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LGT Navigator: US-Politik und Corona-Sorgen halten Anleger in Schach

6. Januar 2021

Im US-Bundesstaat Georgia zeichnet sich bei den zwei Stichwahlen im Rennen um die Vormacht im Senat bisher kein klarer Sieger aber. Eine tagelange Hängepartei kann nicht ausgeschlossen werden. Heute steht nun die Bestätigung des US-Wahlergebnisses im Kongress an. Gleichzeitig wird die Börsenstimmung durch die Sorge vor den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der wieder verstärkten Restriktionen im Kampf gegen die Corona-Pandemie in weiten Teilen Europas belastet.

US-Politik und Corona-Sorgen halten Anleger in Schach

Während an Europas Börsen gestern die Vorsicht überwog – der EuroStoxx 50 schloss -0.46% tiefer bei 3'547.85 Punkten – legten die Aktienkurse an der Wall Street bis zum Handelsschluss nochmals zu, gestützt durch starke Umfragewerte im US-Industriesektor. Der Dow Jones Industrial ging mit einem Gewinn von +0.55% bei 30'391.60 Punkten aus dem Tagesgeschäft und der marktbreite S&P 500 legte gar um +0.71% auf 3'726.86 Zähler zu. An den asiatischen Börsen war erneut kein einheitlicher Trend zu beobachten. Für Verunsicherung sorgte die Meldung, wonach die New Yorker Börse (NYSE) erneut ihre Meinung ändern und drei grosse chinesische Telekomkonzerne nun doch von der Börse nehmen könnte. US-Präsident Donald Trump hatte zudem ein Verbot von US-Transaktionen mit acht digitalen chinesischen Bezahlplattformen unterzeichnet. Währenddessen kletterte der Ölpreis nach der überraschenden Fördersenkung Saudi-Arabiens über USD 50 je Barrel.

«Georgia on my mind» – Ausgang der Senats-Stichwahl unklar

Die für die bevorstehende Präsidentschaft von Joe Biden äusserst wichtige Stichwahl im US-Bundesstaat Georgia scheint so knapp auszufallen, dass bisher kein definitives Ergebnis vorliegt. Die Wahl entscheidet, welche der beiden Parteien zukünftig die Macht im US-Senat innehaben wird. Können die Republikaner ihre Mehrheit verteidigen, wird es die zukünftige Regierung Biden schwer haben, wirklich neue Akzente zu setzen. Sollte es den beiden demokratischen Senatsanwärtern gelingen, die Wahl in Georgia für sich zu entscheiden, so hätte Biden die volle Macht in Washington und dementsprechend grossen Spielraum. In diesem Falle rechnen viele Anleger mit höheren fiskalischen Anreizen zur Stimulierung der Wirtschaft, aber auch mit höheren Steuern und mehr Regulierung. Wenn es aber den Republikanern gelingen sollte, mindestens einen der beiden Sitze in Georgia zu gewinnen, könnten sie jede Initiative oder die Nominierung von Bidens Kabinetts blockieren.

Bestätigung des Wahlergebnisses im US-Kongress erwartet

Das Ergebnis der US-Präsidentenwahl vom November soll heute im Kongress in Washington bestätigt werden. Normalerweise wäre dieser Vorgang eine Formalität, jedoch ist angesichts des nach wie vor vom amtierenden Präsidenten Trump angefochtenen Wahlresultats mit einer Störaktion loyaler Republikaner zu rechnen. Dies wird das Endresultat der Wahlen (306 zu 232 Elektoren-Stimmen für Biden) zwar nicht beeinflussen können, jedoch das Prozedere in die Länge ziehen und die demokratischen Grundpfeiler der USA noch mehr erschüttern.

US-Industriebarometer erreicht höchsten Stand seit August 2018

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den amerikanischen Industriesektor legte im Dezember auf 60.7 Punkte von 57.5 Zählern im Vormonat zu. Damit notiert der wegen seiner hohen Korrelation zum Wachstum der Gesamtwirtschaft stark beachtete Frühindikator das höchste Niveau seit fast zweieinhalb Jahren. Analysten hatten hingegen einen Rückgang auf 56.8 Punkte prognostiziert. Zum Höhepunkt des Corona-bedingten Einbruchs im Frühjahr 2020 brach der ISM-Industrie-PMI auf 41.5 Punkte ein und erholte sich in der Folge graduell wieder. Dabei wird deutlich, dass die Industrie – nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt – deutlich weniger unter den Beschränkungen des öffentlichen Lebens leidet als der Dienstleistungssektor.

Weltbank rechnet mit kräftiger Konjunkturerholung im laufenden Jahr

Die Weltbank mit Sitz in Washington geht davon aus, dass sich die Weltwirtschaft in diesem Jahr weiter von der Corona-Rezession erholen wird. Die Erholung bleibe aber fragil und sei abhängig davon, wie konsequent die Pandemie auch mit Hilfe flächendeckender Impfungen bekämpft werde und wie investitionsfördernde Reformen umgesetzt würden. Prognostiziert wird ein globales BIP-Wachstum von +4%.

 

 

Wirtschaftskalender 6. Januar 

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:45 FR Verbraucherpreise (Dezember, J/J)  +0.2%
08:45 FR Konsumentenstimmung (Dezember)  +90.0
09:45 IT IHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Dezember) 42.7
09:50 FR IHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Dezember) 49.6
09:55 DE IHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Dezember) 52.5
10:00 EZ IHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Dezember) 49.8
10:30 GB IHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Dezember) 50.7
14:00 DE Verbraucherpreise (Dezember, J/J) -0.7%
14:15 USA ADP Beschäftigungswachstum Privatwirtschaft (Dezmber) +307'000
15:45 USA IHS Markit Composite Einkaufsmanagerindex (Dezember) 55.7
20:00 USA FOMC-Protokoll

 

Unternehmenskalender 15. Januar 

Land Unternehmen Periode
USA JPMorgan Chase Q4
USA Citigroup  Q4
USA Goldman Sachs  Q4
USA Alcoa Q4

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

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