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Börsen zeigen sich uneinheitlich vor wichtigen Konjunkturdaten

Während japanische Aktien am Mittwoch zulegten, entwickelten sich andere asiatische Börsen angesichts unterschiedlicher Konjunktursignale insgesamt uneinheitlich. In den USA schlossen der Dow Jones und der S&P 500 am Dienstag tiefer, während der Nasdaq-100 zulegte. Am Mittwoch stehen das Bruttoinlandprodukt (BIP) Grossbritanniens und der USA, Inflationszahlen aus Deutschland, Frankreich und Italien, der US-ADP-Arbeitsmarktbericht sowie die vielbeachteten Daten zu den persönlichen Konsumausgaben in den USA an. Zudem legt Micron am Mittwoch Quartalszahlen vor, wobei Anlegerinnen und Anleger erwarten, dass die Ergebnisse von der Nachfrage nach Speicherchips für künstliche Intelligenz und höheren Speicherchippreisen profitieren.

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  • Autor Amira Scherz, Junior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

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Vor der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten entwickelten sich die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch uneinheitlich: Japans Nikkei 225 gewann rund 2%, der Hang Seng in Hongkong blieb unverändert und der australische S&P/ASX 200 stieg um 1.1%, obwohl sich die jährliche Inflationsrate in Australien von 3.5% im Juli auf 4% im August beschleunigte. Japans Industrieproduktion sank im August gegenüber dem Vorjahr um 2.2%, nachdem sie im Juli noch um 4% gestiegen war. Ein Erdbeben und Lieferunterbrechungen belasteten japanische Fabriken. Zudem verlangsamte sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze in Japan von 3.7% auf 2.7%. Chinas Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe kehrte im September mit 50.1 Punkten nach 49.8 Punkten im August in den Wachstumsbereich zurück. Der PMI für das nicht verarbeitende Gewerbe stieg von 49.0 auf 50.2 Punkte. Unterdessen stabilisierte sich der Goldpreis bei rund USD 4180 je Unze, während Bitcoin um 0.1% auf rund USD 83'300 nachgab. Brent-Rohöl-Futures stiegen um 0.2% auf USD 96.38 je Barrel, und Futures auf West Texas Intermediate (WTI) gewannen 0.3% auf USD 89.60 je Barrel.

US-Börsen ohne klaren Trend angesichts sich verändernder Zinserwartungen

Die US-Aktienmärkte schlossen am Dienstag uneinheitlich: Der Dow Jones verlor 0.3% auf 51'349.92 Punkte und der S&P 500 gab um 0.2% auf 7670.84 Punkte nach, während der Nasdaq-100 um 0.2% auf 30'339.33 Punkte zulegte. Der Rückgang der Ölpreise am Dienstag konnte die Inflationssorgen kaum dämpfen, und die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichten ihren höchsten Stand seit 2002. Wie am Dienstag veröffentlichte Daten von The Conference Board zeigten, sank das US-Verbrauchervertrauen von 88.6 Punkten im August auf 81.9 Punkte im September. Die Zahl der offenen Stellen ging von 7.34 Millionen im Juli auf 7.08 Millionen im August zurück. Die schwächeren Daten und Äusserungen des New York Federal Reserve Präsidenten, John Williams, veränderten am Mittwoch die Erwartungen der Investorinnen und Investoren: Sie hielten eine Zinspause im Oktober nun für etwas wahrscheinlicher als eine Zinserhöhung.

Kanadas Wirtschaft stagniert im Juli

Die kanadische Wirtschaft blieb im Juli nach drei Monaten Wachstum unverändert, wie am Dienstag veröffentlichte Daten zeigten. Das verarbeitende Gewerbe schwächte sich ab; Zuwächse bei den Versorgungsunternehmen und im Baugewerbe glichen dies aus. Am Dienstag trat zudem ein US-Importverbot für ausgewählte kanadische Waren in Kraft, was die Handelsspannungen verschärfte.

Schweizer Konjunkturausblick verbessert sich erneut

Das KOF-Konjunkturbarometer für die Schweiz stieg im September von revidierten 107.5 Punkten im August auf 109.1 Punkte und übertraf damit die Markterwartungen, wie am Dienstag veröffentlichte Zahlen zeigten. Mit dem sechsten Anstieg in Folge erreichte der Indikator seinen höchsten Stand seit 2021. Das verarbeitende Gewerbe, die Dienstleistungen und das Baugewerbe trugen zur Verbesserung bei. Die Indikatoren für die Auslandsnachfrage, die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie die Beschäftigung schwächten sich hingegen ab.

EZB-Chefin Lagarde zeichnet durchzogenes Bild für die Eurozone

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, legte dem Europäischen Parlament am Dienstag eine gemischte Einschätzung zu Wachstum und Inflation in der Eurozone vor. Heute werden die Inflationszahlen für September aus Deutschland, Frankreich und Italien veröffentlicht, die weiteren Aufschluss über die Inflationsaussichten der Eurozone geben könnten.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Micron.

Konjunkturdaten im Fokus: Bruttoinlandsprodukt Grossbritannien (08:00), Einzelhandelsumsätze Deutschland (08:00), Verbraucherpreisindex Frankreich (08:45), Devisenreserven Schweiz (09:00), Arbeitslosenquote Deutschland (09:55), Verbraucherpreisindex Italien (11:00), Verbraucherpreisindex Deutschland (14:00), ADP-Beschäftigungsbericht USA (14:15), Bruttoinlandsprodukt USA (14:30), private Konsumausgaben USA (14:30), Handelsbilanz USA (14:30), Quartalsbulletin der Schweizerischen Nationalbank (15:00).

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG