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LGT Navigator: Wall Street hält Rekordniveaus trotz fragiler Inflationserwartungen

13. August 2021

Nachdem der Dow Jones und der S&P-500 zur Wochenmitte neue Rekordstände erreicht hatten, hielten sich die New Yorker Indizes auch am Donnerstag auf hohem Niveau. Die Inflationsängste rückten vorerst etwas in den Hintergrund, was zu einer positiven Börsenstimmung beitrug, jedoch verdeutlichen die gestern publizierten Daten zu den Erzeugerpreisen, dass der Preisdruck in den USA weiter zunehmen dürfte und die Ausrichtung der US-Notenbank massgeblich beeinflussen wird.

Wall Street hält Rekordniveaus trotz fragiler Inflationserwartungen

Nachdem die neusten Verbraucherpreise aus den USA im Rahmen der Erwartungen ausgefallen waren – die Inflationsrate notierte im Juli zwar mit +5.4% den höchsten Stand seit 13 Jahren, stieg aber gegenüber dem Vormonat nicht weiter an – rückte die Angst der Anleger vor einer baldigen geldpolitischen Reaktion des Fed zumindest vorerst etwas in den Hintergrund. An der Wall Street haben sich am Donnerstag der Dow Jones Industrial und der S&P 500 auf Rekordniveau gehalten. Der Dow schloss knapp im Plus bei 35'499.85 Punkten (+0.04%) und der marktbreite S&P ging bei 4'460.83 Zählern (+0.3%) aus dem Tagesgeschäft. An der Technologiebörse Nasdaq waren die Gewinne mit rund +0.4% noch etwas stärker.

In Asien zeigte sich zum Wochenabschluss kein einheitlicher Trend. In Tokio blieb der Nikkei 225-Index praktisch unverändert bei 28'009 Punkten, während auf dem chinesischen Festland der CSI 300 um knapp 1% und der Shanghai Composite um rund -0.5% nachgegeben haben. In Hongkong büsste der Hang Seng am Freitag rund -1% ein. Händler verweisen auf die anhaltende Besorgnis über mögliche neue behördliche Eingriffe in China und die Auswirkungen der sich ausbreitenden Delta-Variante des neuen Coronavirus in mehreren Ländern der Region.

US-Erzeugerpreise deuten auf anhaltenden Inflationsdruck hin

Die Preise auf Produzentenebene in den Vereinigten Staaten sind im Juli spürbar gestiegen. Auf Jahressicht stiegen die Erzeugerpreise kräftiger als von Ökonomen erwartet um +7.8% (Konsens +7.3%) und im Monatsvergleich um +1.0% (Konsens +0.6%). In der Kernrate, also ohne die vielfach volatilen Preise für Nahrungsmittel und Energie, erhöhten sich die Preise auf Produzentenebene gegenüber dem Vormonat ebenfalls um +1.0% und im Jahresvergleich um +6.1%). Der weitere Anstieg bei den Erzeugerpreisen ist u.a. auf höhere Energie- und Rohstoffpreise, aber auch auf die angespannten Lieferketten, die für längere Lieferzeiten und höhere Transportkosten sorgen, sowie auf einen verstärkten Arbeitskräfte- und Materialmangel zurückzuführen.

Positiv zu vermerken war gestern der Rückgang der wöchentlich gemeldeten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenversicherung in den USA. Die Initial Jobless Claims gingen in der Woche zum 7. August um 12’000 auf 375'000 Anträge zurück, wie das US-Arbeitsministerium berichtete. In der Woche zum 31. Juli erhielten damit 2.87 Millionen Amerikaner Arbeitslosenunterstützung – eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 114’000.

Leichter Rückgang der Industrieproduktion im Euroraum

Die Industrie in der Eurozone produzierte im Juni -0.3% weniger als im Monat zuvor. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um -0.2% gerechnet. Zudem war die Industrieproduktion im Mai stärker gefallen als zunächst ermittelt, nämlich um -1.1% (erste Berechnung -1.0%). Gegenüber dem durch die Coronakrise gezeichneten Vorjahresmonat erholte sich die Produktion im Juni dagegen um +9.7%.

Britische Wirtschaft findet zurück auf den Wachstumspfad

Im Vergleich zum schwachen Jahresauftakt hat sich Grossbritanniens Wirtschaft im zweiten Quartal erholt und wuchs im Quartalsvergleich um +4.8%. Die zweitgrösste Volkswirtschaft Europas profitierte dabei sicherlich vom Ende der meisten Corona-Einschränkungen. Insbesondere die Ausgaben der Privathaushalte trug mit einer Zunahme um +7.3% gegenüber dem Vorquartal zum Wachstum bei.

 

 

Wirtschaftskalender 13. August

MEZ Land Indikator Letzte Periode
08:45 FR Verbraucherpreise (Juni, J/J) +1.6%
09:00 SP Verbraucherpreise (Juni, J/J) +2.9%
11:00 EZ Handelsbilanz (Juni) +EUR 7.5 Mrd.
14:30 USA Importpreise (Juni, M/M) +1.0%
16:00 USA Konsumentenvertrauen Univerität Michigan (August)  79.0

 

Unternehmenskalender 17. August

Land Unternehmen Periode
CH Swiss Life H1
USA Home Depot Q2
USA Walmart Q2
USA Agilent Technologies Q2
AUS BHP  Gesamtjahr

  

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Impressum
Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: David Wolf, +41 44 250 83 48, E-Mail: lgt.navigator@lgt.com
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG

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