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Aktienmärkte wieder unter Druck nach erneuter Eskalation in der Strasse von Hormus

Die Börsen in Asien gaben am Freitag nach, da erneute Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran in der Strasse von Hormus die Hoffnungen auf eine dauerhafte Waffenruhe schwächten und die Ölpreise steigen liessen. Die US-amerikanischen und europäischen Aktienmärkte hatten den Donnerstag bereits im Minus beendet, während Öl und Gold zulegten. Anlegerinnen und Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht, der auf eine Abschwächung des Stellenaufbaus im April hindeuten dürfte, obwohl jüngste Arbeitsmarktindikatoren darauf schliessen lassen, dass die Beschäftigungsbedingungen relativ stabil geblieben sind.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Markt-Zahlen
© Shutterstock

Asiatische Aktienindizes gaben am Freitag nach, da erneute militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran in der Strasse von Hormus die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen schwächten, während höhere Ölpreise die Sorgen der Anlegerinnen und Anleger zusätzlich verstärkten. Australiens S&P/ASX 200 fiel um 1.6%, Hongkongs Hang-Seng-Index sank um 1% und Chinas CSI 300 verlor 0.6%, während Japans Nikkei 225 um 0.4% tiefer notierte. Der Kospi in Südkorea zeigte sich kaum verändert, während Indiens Nifty 50 am Freitag 0.5% tiefer notierte. Belastet wurden die Märkte auch durch Erwartungen einer höheren Inflation und einer strafferen Geldpolitik, wobei stärkere japanische Lohndaten die Aussichten auf eine Zinserhöhung der Bank of Japan stützten. Die Ölpreise stiegen am Freitag, nachdem sich die USA und Iran in der Strasse von Hormus Gefechte geliefert hatten, was die Sorge verstärkte, dass die ohnehin fragile Waffenruhe zusammenbrechen und die Störungen entlang der wichtigen globalen Schifffahrtsroute verlängern könnte. Der Goldpreis wurde am Freitag bei rund USD 4720 je Unze gehandelt, der US-Dollar zeigte sich kaum verändert und Bitcoin fiel unter USD 80'000.

US-Aktien geben wegen Turbulenzen im Nahen Osten nach

Die US-Aktienmärkte schlossen am Donnerstag tiefer, da erneute geopolitische Unsicherheiten und eine Erholung der Ölpreise Anlegerinnen und Anleger nach einer zuletzt starken Entwicklung zu Gewinnmitnahmen veranlassten. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0.6% auf 49'596.97, der S&P 500 verlor 0.4% auf 7337.11 und der Nasdaq 100 gab 0.1% auf 28'563.95 nach, nachdem alle drei Indizes zuvor Rekordstände oder Niveaus nahe Rekordständen erreicht hatten. Die Stimmung verschlechterte sich nach Berichten, wonach die USA eine Wiederherstellung einer Blockade der Strasse von Hormus in Betracht ziehen könnten, während iranische Medien von Explosionen nahe Bandar Abbas und Schusswechseln mit feindlichen Kräften berichteten. Die Renditen von US-Staatsanleihen schnellten am Donnerstag nach oben, wobei die Rendite zweijähriger Anleihen bei rund 3.9% und jene zehnjähriger Anleihen bei nahe 4.4% lag.

Norwegens Notenbank erhöht Leitzins

Die Norges Bank erhöhte an ihrer Sitzung vom Mittwoch ihren Leitzins von 4% auf 4.25% und erklärte, die Inflation bleibe zu hoch und die Wirtschaftsaussichten hätten sich seit März kaum verändert. Die Konsumentenpreisinflation stieg im März auf 3.6%, während die Kerninflation unverändert bei 3% blieb. Die Zentralbank erklärte, die Aussichten für das Lohnwachstum entsprächen weitgehend ihren früheren Projektionen. Die Norges Bank erklärte weiter, erhöhte Ölpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten könnten den Preisdruck verstärken, obwohl eine stärkere Krone dazu beitragen könnte, die importierte Inflation zu bremsen. Sie fügte hinzu, dass ihr im März skizzierter Zinspfad, der darauf hindeutete, dass der Leitzins bis Jahresende zwischen 4.25% und 4.5% erreichen könnte, weiterhin weitgehend angemessen erscheine.

Europäische Aktienindizes schlossen am Donnerstag tiefer. Der Euro Stoxx 50 fiel um 1%, während Deutschlands DAX 1% verlor und Frankreichs CAC 40 um 1.2% nachgab. Auch deer SMI in Zürich schloss am Donnerstag 1.1% tiefer.

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG