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Chip-Ergebnisse beflügeln Aktienmärkte vor Fed-Entscheid

Ein starker Quartalsbericht von SK Hynix stärkte das Vertrauen in die Nachfrage nach künstlicher Intelligenz (KI), liess südkoreanische Aktien deutlich steigen und unterstützte am Mittwoch die asiatischen Börsen. Die Wall Street schloss am Dienstag überwiegend höher, angeführt von Technologiewerten, während die europäischen Märkte trotz schwacher britischer Aktien insgesamt zulegten. Anlegerinnen und Anleger warten nun auf den Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) sowie die Quartalszahlen der Google-Muttergesellschaft Alphabet und des Softwarekonzerns Microsoft am Mittwoch. Dabei suchen sie nach Belegen dafür, dass die massiven KI-Investitionen zu nachhaltigem Umsatzwachstum führen.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Earnings Season Wrap-Up
© Shutterstock

Asiatische Aktien legen dank KI-Optimismus zu

Der südkoreanische KOSPI sprang am Mittwoch um mehr als 6% auf ein Zweiwochenhoch, nachdem der Speicherchiphersteller SK Hynix einen Anstieg des operativen Gewinns im dritten Quartal um 631% gemeldet hatte, getragen von der Nachfrage nach KI-Anwendungen. Die Aktien von SK Hynix legten um 11% zu, unterstützt durch zusätzlich geplante Ausschüttungen an die Aktionärinnen und Aktionäre in Höhe von KRW 60 Billionen, während die Anteilsscheine des Konkurrenten Samsung Electronics mehr als 8% gewannen. Japans Nikkei 225 stieg um 1.5%, der chinesische Shanghai Composite und der festlandchinesische CSI 300 legten jeweils um 0.7% zu, und der Hongkonger Hang Seng gewann 0.2%. Unterdessen stieg der US-Dollar-Index leicht um 0.1% auf 102.44, während die Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Laufzeitenkurve hinweg anzogen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag dabei knapp über 5%. Bitcoin legte um 1.6% auf rund USD 80'900 zu.

US-Technologieaktien setzen Erholung fort

Der Nasdaq 100 stieg am Dienstag um 1.3% auf 29'651.44 Punkte, während der S&P 500 um 0.6% auf 7722.60 Punkte zulegte, da US-Technologieaktien ihre Erholung fortsetzten. Der Dow Jones Industrial Average blieb mit 52'377.57 Punkten nahezu unverändert. Gebremst wurde der Dow vom Kursrückgang des Flugzeugherstellers Boeing um 10.7% nach enttäuschenden Aussagen zu Auslieferungen und dem längerfristigen Cashflow. Optimismus hinsichtlich eines möglichen Börsengangs des KI-Unternehmens Anthropic stützte aber weiterhin die Stimmung, während ein Anstieg des US-Verbrauchervertrauens auf makroökonomischer Seite zusätzliche Unterstützung bot. Der US-Verbrauchervertrauensindex des Conference Board stieg im Oktober auf 91.7 Punkte, nach einem auf 84.2 nach oben revidierten Septemberwert, wie am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten.

Europäische Aktienindizes steigen, London bleibt zurück

Der Euro Stoxx 50 gewann am Dienstag 0.8% auf 6164.65 Punkte, unterstützt durch eine erneute Nachfrage nach Technologieaktien und niedrigere Ölpreise angesichts von Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte am Persischen Golf vor dem US-Zinsentscheid am Mittwoch. Der Schweizer SMI legte um 0.4% auf 14'597.63 Punkte zu, während britische Aktien nach enttäuschenden Unternehmensergebnissen nachgaben. Die Aktien der in Grossbritannien kotierten Bank HSBC fielen um 5.4%, nachdem der Nettozinsertrag und das Vermögensverwaltungsgeschäft schwächer als erwartet ausgefallen waren. Der deutsche Autobauer Mercedes-Benz verlor nach einer Senkung seines Gewinnziels fast 4%. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis legte um 1% zu, da der nachlassende Wettbewerb durch Generika und Produktivitätssteigerungen dazu beitrugen, dass der bereinigte Gewinn die Erwartungen übertraf und der Konzern seinen Ausblick für den Jahresgewinn anhob.

Ölpreise steigen nach Angriff auf saudische Raffinerie

Die Terminkontrakte auf Brent-Rohöl stiegen um 1.8% auf USD 111.36 je Barrel, während die Terminkontrakte auf West Texas Intermediate (WTI) um 1.8% auf USD 101.72 zulegten, da sich Sorgen über Lieferunterbrechungen im Nahen Osten verstärkten. Die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen erklärten am Dienstag, sie hätten die saudische Raffinerie Ras Tanura mit einer ballistischen Rakete getroffen, was die Befürchtungen einer Ausweitung des regionalen Konflikts verstärkte. US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, er werde bestimmen, wann der Krieg mit dem Iran ende, und bekräftigte, dass jede Vereinbarung Teheran daran hindern müsse, Atomwaffen zu erlangen. Damit blieb für Anlegerinnen und Anleger unklar, ob weitere militärische Massnahmen folgen würden. Ein sich abzeichnendes Patt nach der Wahl in Israel sorgte für zusätzliche Unsicherheit über die Politik des Landes gegenüber dem Iran, während das Risiko unterbrochener Öllieferungen die Rohölpreise weiterhin stützte.

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG