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Festgefahrene Hormuz-Verhandlungen treiben Ölrally an

Die Rohölpreise legten am Dienstag erneut zu, da die Aussichten auf eine Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormuz infolge einer Einigung zwischen Washington und Teheran schwanden. Der erneute Energieschock verstärkte die Inflationssorgen und Spekulationen, wonach die US-Notenbank ihre Geldpolitik möglicherweise straffen muss. Damit rückte der für Mittwoch erwartete US-Verbraucherpreisbericht in den Mittelpunkt. Die Wall Street schloss am Montag leicht im Minus, während sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag uneinheitlich entwickelten: Kursgewinnen in Südkorea und Australien standen Verluste in anderen Teilen der Region gegenüber.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Landkarte Iran

Die Ölpreise setzten ihre Rally am Dienstag fort, da die schwindenden Aussichten auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran über die Wiedereröffnung der Strasse von Hormuz die Sorgen über Lieferunterbrechungen und die Inflation verstärkten. Rohöl ist in der vergangenen Woche um rund 10% gestiegen, nachdem es am Montag um etwa 5% zugelegt hatte. Auslöser war die Forderung von US-Präsident Donald Trump, wonach der Iran im Rahmen eines Friedensabkommens Entschädigungszahlungen leisten müsse. WTI-Rohöl notierte am Dienstag 0.4% höher bei USD 82.46 je Barrel, während Brent um 0.3% auf USD 87.99 je Barrel zulegte. Die Pattsituation schürte die Erwartung, dass die erhöhten Energiekosten die US-Notenbank zu Zinserhöhungen veranlassen könnten, obwohl die US-Wirtschaft im vergangenen Monat mehr als 20'000 Stellen abgebaut hat. Anlegerinnen und Anleger warten nun auf die am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreisdaten, von denen sie sich weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der US-Notenbank erhoffen.

Asiatische Aktienmärkte angesichts politischer Unsicherheit uneinheitlich

Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich am Dienstag uneinheitlich, da Sorgen über die erhöhten Ölpreise und den US-Zinsausblick die robuste Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz überschatteten. Der südkoreanische Kospi stieg, gestützt von Halbleiterwerten, um 0.9% auf 6355.94 Punkte, während der Hang-Seng-Index in Hongkong 0.7% und der CSI 300 auf dem chinesischen Festland 0.1% verloren. TSMC meldete für Juli einen Umsatzanstieg von 45%, während Nvidia gemeinsam mit sechs Finanzinstituten Pläne ankündigte, Drittmittel von mehr als USD 500 Mrd. für KI-Infrastruktur zu mobilisieren.

RBA belässt Zinsen unverändert und signalisiert weitere Straffung

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beliess ihren Leitzins am Dienstag bei 4.35%, nachdem sie ihn im bisherigen Jahresverlauf dreimal angehoben hatte. Zugleich warnte sie, dass weitere Erhöhungen möglich seien, falls die Inflationsrisiken zunehmen. Die jährliche Gesamtinflation lag im Juni bei 3.8% und dürfte sich dem Zielwert von 2.5% erst gegen Ende 2027 annähern. Für dieses Jahr prognostizierte die RBA ein Wirtschaftswachstum von rund 1.4%. Sinkende Immobilienpreise dürften die Konsumausgaben der privaten Haushalte dämpfen. Die Zentralbank erwartet jedoch, dass eine Erholung der Immobilienwerte und niedrigere Zinsen die Pro-Kopf-Wirtschaftsaktivität bis 2028 stützen werden. Der australische S&P/ASX 200 legte am Dienstag um 0.4% auf 9266.20 Punkte zu.

US-Aktien geben von Rekordständen nach

Die US-Aktienindizes schlossen am Montag leicht tiefer, da Sorgen über den Konflikt zwischen den USA und dem Iran die nach dem Arbeitsmarktbericht vom Freitag nachlassenden Zinssorgen überwogen. Der Dow Jones Industrial Average sank um 0.1% auf 53'975.98 Punkte, während der S&P 500 um 0.1% auf 7753.11 Punkte und der Nasdaq-100 um 0.3% auf 29'621.80 Punkte nachgaben. Nvidia verlor 2.9%, Intel fiel nach der Ankündigung eines Aktienverkaufs im Umfang von USD 15 Mrd. um 4.1% und Apple büsste nach einer Herabstufung 1.6% ein. SpaceX hingegen gewann 4.2% auf USD 138.74.

Anlegervertrauen in der Eurozone steigt in den positiven Bereich

Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone stieg im August um 4 Punkte von -3.1 Punkten im Juli auf 0.9 Punkte, wie die am Montag veröffentlichten Umfrageergebnisse zeigten. Der Lageindex verbesserte sich von -14.8 auf -8 Punkte, während der Erwartungsindex, gestützt von robusten Wirtschaftsdaten und einer Erholung des Vertrauens, von 9.3 auf 10.3 Punkte zulegte. Der Euro Stoxx 50 stieg am Montag um 0.2% auf 6533.70 Punkte, während der deutsche DAX mit 26'323.88 Punkten nahezu unverändert blieb. Der französische CAC 40 gewann 0.1% auf 8726.03 Punkte und der Swiss Market Index rückte um 0.6% auf 14'633.70 Punkte vor.

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG