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LGT Navigator: US-Retailer glänzen in der Corona-Krise

19. August 2020

Die asiatischen Aktien stiegen zur Wochenmitte teilweise auf den höchsten Stand seit sieben Monaten, getrieben durch positive Vorgaben der New Yorker Börse. Neben dem anhaltenden Höhenflug der Tech-Aktien lieferten einerseits neue US-Immobilienmarktdaten und andererseits die Quartalsergebnisse des US-Einzelhandelskonzerns Walmart und der Baumarktkette Home Depot positive Impulse. Beide Retailer konnten im zweiten Quartal von einer deutlich gestiegenen Kundennachfrage in der Corona-Krise profitieren und übertrafen die Analystenerwartungen. Währenddessen wird im US-Präsidentschaftswahlkampf der Ton mit dem anfangs Woche begonnenen Parteitag der Demokraten deutlich schärfer.

US-Retailer profitieren von Corona-Krise

Der US-Retail-Gigant Walmart profitierte im zweiten Quartal von einem starken Online-Geschäft, welches aufgrund des Corona-«Lockdowns» florierte. Walmart übertraf sowohl beim operativen Gewinn (USD 6.1 Mrd.; +8.5% gegenüber dem Vorjarh) als auch beim Umsatz (USD 137.7 Mrd.; +5.6%) die Markterwartungen deutlich. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit USD 1.56 ebenfalls klar über dem Analystenkonsens von USD 1.25. Die Aktie legte zunächst kräftig um rund -6% zu, musste dann aber im Verlauf des Handels die Gewinne wieder abgeben. Auch die amerikanische Baumarktkette Home Depot konnte dank einer starken Nachfrage während des «Lockdowns» beim Gewinn und Umsatz kräftig zulegen und die Prognosen der Analysten deutlich überbieten. Home Depot steigerte den Nettogewinn im Q2 von USD 3.5 Mrd. im Vorjahr auf USD 4.33 Mrd. Je Aktie verdiente der Konzern USD 4.02 (Konsens USD 3.64). Der Umsatz kletterte auf von USD 30.8 Mrd. auf USD 38 Mrd. (Konsens USD 34.5 Mrd.).

An der Wall Street standen ausserdem einmal mehr die Technologieaktien im Vordergrund. Während der Dow Jones Industrial-Index leicht an Terrain (-0.24%) einbüsste, erreichte der S&P 500 im Gefolge der Nasdaq ein neues Rekordhoch bei 3395.0 Punkten und schloss +0.23% höher bei 3389.78. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann +0.98% und notierte bei 11 421.0 Zählern ebenfalls eine neue Rekordmarke. In Asien folgten die meisten Indizes den positiven Vorgaben und erreichten teilweise den höchsten Stand seit sieben Monaten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio stieg um +0.32% auf 23 124.28 Punkte.

Trump verschärft den Wahlkampfton

In Reaktion auf den anfangs Woche begonnenen Parteitag der Demokraten hat US-Präsident Donald Trump den Ton im laufenden Präsidentschaftswahlkampf nochmals verschärft. Dabei griff er nicht nur die ehemalige First Lady Michelle Obama an, die am virtuellen Parteitag der Demokraten klare Worte gegen den Präsidenten aussprach, sondern auch seinen Vorgänger. Die Administration Obama/Biden sei die korrupteste in der Geschichte gewesen, twitterte Trump.

US-Immobilienmarkt ­ von Krise nicht mehr viel zu spüren

Am amerikanischen Häusermarkt scheint die Krise bereits überwunden. Neuste Daten zu Neubaubeginnen und Baugenehmigungen präsentierten sich im Juli überraschend stark. So stieg die Zahl der neu gestarteten Bauprojekte um +22.6% zum Vormonat. Die für die zukünftige Bautätigkeit aussagekräftigen Baugenehmigungen legten im Berichtszeitraum um +18.8% auf Monatssicht zu. Damit haben die Baubeginne den Rückgang in der Corona-Krise weitestgehend wieder aufgeholt, und die Baugenehmigungen in etwa zur Hälfte.

Neuer Anlauf in Brexit-Verhandlungen

In Brüssel wurden gestern die Gespräche zwischen den Unterhändlern der Europäischen Union und Grossbritannien über ein Anschlussabkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase wieder aufgenommen. Bisher verliefen die Verhandlungsrunden weitgehend ergebnislos und ein Durchbruch sollte Experten zufolge auch jetzt nicht erwartet werden. Uneinigkeit herrscht weiterhin bei den EU Forderungen nach gleichen Wettbewerbsbedingungen sowie beim Thema Fischerei. Kommt kein Anschlussabkommen zustande, droht ein harter wirtschaftlicher Brexit mit Zöllen und Handelshemmnissen. EU-Chefunterhändler Michel Barnier konnte den Briten ein Handelsabkommen, mit dem Grossbritannien Waren ohne Zölle und Mengenbegrenzung in den Binnenmarkt exportieren könnte, anbieten. Brüssel verlangt dafür aber gleich hohe Umwelt- und Sozialstandards sowie einheitliche Regeln zur Wirtschaftsförderung, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Dies wurde vom britischen Delegationsführer David Frost abgelehnt.

 

 

Wirtschaftskalender 19. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
10:30 GB Verbraucherpreise (Juli, M/M) +0.1%
10:30 GB Verbraucherpreise (Juli, J/J) +0.6%
10:30 GB Kern-Verbraucherpreise (Juli, J/J) +1.4%
11:00 EZ Verbraucherpreise (Juli, J/J) +0.3%

 

Unternehmenskalender 21. August

Land Unternehmen Periode
USA Deere Q3

 

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi, +41 44 250 78 59, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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Aramco legt Preisspanne fest

Der saudische Ölkonzern Aramco setzt die Preisspanne für den geplanten Börsengang zwischen USD 8.00 bis USD 8.53 (30 bis 32 Riyal) fest und plant «lediglich» 1.5% seiner Anteile auf den Markt zu bringen. Damit beträgt der Wert des IPOs rund USD 1.6-1.7 Bio., deutlich weniger als das ursprünglich gesetzte Ziel von USD 2 Bio. Der endgültige Preis soll am 5. Dezember festgelegt werden.