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LGT Navigator: US-Senat verabschiedet milliardenschweres Infrastrukturpaket

11. August 2021

US-Präsident Joe Biden kann einen wichtigen Etappensieg verbuchen, denn der US-Senat hat mit einer überparteilichen Mehrheit das enorme Infrastrukturpaket verabschiedet. Nun stehen weitere zähe Verhandlungen im Repräsentantenhaus bevor. In Deutschland trüben sich die Konjunkturerwartungen im August ein und am Schweizer Immobilienmarkt steigt die Gefahr einer Blasenbildung.

Fiskalpaket

An den amerikanischen Börsen ging es am Dienstag erneut aufwärts. Für gute Stimmung sorgte die Verabschiedung des massiven Infrastrukturpakets durch den US-Senat. Der S&P 500 avancierte +0.1% und schloss mit 4436.75 Punkten auf einem neuen Allzeithöchst. Auch der Dow Jones erreichte eine neue Bestmarke (+0.4%, 35'264.67 Punkte). Dagegen verzeichnete der Nasdaq Composite Verluste und verlor -0.5% auf 14'788.09 Zähler. Im Fokus steht heute die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für den Juli. Analysten erwarten, dass die Preise verglichen zum Vorjahr um +5.3% gestiegen sind.

Auch in Asien verzeichnen die Aktienmärkte am Mittwoch Gewinne. In Tokio klettert der Nikkei um +0.5%. In Hongkong steigt der Hang Seng um +0.1% und der Shanghai Composite avancierte ebenfalls um +0.1%.

Etappensieg für Biden

Der US-Senat hat am Dienstag ein enormes Infrastrukturpaket verabschiedet und damit ein zentrales Wahlversprechen von Präsident Joe Biden einen wichtigen Schritt vorangebracht. Neben 50 Demokraten haben 19 republikanische Senatoren für die Vorlage gestimmt - nur dank des überparteilichen Zusammenschlusses war eine Mehrheit in der kleinen Kammer überhaupt möglich. Das 1-Billion-Dollar-Paket sieht vor, bestehende Infrastrukturprogramme zu verlängern, zudem sollen in den kommenden Jahren zusätzlich USD 550 Mrd. für die Modernisierung von Strassen und Brücken, für erneuerbare Energien sowie zahlreiche weitere Projekte bereitgestellt werden. In trockenen Tüchern ist das milliardenschwere Paket damit aber noch nicht: Nach diesem ersten wichtigen Erfolg stehen nun weitere zähe Verhandlungen im US-Repräsentantenhaus bevor.

Stimmung der deutschen Finanzexperten trübt sich ein

Deutsche Börsenprofis blicken weniger zuversichtlich in die Zukunft als noch vor einem Monat. So hat sich der ZEW-Index, der die Stimmung der Finanzexperten misst, im August deutlicher als erwartet eingetrübt und ist auf 40.4 Punkte gefallen, von 63.3 Zählern im Juli. Analysten hatten einen Rückgang auf 55 Punkte erwartet. Insbesondere die Sorgen um eine erneute Ausweitung der Coronapandemie belastet die Konjunkturerwartungen. Im Mai hatte der Index mit 84.4 Zählern den höchsten Stand seit mehr als 21 Jahren erreicht, seitdem sinkt der Stimmungsindikator. Auch in der Eurozone sind die Konjunkturerwartungen im August zum dritten Mal in Folge gesunken. Der entsprechende Index ist um 18.5 auf 42.7 Punkte gefallen. 

Schweizer Immobilienpreise ziehen weiter an

Am Schweizer Immobilienmarkt steigt die Gefahr einer Blasenbildung. Das zeigt der Swiss Real Estate Bubble Index, den die UBS vierteljährlich publiziert. So sind die Preise für Eigenheime im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um +5.4% gestiegen, teilte die Grossbank am Dienstag mit. Dabei handelt es sich um den stärksten Anstieg seit acht Jahren. Der Index ist entsprechend von 1.78 auf 1.9 Punkte gestiegen, wobei Werte von über 2 eine Überhitzung am Immobilienmarkt spiegeln. Auch die Hypothekarschulden der Privathaushalte sind gestiegen und haben sich verglichen zum Vorjahr um knapp +3% erhöht. Die UBS warnt in ihrem Bericht denn auch vor einer weiteren Zunahme der Verschuldung. In der Kombination mit hohen Preissteigerungen sei das nämlich ein Indiz dafür, dass am Immobilienmarkt Ungleichgewichte entstehen würden. In den nächsten Monaten erwarten die UBS-Ökonomen zunächst allerdings einen Rückgang des Swiss Real Estate Bubble Index. 

 

 

Wirtschaftskalender 11. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:00 DE Verbraucherpreisindex (M/M, Juli) +0.9%
14:30 USA Verbraucherpreisindex Kernrate (J/J, Juli) +4.5%

 

Unternehmenskalender 11. August

Land Unternehmen Periode
NL Ahold Delhaize Q2
CH Dätwyler Q2
CH Elma Electronic Q2
CH Swiss Steel Q2

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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