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Asiatische Märkte unter Druck nach enttäuschenden Daten aus China

Aktienindizes in Asien notierten am Dienstag mehrheitlich tiefer, nachdem schwächer als erwartete chinesische Einzelhandelsumsätze die uneinheitliche wirtschaftliche Erholung des Landes verdeutlicht und die Erwartungen verstärkt hatten, dass Peking weitere Unterstützung leisten muss. Die Ölpreise und Renditen von US-Staatsanleihen stiegen, was die Vorsicht der Anlegerinnen und Anleger vor der Entscheidung der Federal Reserve am Mittwoch erhöhte. US-Aktien schlossen am Montag im Minus, nachdem Bedenken im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI) Chipaktien belastet hatten.

  • Datum
  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

China Shanghai
© Shutterstock

Chinas Einzelhandelsumsätze stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 0.4%, nach 0.6% im Juli, und blieben damit hinter den Markterwartungen zurück, wie am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten. Die Industrieproduktion erhöhte sich um 5.2%, nach 4.5% im Juli, und übertraf die Erwartungen. Die städtischen Anlageinvestitionen fielen in den ersten acht Monaten um 7.2%, nachdem sie von Januar bis Juli um 6.7% gesunken waren. Die städtische Arbeitslosenquote stieg von 5.2% im Juli leicht auf 5.3%, was teilweise auf die Abschlusszeit an Hochschulen zurückzuführen war. Das Statistikamt verwies auf ein akutes Ungleichgewicht zwischen der starken Industrieproduktion und der schwachen inländischen Konsumnachfrage. Dies erhöhe den Druck auf Peking, die politischen Stützungsmassnahmen zu verstärken, nachdem sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf 4.3% verlangsamt hatte. Der chinesische CSI 300 fiel am Dienstag um 0.2%, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 0.6% nachgab.

Asiatische Aktien notieren mehrheitlich tiefer

Die Börsen in Asien handelten am Dienstag mehrheitlich im roten Bereich aufgrund des Drucks durch die Ölpreise – Brent-Rohöl-Futures stiegen um 1.8% auf USD 107.54 je Barrel und West-Texas-Intermediate-Futures gewannen 1.9% auf USD 103.36 je Barrel –, steigende Renditen von US-Staatsanleihen (2-Jahre: 4.7%; 10-Jahre: 5.0%) und die Erwartungen einer Zinserhöhung der Federal Reserve am Mittwoch. Japans Nikkei 225 stieg um 0.1%, während Koreas Kospi um 0.8% fiel. Australiens S&P/ASX 200 gab um 1.1% nach und Indiens Nifty 50 verlor 0.2%. Gold und Bitcoin wurden leicht tiefer gehandelt. Das gelbe Metall verlor 0.1% auf rund USD 4290 je Unze, während der grösste digitale Vermögenswert um 0.3% auf rund USD 77'400 sank.

US-Aktien fallen angesichts von Bedenken wegen einer Verlangsamung der KI-Entwicklung

Aktienindizes an der Wall Street fielen am Montag, da Bedenken hinsichtlich der Sicherheit künstlicher Intelligenz Halbleiteraktien belasteten. Kurzzeitig nachgebende Ölpreise begrenzten jedoch die Verluste. Der Nasdaq 100 verlor 0.8% auf 29'127.16 Punkte, während der S&P 500 um 0.5% auf 7619.98 Punkte fiel und der Dow Jones Industrial Average 0.3% verlor; Schlusskurs: 52'421.20 Punkte. Chiphersteller wie Arm, Marvell und Applied Materials fielen zwischen 7.1% und 9.7%, während Nvidia 3.4% verlor. Dagegen stiegen Cybersicherheitsunternehmen wie CrowdStrike, Palo Alto Networks und Okta zwischen 12% und 14%. Den Bedenken gingen Warnungen von Führungskräften der KI-Branche voraus, darunter Dario Amodei, Chief Executive von Anthropic. Sie warnten, dass zunehmend leistungsfähige Systeme erhebliche Sicherheitsrisiken bergen könnten, und forderten eine Verlangsamung der Entwicklung sowie die Einführung von Schutzmassnahmen.

Schweizer Produzenten- und Importpreise steigen

Der Schweizer Produzenten- und Importpreisindex stieg im August gegenüber dem Vormonat um 0.7% auf 100.4 Punkte, wie das Bundesamt für Statistik am Montag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr lag er weiterhin 0.7% tiefer. Der Anstieg war hauptsächlich auf einen Zuwachs der inländischen Preise für Erdölprodukte um 27.3% sowie auf einen Anstieg der Preise für importierte Erdölprodukte um 27.7% zurückzuführen. Die Importpreise stiegen gegenüber Juli um 1.9% und lagen gegenüber dem Vorjahr 0.8% höher. Die Produzentenpreise erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0.2%, fielen gegenüber August des Vorjahres jedoch um 1.3%. Der Swiss Market Index stieg am Montag um 0.8% auf 13'878.54 Punkte, während der Euro Stoxx 50 um 0.8% auf 6275.25 Punkte fiel.

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG