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US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten prägen diese Woche

In dieser Woche stehen die Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus den USA im Mittelpunkt, während Australiens Zentralbank am Dienstag ihren Zinsentscheid bekannt gibt. Am Mittwoch folgen die US-Inflationsdaten für August gemessen am Preisindex der persönlichen Konsumausgaben sowie das US-Bruttoinlandprodukt für das zweite Quartal. Hinzu kommen die Inflationszahlen für September aus Deutschland und Frankreich sowie die Einkaufsmanagerindizes aus China. Am Donnerstag stehen der ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie, die Schweizer Inflationszahlen und eine Rede von SNB-Präsident Martin Schlegel im Fokus. Am Freitag veröffentlichen die USA ihren Arbeitsmarktbericht für September, zudem erscheinen auch neuste Inflationsdaten für die Eurozone sowie Japans Hauptstadt Tokio. Chinas Finanzmärkte bleiben am Donnerstag und Freitag wegen des Nationalfeiertags geschlossen.

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  • Autor Amira Scherz, Junior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Navigator Inflation
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Die Ölpreise stiegen am Montag, nachdem US-Präsident Donald Trump die Bedingungen Irans für eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus abgelehnt hatte. Die EU rief unterdessen angesichts von Sorgen um die Gasversorgung zum Energiesparen auf. US-amerikanische und europäische Aktien konnten am Freitag zulegen – trotz einer schwächeren Verbraucherstimmung in den USA und weitgehend unveränderter Bestellungen langlebiger Güter. Die asiatischen Börsen zeigten sich am Montag uneinheitlich, während sich das Wachstum der chinesischen Industriegewinne verlangsamte und der Goldpreis deutlich fiel.

Ölpreise steigen angesichts europäischer Energiesorgen

Nachdem US-Präsident Trump Irans an Bedingungen geknüpften Vorschlag zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus abgelehnt hatte, stiegen die Futures auf Brent-Rohöl und West Texas Intermediate (WTI) am Montag jeweils um 1.8% auf USD 99.16 bzw. USD 94.06 je Barrel. Die EU forderte ihre Mitgliedstaaten auf, den Gas- und Stromverbrauch zu senken und die Speicher vor dem Winter weiter zu füllen, wie Bloomberg am Samstag berichtete. Die europäischen Gaspreise haben sich seit Kriegsbeginn im Februar mehr als verdoppelt. Gleichzeitig waren die Gasspeicher in der EU nur zu etwas mehr als 70% gefüllt und lagen damit unter dem saisonüblichen Wert von 86%.

Chinas Industrie schwächelt

Chinas Industriegewinne stiegen im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.2%, nach einem Zuwachs von 20.4% ein Jahr zuvor, wie am Montag veröffentlichte Daten zeigten. Bei grossen Unternehmen verlangsamte sich das Gewinnwachstum in den ersten acht Monaten auf 15.7%, nach 17.6% im Zeitraum von Januar bis Juli. Dies war teilweise auf eine hohe Vergleichsbasis im Vorjahr zurückzuführen. Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Montag uneinheitlich: Japans Nikkei 225 notierte rund 0.3% tiefer, während der südkoreanische KOSPI um mehr als 2% auf rund 6915 Punkte fiel. Der CSI 300 auf dem chinesischen Festland verlor rund 2.4%, während der Hang Seng in Hongkong um 0.6% auf rund 24'646.00 Punkte stieg. Gold fiel um 2.1% auf rund USD 4200 je Unze. Bitcoin gab um 0.9% auf rund USD 83'600 nach. Per Sonntag belief sich der Kursgewinn von Bitcoin im dritten Quartal auf etwa 43.5%.

Iran-Hoffnungen treiben US-Aktien an

US-Aktien legten am vergangenen Freitag zu, als die Ölpreise angesichts von Anzeichen für eine mögliche Lösung des Konflikts mit Iran nachgaben. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0.9% auf 51'828.62 Punkte, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung seinen tiefsten Stand seit Juni erreicht hatte. Der S&P 500 gewann 0.5% und schloss bei 7743.41 Punkten, während der Nasdaq-100 um 0.4% auf 30'608.13 Punkte zulegte. Aktien des Softwarekonzerns Microsoft stiegen nach der Ankündigung neuer Copilot-Funktionen um 3.7%. Die Facebook-Mutter Meta verlor dagegen 3.3%, da Anlegerinnen und Anleger Gewinne mitnahmen. Das Raumfahrtunternehmen SpaceX plant für Montag seinen ersten Versuch, Starship in eine Umlaufbahn zu bringen, und will 26 Starlink-Satelliten aussetzen.

US-Verbraucherstimmung trübt sich kräftig ein

Das Vertrauen der Amerikaner gab im September deutlich nach und der Stimmungsindex der Universität Michigan fiel auf 48.1 von 51.7 im August. Im September 2025 hatte der Wert bei 55.1 gelegen, wie am vergangenen Freitag veröffentlichte Daten zeigten. Hohe Preise, Treibstoffkosten und Handelsspannungen belasteten die Haushalte. Gleichzeitig stiegen die Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate von 4% im August auf 4.6%. Die Bestellungen langlebiger Güter in den USA blieben im August mit USD 338.6 Milliarden weitgehend unverändert. Damit widersprachen sie den Erwartungen eines Rückgangs: Schwächere Bestellungen im Transportsektor glichen Zuwächse in anderen Bereichen aus. Ohne den Transportsektor stiegen die Bestellungen um 0.3%, nach 0.7% im Juli. Ein Indikator für die geplanten Unternehmensinvestitionen legte nach einem Plus von 0.6% um 1.6% zu.

Europäische Aktien zum Wochenschluss leicht im Plus

Der Euro Stoxx 50 gewann 0.5% und schloss bei 6302.82 Punkten, während der Schweizer SMI um 0.3% auf 13'945.71 Punkte zulegte. Die Aktien von UBS gewannen aufgrund von Berichten über einen möglichen Zusammenschluss mit einer ausländischen Bank 3.2%. Energieaktien gaben nach, da Irans Vorschlag zur Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus weckte.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG