die Preise in Italien deutlich langsamer als im Währungsraum. So lag die Teuerung in der Eurozone im Juli bei +2.2%.

 

 

Wirtschaftskalender 12. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
06:30 JP Industrieproduktion (M/M, Juni) +6.2%
08:00 UK Bruttoinlandprodukt Q2 (J/J) -6.1%
11:00 EZ Industrieproduktion (M/M, Juni) -1.0%

 

Unternehmenskalender 12. August

Land Unternehmen Periode
DE Deutsche Telekom Q2
NL NN Group Q2
CH Straumann Q2
CH Zurich Insurance Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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