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Chip-Sorgen belasten asiatische Aktienmärkte

Technologiewerte führten am Dienstag die Verluste an den asiatischen Börsen an, da die Aussicht auf stärkere Konkurrenz aus China südkoreanische Chiphersteller unter Druck setzte. Die US-Börsen hatten am Montag uneinheitlich geschlossen, wobei Technologiewerte nachgaben, während europäische Aktien zulegten. Anlegerinnen und Anleger warten nun auf deutsche Inflationszahlen und die Quartalsergebnisse grosser US-Banken, die im Laufe des Dienstags veröffentlicht werden.

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  • Autor Amira Scherz, Junior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

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KOSPI bricht wegen Chip-Sorgen ein

Der südkoreanische KOSPI fiel am Dienstag um 5.5% auf 6030.64 Punkte. Berichte über Fortschritte des chinesischen Unternehmens CXMT bei Speicherchips belasteten die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix. Japans Nikkei 225 gab um 1.9% nach. Auch Zweifel an den Renditen von Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) setzten Technologiewerte unter Druck. Brent-Rohöl-Futures fielen um 1.2% auf USD 105.40 je Barrel, während Futures auf West Texas Intermediate (WTI) um 1.3% auf USD 92.52 je Barrel nachgaben. Gold stieg um 0.6% auf rund USD 4200 je Unze, während Bitcoin um 0.4% auf etwa USD 83'700 fiel.

US-Technologiewerte vor Berichtssaison unter Druck

Der Nasdaq-100 fiel am Montag um 0.7% auf 30'664.70 Punkte. Vor Beginn der US-Berichtssaison nahmen Anlegerinnen und Anleger bei Chipherstellern Gewinne mit. Der S&P 500 gab um 0.1% auf 7807.24 Punkte nach, während der Dow Jones um 0.4% auf 51'850.55 Punkte zulegte. Wegen des Feiertags Columbus Day verlief der Handel ruhig; der Anleihenmarkt blieb geschlossen. Unter den Einzelwerten verloren die Aktien des Chipherstellers Micron Technology 4%, da Fortschritte eines chinesischen Konkurrenten Sorgen auslösten.

US-Dollar legt gegenüber dem Euro zu

Der Euro fiel am Montagabend auf USD 1.1156, nachdem er am späten Nachmittag noch bei USD 1.1176 notiert hatte. Der US-Dollar stieg gegenüber dem Schweizer Franken von CHF 0.8332 auf CHF 0.8348. Der Euro blieb gegenüber dem Schweizer Franken bei CHF 0.9314 nahezu unverändert. Schwache europäische Konjunkturdaten, Sorgen um Frankreichs Staatsverschuldung und Spekulationen auf höhere US-Zinsen stützten den US-Dollar.

Europäische Aktien setzen Erholung fort

Der EuroStoxx 50 stieg am Montag um 0.5% auf 6201.21 Punkte. Eine Einigung zwischen der EU und China über Exportbeschränkungen für Hybridautos stützte den Markt. Der Schweizer SMI legte um 0.7% auf 13'877.84 Punkte zu. Die Stabilisierung an den Anleihenmärkten und Kursgewinne bei Roche und Novartis stützten Schweizer Aktien, während steigende Ölpreise die Stimmung dämpften. Der französische Luxusgüterkonzern LVMH meldete für das dritte Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 1% und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz mit Mode und Lederwaren sank angesichts der schwachen Nachfrage in China um 5%.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Citigroup, Givaudan, Goldman Sachs, Johnson & Johnson, JPMorgan, Rio Tinto, UnitedHealth und Wells Fargo.

Konjunkturdaten im Fokus: Verbraucherpreisindex Deutschland (08:00), Verkäufe bestehender Häuser USA (16:00).

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG