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LGT Navigator: US-Notenbankspitze bleibt noch entspannt hinsichtlich erhöhter Inflationssorgen

24. März 2021

Die mit Spannung erwarteten Aussagen von US-Notenbankchef Powell sorgten an der Wall Street für Kursverluste. Der Fed-Präsident verwies u.a. auf die Gefahr, dass einige Vermögenswerte erhöhte Bewertungen erreicht hätten. Andererseits zeigte sich Powell aber auch entspannt im Hinblick auf die Inflationserwartungen. Während die Aktienkurse unter Druck gerieten, gab die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen auch angesichts der in dieser Woche stattfindenden Auktionen den zweiten Tag in Folge nach. Nach unten ging es auch beim Ölpreis.

US-Notenbankspitze bleibt noch entspannt hinsichtlich erhöhter Inflationssorgen

Nach einem vielbeachteten Auftritt des Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses schlossen die Indizes an der New Yorker Börse schwächer. Der Dow-Jones-Index gab um -0.94% auf 32’423.15 Punkte nach und der S&P-500 fiel um -0.76% auf 3’910.52 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq beliefen sich die Tagesverluste auf rund ein Prozent. Powell sieht trotz der umfangreichen Fiskalhilfen keine unmittelbare Gefahr einer steigenden Inflation. Die Auswirkungen für die Inflation seien weder besonders gross noch dauerhaft, so der Fed-Chef. In der Folge fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf rund 1.6% zurück. Inzwischen erwägt die US-Regierung bereits neue Konjunkturhilfen in Höhe von bis zu USD 3 Billionen, mit dem die teilweise marode Infrastruktur des Landes verbessert werden soll. Die Aussicht auf weitere fiskalpolitische Pakete könnte die Renditen schnell wieder steigen lassen und damit die Aktienkurse unter Druck setzen.

In Asien folgten die meisten Aktienindizes zur Wochenmitte den schwächeren Vorgaben der Wall Street und auch für Europas Börsen signalisieren die Futures einen negativen Handelsauftakt. Belastungsfaktoren bleiben die Sorgen angesichts der dritten Pandemiewelle in Europa sowie geopolitische Spannungen zwischen den USA/Europa und China/Russland.

Fed-Chef Powell: Wirtschaft so lange wie notwendig stützen

Der amerikanische Notenbankpräsident Jerome Powell äusserte sich positiv hinsichtlich des Erholungstrends der US-Wirtschaft. Dieser sei schneller als erwartet, jedoch sei die Konjunkturerholung noch lange nicht beendet. Powell meinte anlässlich seiner Anhörung vor einem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses, dass es daher notwendig sei, die Wirtschaft so lange wie notwendig zu stützen. Denn einige Wirtschaftsbereiche seien nach wie vor hart durch die Corona-Pandemie betroffen, allen voran der Dienstleistungssektor. Während der Konjunkturausblick weiterhin stark durch Unsicherheiten belastet bleibt, bieten die Fortschritte bei der Impfkampagne laut Powell Hoffnung. Negativ aufgenommen wurde an der Wall Street aber vor allem der Hinweis des Notenbankchefs, dass einige Vermögenswerte in der Zwischenzeit hoch bewertet seien.

US-Leistungsbilanz steigt 2020 auf höchsten Stand seit 12 Jahren

Das chronische Defizit in der Leistungsbilanz der Vereinigten Staaten hat sich im letzten Jahr nochmals deutlich ausgeweitet. Im Gesamtjahr 2020 erhöhte sich das Leistungsbilanzdefizit um rund +35% oder um USD 167 Mrd. auf USD 647.2 Mrd. Verantwortlich waren vor allem ein höheres Handelsdefizit – trotz Trumps Handelskrieg – sowie geringere Überschüsse in der Dienstleistungs- und Einkommensbilanz, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte.

EZB-Chefökonom Lane: Euro-Wirtschaft weiterhin im Bann der Pandemie

Zu Beginn des zweiten Quartals bleibe die Coronakrise für die Wirtschaft im Euroraum laut EZB-Chefvolkswirt Philip Lane der dominierende Faktor. Auf der negativen Seite stünden die wieder steigenden Covid-19-Infektionszahlen und auf der positiven Seite die Impfungen und die kurzfristigen Bemühungen, das Virus unter Kontrolle zu halten.

 

Wirtschaftskalender 24. März 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 GB Verbraucherpreise (Februar, J/J) +0.7%
08:00 GB Kern-Verbraucherpreise (Februar, J/J) +1.4%
09:15 FR IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Februar) 47.0
09:30 DE IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Februar) 51.1
10:00 EZ IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Februar) 48.8
10:30 GB IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Februar) 49.6
13:30 USA Auftragseingang dauerhafte Güter (Februar, M/M) +3.4%
14:45 USA IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (Februar) 59.5

 

Unternehmenskalender 24. März

Land Unternehmen Periode
DE E.ON Jahreszahlen

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.