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Intervention des US-Finanzministeriums stützt Risikobereitschaft an den Märkten

Die Pläne des US-Finanzministeriums zur Stützung des Markts für langlaufende Staatsanleihen liessen die Renditen am Mittwoch sinken und sorgten an den Aktienmärkten für Erleichterung, nachdem Sorgen über die steigende Staatsverschuldung  Anlegerinnen und Anleger verunsichert hatten. Die US-Aktienmärkte schlossen kaum verändert, die europäischen Börsen gaben mehrheitlich nach und die asiatischen Aktienmärkte legten am Donnerstag zu, angeführt von einer deutlichen Erholung südkoreanischer Halbleiteraktien. Der US-Dollar blieb nahe einem Dreimonatstief, während Bitcoin und Ethereum nach dem Vorschlag der US-Börsenaufsicht SEC für einen regulatorischen Rahmen für Kryptoanlagen kräftig zulegten

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  • Autor Shane Strowmatt, Senior Investment Writer
  • Lesezeit 5 Minuten

USD-Banknoten
© shutterstock

Der US-Dollar notierte am Donnerstag nahe einem Dreimonatstief, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen zu verdoppeln. Dies dämpfte den Druck nach einem globalen Ausverkauf, der die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen Anfang Woche auf 5.337% und damit den höchsten Stand seit 2007 getrieben hatte. Die Rendite 30-jähriger Anleihen fiel daraufhin um neun Basispunkte auf unter 5.2%, während der US-Dollar-Index bei 98.89 lag und der Euro mit USD 1.1672 auf dem höchsten Stand seit Ende Mai notierte. Gold, das nach der Ankündigung am Mittwoch stark gestiegen war, wurde am Donnerstag bei rund USD 4480 je Unze gehandelt. Sorgen über die steigende Staatsverschuldung und höhere Ölpreise im Zusammenhang mit dem US-israelischen Krieg gegen den Iran hatten zuvor die langfristigen Renditen gestützt und die Risikobereitschaft belastet.

Bitcoin und Ethereum steigen nach SEC-Vorschlag

Bitcoin und Ethereum legten am Mittwoch kräftig zu, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC Regeln vorgeschlagen hatte, die die Kapitalaufnahme von Kryptounternehmen und deren Offenlegungspflichten präzisieren sollen. Bitcoin stieg um 8.2% auf USD 69'540, während Ethereum um mehr als 18% auf USD 2255 zulegte. Der Vorschlag würde bestimmten etablierten Kryptonetzwerken ermöglichen, aus der Klassifizierung als Wertpapier und den damit verbundenen Berichtspflichten herauszufallen, sobald sie zentrale Managementverpflichtungen erfüllt haben.

US-Aktienmärkte kaum verändert trotz sinkender Renditen

Die US-Aktienindizes schlossen am Mittwoch kaum verändert, nachdem das US-Finanzministerium höhere Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen angekündigt hatte. Dies liess die Renditen sinken, die aufgrund von Inflationssorgen, des Iran-Kriegs, der steigenden Staatsverschuldung und des Kapitalbedarfs grosser KI-Unternehmen zuvor gestiegen waren. Der Dow Jones Industrial Average gewann 0.2% auf 53'463.05 Punkte und der S&P 500 stieg um 0.2% auf 7707.98 Punkte, während der Nasdaq 100 um 0.2% auf 29'426.02 Punkte nachgab. Moderna schnellte nach positiven Ergebnissen einer Studie zu einem Melanom-Impfstoff mit Merck um 177% hoch, während die Aktien von Merck um 12.6% stiegen. Der Chiphersteller Marvell legte nach einer erweiterten Partnerschaft mit der Google-Muttergesellschaft Alphabet um rund 10% zu.

Asiatische Börsen erholen sich dank sinkender Renditen

Die asiatischen Aktienmärkte notierten am Donnerstag nach der Ankündigung des US-Treasury mehrheitlich höher. Der südkoreanische Kospi stieg um 5.8%, nachdem er am Mittwoch mehr als 5% verloren hatte. Gestützt wurde er von SK Hynix, dessen Aktien um mehr als 12% zulegten, nachdem das Unternehmen sein Aktienrückkauf- und Annullierungsprogramm im Umfang von KRW 40 Billionen. beschleunigt und Ausschüttungen von mehr als der Hälfte des zwischen 2025 und 2027 kumulierten freien Cashflows angekündigt hatte. Japans Nikkei 225 stieg um 1.3%, nachdem Daten vom Donnerstag gezeigt hatten, dass Japans Exporte im Juli gegenüber dem Vorjahr um 23.2% und damit so stark wie seit fast vier Jahren nicht mehr gewachsen waren. Dazu trug ein Anstieg der Ausfuhren von Halbleiterausrüstung um 49.1% bei. Der Hongkonger Hang Seng Index gewann 1.2%, Australiens S&P/ASX 200 stieg um 0.3% und Indiens Nifty 50 legte um 0.6% zu, während der chinesische CSI 300 um 0.1% nachgab.

Inflation in der Eurozone steigt auf 2.9%

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum kletterte im Juli von 2.8% im Juni auf 2.9%, wie am Mittwoch veröffentlichte Daten von Eurostat zeigten. Ein Jahr zuvor hatte sie bei 2% gelegen, während die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0.2% stiegen. Die Energieinflation beschleunigte sich von 8.5% auf 10.3%, während die Teuerung bei Dienstleistungen von 3.2% auf 3.3% stieg. Die Inflation bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak ging hingegen von 1.5% auf 1.2% zurück. Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Mittwoch uneinheitlich: Der Euro Stoxx 50 verlor 0.4%, der deutsche DAX und der französische CAC 40 gaben jeweils 0.1% nach, während der Swiss Market Index 0.5% gewann.
 

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Redaktion: Alessandro Fezzi
Quelle: LGT Bank (Schweiz) AG