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LGT Navigator: US-Konsum zeigt Schwächezeichen

18. August 2022

Die hohe Inflation setzt dem privaten Konsum in den USA zu und so stagnierten die Einzelhandelsumsätze im Juli. Damit verdichten sich die Anzeichen, dass sich die Konsumneigung und die Wirtschaftsentwicklung in der weltgrössten Volkswirtschaft zusehends eintrübt. Dies dürfte die US-Notenbank aber nicht davon abhalten, die Leitzinsen weiter zu erhöhen, wie auch das letzte Protokoll der Fed bekräftigte. Geschürt wurden die Inflationsängste auch von neusten Daten aus Grossbritannien, wo die Teuerungsrate die Marke von 10% knackte. An den Anleihenmärkten drückten die wieder verstärkten Konjunktursorgen auf die Kurse von US-Staatsanleihen, woraufhin die Rendite zehn Jahre laufender Treasuries auf 2.86% kletterte.

US-Konsum zeigt Schwächezeichen

Die Einzelhandelsumsätze in den USA blieben im Juli auf dem Niveau des Vormonats unverändert, während Analysten im Schnitt mit einem moderaten Zuwachs von +0.1% gerechnet hatten. Zudem wurde der Vormonatswert von +1.0% auf +0.8% revidiert.

An der New Yorker Börse schloss der Dow Jones Industrial -0.5% tiefer als am Vortag bei 33'980.32 Punkten und der S&P 500 gab um -0.72% auf 4'274.04 Zähler nach. An der Nasdaq waren die Tagesverluste noch etwas kräftiger mit rund -1.2%. Hintergrund waren einerseits die Schwächezeichen vom Konsum in den USA sowie die Aussicht auf weiter steigende Zinsen, bekräftigt durch das gestern Abend veröffentlichte Protokoll zur Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) der amerikanischen Zentralbank.

In Asien tendierten die Aktienmärkte am Donnerstag tendenziell im negativen Bereich. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund -0.9% tiefer und in Hongkong verliert der Hang Seng rund -0.5%.

Fed wird Zinserhöhungstempo mit der Zeit drosseln, bleibt aber vorerst auf restriktiveren Kurs

Wie aus dem Protokoll (Minutes) des letzten Zinsentscheids vom 27. Juli des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank hervorging, wird die Fed vorerst an ihrem Straffungskurs festhalten, jedoch zu einem gewissen Zeitpunkt das Tempo der Leitzinserhöhungen verlangsamen. Diesbezüglich müssten die Auswirkung der bisherigen Zinserhöhung auf die Wirtschaftsentwicklung in den USA jeweils neu bewertet werden. Hinsichtlich der Inflationsentwicklung seien derzeit noch keine signifikanten Anzeichen einer Abkühlung festzustellen, hielt das Protokoll fest. Die nach wie vor hohe Inflation zwingt das Fed aber weiterhin zu einer restriktiveren Geldpolitik und so muss in absehbarer Zeit mit weiteren Zinsschritten gerechnet werden. Nach der Veröffentlichung des Protokolls gab der US-Dollar gegenüber dem Euro nach. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im Gegenzug auf knapp 2.9%.

Britische Inflationsrate knackt die Zehnprozentmarke – Bank of England bleibt unter Zugzwang

In Grossbritannien hat sich der Anstieg der Lebenshaltungskosten im Juli weiter beschleunigt. Auf Jahressicht kletterte die Teuerungsrate von +9.4% im Juni auf +10.1%. Damit wurde die höchste Inflationsrate seit 1982 gemessen. Der Anstieg der Konsumentenpreise war zudem deutlich stärker als von Analysten mit +9.8% antizipiert. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die britischen Verbraucherpreise im Juli um +0.8%, doppelt so stark wie erwartet. Getrieben wurden die Konsumentenpreise vor allem durch höhere Nahrungsmittel- und Transportkosten. Die ungebremste Inflation stellt nicht nur die Bank of England vor eine grosse Herausforderung, sondern sicherlich auch den neuen britischen Premierminister/in den es noch zu bestimmen gilt.  

Wirtschaftswachstum im Euroraum hat sich im Frühjahr beschleunigt, aber weniger als erwartet

Das Bruttoinlandsprodukt der 19 Euroländer ist im zweiten Quartal um +0.6% zum Vorquartal gewachsen, damit aber etwas langsamer als in einer ersten Schätzung mit +0.7% veranschlagt. Immerhin hat sich damit das Wirtschaftswachstum gegenüber dem ersten Quartal beschleunigt als eine Expansionsrate von +0.5% registriert wurde. Das kräftigste Wachstum der grossen Euro-Wirtschaften verbuchte Spanien mit +1.1% gefolgt von Italien mit +1.0% und Frankreich mit +0.5%. In Deutschland stagnierte die Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal.

  

Wirtschaftskalender 18. August 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
11:00 EZ Verbraucherpreise (Juli, J/J) +8.9%
11:00 EZ Kern-Verbraucherpreise (Juli, J/J) +4.0%
14:30 USA Philly Fed Industrieindikator (August) -18.6
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosengeld (wöchentlich) 262'000
16:00 USA Frühindikator (Juli) -0.8%
16:00 USA Verkäufe bestehender Häuser (Juli, M/M) -5.4%

 

Unternehmenskalender 18. August

Land Unternehmen Periode
CH Geberit Q2
CH Zur Rose H1
USA Applied Materials Q3

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

 

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.