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Inflationsdaten und Konflikt im Iran im Fokus

Anlegerinnen und Anleger wogen zum Wochenbeginn die inflationären und wirtschaftlichen Folgen des Konflikts im Iran ab, der die Ölpreise hoch gehalten und den Tankerverkehr durch die Strasse von Hormus beeinträchtigt hat. US-Aktien schlossen am Freitag nach schwachen Einzelhandelsumsätzen und einem enttäuschenden Verbrauchervertrauen leicht tiefer, während die asiatischen Märkte am Montag mehrheitlich zulegten, angeführt von Technologiewerten. Gold, Silber und Bitcoin starteten ebenfalls leicht höher in die Woche, während der US-Dollar-Index nachgab.

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

Märkte blicken auf Inflation und Spannungen im Nahen Osten

In dieser Woche werden die Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer weiterhin den Konflikt im Iran und dessen Folgen für die Energiemärkte, die Inflation und den globalen Wirtschaftsausblick beobachten. Die Inflationsdaten stehen im Fokus: Grossbritannien und die Eurozone veröffentlichen am Mittwoch die Verbraucherpreisindizes für Juli, gefolgt von den japanischen Inflationszahlen am Freitag. Das Protokoll der Sitzung der US-Notenbank im Juli, das am Mittwoch veröffentlicht wird, wird weitere Einblicke in die Einschätzung der US-Wirtschaft und der Inflation durch die Währungshüterinnen und Währungshüter geben. Die Einkaufsmanagerindizes für August aus der Eurozone, Grossbritannien, Japan und den USA am Freitag liefern einen aktuellen Überblick über die weltweite Geschäftstätigkeit. Die Berichtssaison lässt nach, doch die Ergebnisse der Baumarktkette Home Depot am Dienstag und des Einzelhandelsriesen Walmart am Donnerstag werden nach den unerwartet schwachen Einzelhandelsumsätzen im Juli neue Hinweise auf die Widerstandsfähigkeit der US-Konsumausgaben liefern.

Asiatische Aktien steigen dank Technologiewerten

Die asiatischen Aktienmärkte legten am Montag mehrheitlich zu, da Technologiewerte von sinkenden Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank nach schwachen US-Daten in der vergangenen Woche profitierten. Der japanische Nikkei 225 stieg um 0.4%, obwohl das annualisierte Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal mit 1.1% schwächer ausfiel als erwartet, da der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen zurückgingen. Der chinesische CSI 300 legte um 1.3% zu und der Hang Seng Index in Hongkong gewann 1.8%, angeführt von Chipherstellern und Alibaba. Die südkoreanischen Märkte blieben aufgrund eines Feiertags geschlossen. Australiens S&P/ASX 200 verlor 0.5%.

US-Aktien fallen wegen Wirtschaftssorgen

US-Aktien schlossen am Freitag tiefer, nachdem die Einzelhandelsumsätze im Juli unerwartet zurückgegangen waren und sich das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan im August stärker als erwartet eingetrübt hatte. Dies schürte Sorgen um die wirtschaftliche Dynamik, während sich zugleich die Erwartungen an stabile Zinssätze verstärkten. Die US-Einzelhandelsumsätze gingen im Juli um 0.6% zurück, nachdem sie im Juni um 0.2% gestiegen waren, und blieben damit hinter den Markterwartungen zurück. Die Kernumsätze, die Autos, Benzin, Baumaterialien und Gastronomie ausklammern, sanken um 0.4%, nachdem sie im Juni um 0.4% gestiegen waren. Der Nasdaq 100 verlor 0.1% auf 30'046.14 Punkte, legte auf Wochensicht aber 1.1% zu. Der Dow Jones Industrial Average sank um 0.2% auf 53'732.41 Punkte und verlor über die Woche 0.6%. Der S&P 500, der am Donnerstag ein Rekordhoch erreicht hatte, gab um 0.2% auf 7785.76 Punkte nach, verbuchte aber auf Wochensicht ein Plus von 0.4%.

Wirtschaft der Eurozone wächst im zweiten Quartal

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Eurozone stieg im zweiten Quartal um 0.4%, nachdem es im ersten Quartal stagniert hatte, wie Eurostat am Freitag mitteilte. Das jährliche Wachstum beschleunigte sich von 0.5% auf 1%, während das BIP der EU gegenüber dem Vorquartal um 0.5% und gegenüber dem Vorjahr um 1.2% zulegte. Die Beschäftigung erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal sowohl in der Eurozone als auch in der EU um 0.1%, während das jährliche Wachstum in beiden Regionen 0.5% betrug. Der Euro Stoxx 50 notierte nahezu unverändert bei 6539.59 Punkten, während der deutsche DAX um 0.5% auf 26'440.31 Punkte stieg und der französische CAC 40 um 0.2% auf 8636.80 Punkte sank.

Schweizer BIP-Wachstum beschleunigt sich im zweiten Quartal

Das Schweizer Bruttoinlandprodukt wuchs im zweiten Quartal um 1.5%, nach 0.4% im ersten Quartal. Dies war laut den am Freitag veröffentlichten Daten die stärkste quartalsweise Expansion seit 2021. Das Wachstum wurde vor allem von der Chemie- und Pharmaindustrie getragen, während auch die Dienstleistungen expandierten und die Warenexporte real um 0.6% zunahmen. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vor der Einführung neuer US-Zölle auf Schweizer Waren Ende Juli. Die Regierung erwartet für das Gesamtjahr weiterhin ein unterdurchschnittliches Wachstum von 0.9%. Der Swiss Market Index verlor 0.6% auf 14'390.67 Punkte.

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Herausgeber: LGT Bank (Schweiz) AG, Glärnischstrasse 36, CH-8027 Zürich
Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG